Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern Ratgeber

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern: Ein Wegweiser

U5 – Eintrag ins Untersuchungsheft: Atopische Dermatitis. Mit der Diagnose des Kinderarztes beginnt für viele Eltern eine nicht enden wollende Odyssee durchs World Wide Web, durch Fachbücher und von Arzt zu Arzt.

Wir von Chill n Feel wollen dieser Odyssee kein weiteres Kapitel hinzufügen. Vielmehr möchten wir dein Ankerpunkt sein. Ein Ort, an dem du zur Ruhe kommst, an dem du dich gut informiert und aufgehoben fühlst.

Auf dieser Seite findest eine Menge Antworten auf Fragen, die dich als Laie auf dem Gebiet Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern beschäftigen werden. Was du nicht findest sind:

Stattdessen wirst du hilfreiche Tipps und Produkte für einen entspannten Alltag mit der Neurodermitis entdecken. Darunter

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern: entspannt durch den Alltag

Unsere Mission: entspannte Eltern – entspannte Babys – entspannte Haut

Das einzige, was du jetzt tun musst ist, dir eine heiße Tasse Tee oder Kaffee aufsetzen und dich entspannt zurücklehnen. Alles weitere überlasse uns. Mit einer Menge Know How und Herz werden wir dich mitnehmen auf eine kleine Reise durch den Alltag mit der Hautkrankheit Neurodermitis. 


Fragen, Tipps, Anregungen zum Thema Neurodermitis bei Babys?

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Hüpfe entspannt zu der Frage, die dich gerade beschäftigt

Was ist Neurodermitis? 5 Schlüsselbegriffe einfach erklärt

Beginnen wir mit der Frage: Was ist Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern? 

Neurodermitis ist eine chronische, bis dato nicht heilbare Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch einen starken Juckreiz kennzeichnet. 

Neurodermitis, atopische Dermatitis oder endogenes/atopisches Ekzem

Neurodermitis ist die geläufigste Bezeichnung für eine Hauterkrankung, die im Fachjargon auch als atopische Dermatitis, endogenes Ekzem oder atopisches Ekzem bezeichnet wird. Was steckt dahinter?

Neuro- (griech. Neuron “Nerv”) -derm (griech. Derma “Haut”) -itis (Kennzeichnung für einen Entzündungsprozess)

Neurodermitis ist der umgangssprachliche Begriff für die Hauterkrankung. Er geht auf die mittlerweile überholte Annahme zurück, dass die Hautveränderungen auf eine Entzündungen der Nerven zurückzuführen seien.

Atopische (griech. atopia “Ortlosigkeit”, Medizinsprache “Überempfindlichkeitsreaktionen auf Reize und Umweltstoffe”) Derma- (griech. Derma “Haut”) -titis (Kennzeichnung für einen Entzündungsprozess)

Bei einer atopischen Dermatitis reagiert die Haut überempfindlich auf normalerweise harmlose, natürliche oder künstliche Substanzen und Reize der Umwelt. Es werden vermehrt Antikörper gebildet, was die Haut in Form von Ausschlägen, Ekzemen und Juckreiz widerspiegelt. 

Endogenes (griech. endogen “im Inneren erzeugt”) Ekzem (griech. ekzema “Herausbrodeln, Aufwallung ´Haut`”, “Juckflechte”) 

Endogenen Ekzemen liegt meist eine genetische Veranlagung zu Grunde. Ein Baby kommt also bereits mit sehr trockener, empfindlicher Haut zur Welt. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es dann, wenn äußere Reizstoffe auf die übersensible Haut treffen. Aber auch Stress und ähnliche psychische Faktoren können einen Neurodermitis-Schub auslösen.

Der atopische Formenkreis

Neurodermitis ist eine Erkrankung, die dem sog. Atopischen Formenkreis* zugeordnet wird. Neurodermitis bei Babys entsteht dann, wenn die empfindliche Haut beim Kontakt mit bestimmten Reizstoffen (Allergene, Keime) direkt mit Rötungen und/oder Entzündungen reagiert. Verantwortlich dafür ist das kindliche Immunsystem, das viel früher in Alarmbereitschaft versetzt wird, als dies bei gesunder Haut der Fall ist.

