Neurodermitis Kleidung auf Rezept

Gut zu wissen 💚
Viele Eltern wissen nicht, dass spezielle Neurodermitis-Kleidung in vielen Fällen bezuschusst wird. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie die Kostenübernahme funktioniert – verständlich, ehrlich und mit über 10 Jahren Erfahrung aus dem Alltag mit Neurodermitis-Kindern.

So beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten

Neurodermitis bringt oft starken Juckreiz mit sich – besonders abends und nachts. Unruhige Nächte, Erschöpfung und Kratzspuren gehören für viele Familien zum Alltag.

Entlastung im Alltag 💚
Spezielle Neurodermitis-Kleidung mit Kratzschutz kann entlasten – und in vielen Fällen beteiligen sich gesetzliche Krankenkassen an den Kosten.

Speziell entwickelte Neurodermitis-Kleidung bietet:

  • Schutz der Haut vor Reibung
  • Kratzschutz für Tag & Nacht
  • Mehr Ruhe – besonders abends

Übernimmt die Krankenkasse Neurodermitis-Kleidung?

Wichtig zu wissen
Neurodermitis-Kleidung (z. B. Overalls mit Kratzschutz) ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen und nicht im offiziellen Hilfsmittelkatalog gelistet. In vielen Fällen müssten diese Kleidungsstücke daher zunächst privat bezahlt werden.

Die gute Nachricht 💚
Viele gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich dennoch an den Kosten – meist im Rahmen einer Einzelfallentscheidung oder als Erstausstattung.

Die Erstattung liegt erfahrungsgemäß zwischen 30 und 100 Euro, abhängig von Krankenkasse und individueller Situation.

Welche Neurodermitis-Kleidung wird häufig erstattet?

Je nach Krankenkasse und ärztlicher Verordnung werden insbesondere folgende Kleidungsstücke bezuschusst:

  • Neurodermitis-Overall mit Kratzschutz (häufig für Babys und Kleinkinder, z. B. bis Gr. 86/92)
  • Zweiteiler mit Kratzschutz für ältere Kinder (oft ab Gr. 92/98)

Die genaue Auswahl hängt von der ärztlichen Verordnung und der Einschätzung der Krankenkasse ab.

So funktioniert die Kostenübernahme – Schritt für Schritt

Damit die Beantragung möglichst reibungslos abläuft, begleiten wir dich Schritt für Schritt:

Schritt 1: Kontakt aufnehmen
Melde dich vorab bei uns, wenn du Fragen zur Kostenübernahme hast. Du erreichst uns über das Kontaktformular, per E-Mail oder telefonisch – wir erklären dir den Ablauf ganz in Ruhe.

Schritt 2: Rezept im Original einreichen
Bitte sende uns das Original-Rezept per Post, damit wir es korrekt bei deiner Krankenkasse einreichen können. Achte darauf, dass sowohl die Diagnose als auch die verordnete Kleidung klar auf dem Rezept vermerkt sind.

Schritt 3: Genehmigung & Lieferung
Sobald die Genehmigung der Krankenkasse vorliegt, liefern wir die gewünschten Produkte direkt zu dir nach Hause.

Hinweis: Rezepte sind in der Regel 28 Tage gültig. Innerhalb dieses Zeitraums muss der Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse eingereicht werden.

Du möchtest jetzt konkret prüfen, ob dein Kind Anspruch hat?

Auf unserer Übersichtsseite zum Neurodermitis-Overall mit Kratzschutz siehst du, welche Kleidung häufig übernommen wird – und kannst uns dein Rezept direkt über das Kontaktformular senden.

→ Zum Neurodermitis-Overall auf Rezept

So sollte ein korrekt ausgestelltes Rezept aussehen

Damit deine Krankenkasse die Kosten übernehmen kann, sollte das Rezept folgende Angaben enthalten:

  • Diagnose: z. B. Atopische Dermatitis
  • Verordnung: z. B. Neurodermitis-Overall mit Kratzschutz
    (optional mit Pharmazentralnummer / PZN, falls vorhanden)

Tipp:
Nutze gern unsere Rezept-Vorlage und zeige sie deiner Ärztin oder deinem Arzt. Sie hilft dabei, alle relevanten Angaben korrekt zu erfassen und erhöht die Chancen auf eine reibungslose Genehmigung.

Rosa Rezept: so stellt dein Arzt ein Rezept für Neurodermitis-Kleidung richtig aus

 

Rezept-Vorlage für Neurodermitis-Kleidung

Mit dieser übersichtlichen Rezept-Vorlage können Ärztinnen und Ärzte
alle relevanten Angaben korrekt eintragen.
Das erleichtert die Prüfung durch die Krankenkasse.

Rezept-Vorlage herunterladen →

Häufige Fragen zur Neurodermitis-Kleidung auf Rezept

Muss das Rezept vom Hautarzt kommen?

Nein. Das Rezept kann vom Kinderarzt, Hausarzt oder Hautarzt ausgestellt werden.
Wichtig ist nicht die Fachrichtung, sondern dass die Diagnose (z. B. atopische Dermatitis) und die verordnete Neurodermitis-Kleidung mit Kratzschutz klar auf dem Rezept stehen.

💡 Tipp: Viele Eltern erhalten das Rezept direkt beim Kinderarzt – oft ohne zusätzliche Überweisung.

Das ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich.
In vielen Fällen wird eine Erstausstattung bezuschusst. Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten einmal jährlich oder bei medizinischer Notwendigkeit auch mehrfach – jeweils als Einzelfallentscheidung.

Wir unterstützen dich gern dabei, die Chancen auf eine Kostenübernahme realistisch einzuschätzen.

Nein. Auch Neurodermitis-Kleidung für Kleinkinder und ältere Kinder kann bezuschusst werden. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die medizinische Begründung und die ärztliche Verordnung.

Eine Ablehnung ist möglich, da es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt. In vielen Fällen lohnt sich jedoch ein Widerspruch mit ergänzender Begründung.

Wir beraten dich ehrlich, ob ein weiterer Versuch sinnvoll ist.

In der Regel nein. Nach Genehmigung durch die Krankenkasse liefern wir die verordnete Kleidung direkt zu dir nach Hause. Sollte eine Vorleistung nötig sein, informieren wir dich transparent vorab.

Welche Kleidung eignet sich bei Neurodermitis besonders?

Wenn du genauer wissen möchtest, woran du gute Neurodermitis-Kleidung erkennst, welche Materialien die Haut wirklich beruhigen und welche Schnitte bei Juckreiz und unruhigen Nächten entlasten, findest du hier eine ausführliche Übersicht:

Ergänzend zur Kleidung: Auch eine ruhige, passende Hautpflege kann bei Neurodermitis helfen, den Alltag zu stabilisieren – unabhängig davon, ob Kleidung über die Krankenkasse bezuschusst wird.
→ Zur Hautpflege bei Neurodermitis beim Baby