*Atopie (-atopisch) ist der Sammelbegriff für allergische Erkrankungen, bei denen unser Immunsystem mit einer Überempfindlichkeit auf harmlose natürliche sowie künstliche Umweltstoffe reagiert. So kann bei einem Neurodermitis-Baby die klassische Hausstaubmilbe, mit der wir tagtäglich in direktem Kontakt stehen, eine Hautentzündung auslösen. Erst darüber werden wir uns der Präsenz der „unsichtbaren“ Milbe überhaupt bewusst.

Neurodermitis-Babys haben ein überempfindliches Immunsystem

Aufgabe unseres Immunsystems ist es, körperschädigende Substanzen (u.a. Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze) abzuwehren. Es erkennt dabei dem Körper fremde Stoffe, die versuchen, über die Haut ins Körperinnere zu gelangen. Sofort alarmiert, startet es die Abwehr. Bei vorhandener Neurodermitis reagiert das Immunsystem überempfindlich auf harmlose Stoffe. So können Tierhaare, Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel die Abwehrmechanismen in Gang setzen. Diese wiederum lösen Entzündungsreaktionen aus. Es zeichnen sich juckende Ekzeme auf der Haut ab oder es kommt zu allergischen Reaktionen.

Ein ähnliches Verhalten zeigt das Immunsystem bei Erkrankungen wie Asthma bronchiale, allergischem Schnupfen mit Bindehautentzündung, bei Heuschnupfen und diversen Allergien (Hausstaub, Nahrungsmittel).

Da all diese Erkrankungen ähnlich übereilt auf äußere Einflüsse reagieren und häufig gemeinsam auftreten, werden sie allesamt dem atopischen Formenkreis zugeordnet.

Was ist ein Neurodermitis-Schub?

Neurodermitis bei Babys, Kindern wie auch bei Erwachsenen tritt in Schüben auf. Dies bedeutet, es wechseln sich Phasen mit sehr geringen bis kaum vorhandenen Krankheitszeichen mit solchen akuter Ekzembildung ab.

Einen akuten Neurodermitis-Schub erkennst du daran:

  • rote, entzündliche Hautstellen
  • Schuppung und nässende Bläschen, auf die Verkrustungen folgen
  • extrem trockene Haut (Xerose)
  • starker Juckreiz
  • dezente Einrisse in den Mundwinkeln oder Ohrläppchen
  • rissige Finger- und Zehenkuppen

Wie genau sich ein akuter Schub bei deinem Kind bemerkbar macht ist individuell sehr verschieben. Gemein ist jedoch meist ein quälender Juckreiz, der vor allem nachts zu erheblichen Schlafstörungen führen kann.

In schubfreien Phasen scheint die Haut auf den ersten Blick meist makellos. Allerdings ist auch dann eine regelmäßige Hauptpflege wichtig. Denn die Haut bleibt trocken und reagiert sehr empfindlich auf äußere Reize.

Bereits minimale Reize, Reibungen oder nicht wahrnehmbare Allergene können einen neuen Schub auslösen.  

Was versteht man unter Trigger bzw. Provokationsfaktoren?

Bei der Hautkrankheit Neurodermitis ist die Anlage für gewöhnlich bereits im Erbgut angelegt. Neurodermitis bei Babys zeigt sich meist schon sehr früh in Form von besonders trockener Haut.

Ausgelöst wird die Krankheit jedoch erst durch Umweltfaktoren, die auf die Haut einwirken. Diese Umweltfaktoren bezeichnet man als Trigger bzw. Provokationsfaktoren.

Umso besser du die Trigger kennst, die einen Schub auslösen, desto einfacher lässt es sich langfristig mit dem endogenen Ekzem leben. In unseren Praxistipps zeige ich dir, wie du mithilfe eines ➽ Neurodermitis-Tagesbuchs gezielt auf Ursachenforschung gehst.

Trigger, die du kennen solltest

Neurodermitis bei Babys tritt in Schüben auf. Die Auslöser können hier ganz unterschiedlich sein. Manchmal ist es der Kontakt mit Staub oder Rauch, dann wieder ist ein stressiger Tag mit viel zu vielen neuen Eindrücken verantwortlich. Es kann aber auch die Erdbeere sein, die es zum Nachtisch gab.

Im Folgenden findest du eine kurze Übersicht über die häufigsten Trigger:

  1. Nahrungsmittel
  2. Juckreiz-auslösende Kleidung und irritierende Hautpflege
  3. Klima (Winter, Sommer)
  4. Stress/Belastungssituationen
  5. Infekte
  6. Irritantien (z.B. Seife, Waschmittel)
  7. Tabakrauch, Duftstoffe
  8. Allergene
  9. Kratzen

Wie wir bereits erfahren haben, tritt eine Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern häufig zeitgleich mit weiteren Ausprägungen des atopischen Formenkreises auf. Nahrungsmittelallergien können hier vorhanden sein.

Wichtig zu wissen: echte Nahrungsmittelallergien treten bei Neurodermitikern nicht so häufig auf, wie vermutet. Bevor du anfängst, mit verschiedenen Diäten zu experimentieren, lass den Dermatologen prüfen, ob überhaupt Allergien vorhanden sind! Denn ein Zuviel an Experimentieren fördert den Stress und Stress zählt – wie wir noch sehen werden – zu den häufigsten Provokationsfaktoren.

Neben “echten” Allergien weisen Babys und Kinder mit Neurodermitis häufig Unverträglichkeiten auf. Besonders oft werden Reaktionen auf Zitronensäure (Orangensaft, Zitronensaft …), Tomaten, Milch, Ei, Soja, Hasel- oder Erdnuss, Weizen und Fisch beobachtet.

Übrigens, bei Babys und Kindern greift der Dermatologe in erster Linie auf folgende Testverfahren zurück, wenn es darum geht, eine vorhandene Nahrungsmittelallergie festzustellen:

  • Hauttests: werden meist erst ab dem 3. Lebensjahr empfohlen
  • Provokationstestung: hier wird dein Kind unter ärztlicher Aufsicht oral mit in Frage kommenden Lebensmitteln konfrontiert. Wichtig ist hier, dass die Haut zum Zeitpunkt der Testung stabil, also schubfrei, sein sollte.
  • Neurodermitis-Tagebuch: Eltern beobachten eigenverantwortlich 2-4 Wochen lang die Ernährung ihres Kindes und notieren gleichzeitig, wie es der Haut geht. Insbesondere bei kleinen Babys und Kindern lässt sich so sehr entspannt Ursachenforschung betreiben. Wichtig! Die Auswertung sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden.
Neurodermitis Tagebuch für Babys A
Neurodermitis Tagebuch Babys B

Neurodermitis bei Babys tritt dann in Erscheinung, wenn die Hautbarriere gestört ist. Dies wiederum macht sich in Form von sehr empfindlicher Haut bemerkbar. Die Babyhaut ist extrem trocken und reagiert auf kleine Reize mit Rötungen, Ausschlägen und im Falle von Entzündungen mit juckenden Ekzemen.

Hautpflegeprodukte und Kleidung sind in ständigem, direkten Kontakt mit der sensiblen Haut. Die Creme und der Body tragen daher ganz entscheidend zum Wohlbefinden oder auch Unwohlsein deines Babys bei. Denn Beides kann hautberuhigend oder auch stark irritierend wirken. So können chemische und mechanische Reize, wie sie von der “falschen” Creme oder dem “falschen” textilen Stoff ausgehen, den Neurodermitis-typischen Juckreiz verschlimmern und damit den Juck-Kratz-Kreislauf in Gang setzen.

Die Erfahrung zeigt, dass Wolle von Neurodermitikern nicht gut vertragen wird. Ähnlich wie synthetische Stoffe, lösen tierische Fasern oftmals Ekzemschübe aus. Achte daher bei der Kleiderwahl auf weiche, glatte Stoffe (z.B. aus Pima Baumwolle), die atmungsaktiv sind und sich in der Maschine waschen lassen. Wichtig sind zudem weiche Nähte oder im Idealfall ➽ nahtlose Kleidungsstücke und lockere Schnitte.

Was die Pflege angeht, solltest du auf alkalische Shampoos, auf Emulgatoren, Konservierungsmittel und Duftstoffe verzichten. Viel hautfreundlicher sind rückfettende, hypoallergene Pflegeprodukte.

Weitere Tipps zur richtigen Wahl von Kleidung und Hautpflege für dein Neurodermitis-Baby findest du unter Alltagstipps (etwas weiter unten im Beitrag).

Ich habe noch nie etwas besseres gekauft, als eure Bodys und den Schlafanzug. Unglaublich. Ihr habt wirklich alles bedacht, was man sich für sein Baby wünscht: mega feines Material, endlich mal richtig gute Bündchen, keine Nähte, keine Etiketten, perfekter, eher weiterer Schnitt, tolles Design noch dazu, endlich keine Knopfleisten über den Körper sondern nur dort, wo man die Windeln wechselt.” – Mama Patricia

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern ist verbunden mit äußerst trockener Haut. Diese Hautbeschaffenheit ist angeboren und begleitet meist durch das ganze Leben.

Während der kalten Jahreszeit verschlechtert sich das Hautbild in der Regel. Verantwortlich dafür sind Kälte und trockene, beheizte Räume.

Aber auch auf große Temperaturunterschiede reagiert die überempfindliche Haut mit verstärkter Ekzembildung und dem damit verbundenen Juckreiz.

Genauso wie Kälte setzt Schweiß der Haut. Beim Sport und auch an heißen Tagen und Nächte ist atmungsaktive, kühlende Kleidung ein Muss.

Neurodermitis bei Babys und Kleidung aus Pima Baumwolle

Innere Unruhe und Situationen, die dein Baby starken Belastungen aussetzen, setzen die Juckreiz-Schwelle herab. Und der Juckreiz kann Auslöser für einen Neurodermitis-Schub sein. Wir werden uns dies unter dem Punkt Juck-Kratz-Kreislauf noch genauer ansehen.

Und um die Frage vorwegzunehmen: Ja, auch Babys und kleine Kinder haben Stress. Ein Kindergeburtstag, Familienbesuch, eine lange Autofahrt, sehr vieles erhöht bei kleinen Kindern das Stress-Level. Du merkst dies oft daran, dass dein Kind abends nur sehr schwer in den Schlaf findet.

Eine Erkältung oder auch Impfungen können das Hautbild kurzzeitig verschlechtern. 

Übrigens, wusstest du, dass die Haut bei einer Neurodermitis dichter mit Keimen wie dem Staphylokokkus aureus besiedelt ist, als dies bei gesunder Haut der Fall ist. Dadurch ist die Haut anfälliger für Infektionen.

Wenn du vermehrt Bläschen (wie bei einer Herpes Infektion) oder Dellwarzen auf der Haut deines Kindes bemerkst, solltest du mit dem Arzt darüber sprechen, wie sich die übermäßige Bakterienbesiedelung reduzieren lässt.

Bei einer atopischen Dermatitis ist die Haut sehr trocken. “Echte” Seifen (Kernseifen) trocknen zusätzlich aus. Nutze daher ausschließlich pH neutrale Waschlotionen oder Ölbäder.

Baden ja, aber nicht zu oft, nicht zu heiß und nicht zu lange (Empfehlungen rund um das Thema Neurodermitis bei Babys findest du in unserer Broschüre “Schlafen wie ein Faultier”). Gibt statt Blubberblasen ein rückfettendes Öl ins Badewasser. Nach dem Baden tupfst du die Haut vorsichtig ab und zuletzt (wichtig!) pflegst du die Haut deines Baby mit einer guten Creme oder Lotion.

Sowohl Tabakrauch als auch Duftstoffe können Schübe auslösen. Halte dein Baby daher vom Zigarettenqualm fern und verzichte aus stark duftende Pflege- und Reingungsprodukte.

In Zusammenarbeit mit einem guten Dermatologen findest du heraus, ob dein Kind an Allergien oder Unverträglichkeiten leidet. Dies ist wichtig zu wissen, denn indem du mögliche Allergene von deinem Baby fernhältst, tust du der Haut etwas Gutes.

Sinnvoll ist auch hier das Führen eines ➽ Neurodermitis Tagebuchs

Das Ekzem, das der Hautkrankheit seinen Namen gibt, blüht durch ein ekzessives Kratzen auf und entzündet sich. Dadurch verstärkt sich der Neurodermitis-typische Juckreiz. Gleich werden wir uns den daraus resultierenden Juck-Kratz-Kreislauf noch ganz genau anschauen.

Durch verschiedene Behandlungsmethoden wird versucht, den Juckreiz zu lindern. Aber auch entsprechende Kleidung (z.B. ➽ Neurodermitis Overalls mit Kratzschutz) sorgt für Linderung.

Der Juck-Kratz-Kreislauf

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern Juck-Kratz-Kreislauf

Mit der übereilten Immunabwehr körperfremder Stoffe beginnt ein Kreislauf, der häufig als Juck-Kratz-Kreislauf bezeichnet wird. In unserer Neurodermitis Broschüre “Schlafen wie ein Faultier – trotz Neurodermitis” (s. weiter unten) findest du folgende grafische Darstellung dazu.

Mit den ersten entzündeten Hautstellen nimmt der Neurodermitis Juckreiz seinen Anfang. Kratzen macht die ohnehin bereits geschädigte Hautschutzbarriere noch anfälliger für Allergene und Keime. Der Juckreiz wird stärker, das Kratzen nimmt zu.

Spätestens dann, wenn du erste Hautirritationen bei deinem Baby entdeckst, solltest du handeln. Jetzt ist die richtige Hautpflege sowie Kleidung, die die Haut nicht zusätzlich irritiert und im besten Fall vor Kratzwunden schützt, unabdingbar.

Mehr zu fiesen, schlafraubenden Provokationsfaktoren kannst du hier nachlesen: ➽ Schlafräuber Neurodermitis

Wie hoch ist das Risiko für mein Baby, an Neurodermitis zu erkranken?

In Deutschland leidet etwa jedes sechste bis zwölfte Kind unter sechs Jahren an Neurodermitis oder atopischer Dermatitis. Bei ungefähr einem Drittel der Kinder verringern sich die Symptome im Laufe der Jahre und verschwinden schließlich ganz. – Kindergesundheit-info.de

Warum ist ausgerechnet mein Baby an Neurodermitis erkrankt? In den meisten Fällen lässt sich diese Frage mit der genetischen Disposition/Veranlagung beantworten.

Sind Mama und/oder Papa Atopiker, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit für das Baby, ebenfalls an der einen oder anderen Ausprägung des atopischen Formenkreises zu erkranken. Hier ein paar grobe Richtwerte, auf die du bei deinen Recherchen womöglich des Öfteren stoßen wirst.

Neurodermitis bei Babys tritt besonders häufig auf, wenn beide Elternteile Atopiker sind. Aber auch wenn nur ein Elternteil an atopischer Dermatitis erkrankt ist, besteht ein erhöhtes Risiko der Vererbbarkeit:

  • Mama und Papa haben Neurodermitis: 60-80%
  • Mama oder Papa hat Neurodermitis: 20-40%
  • Weder Mama noch Papa hat Neurodermitis: 5-15%

Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Diese Zahlen zeigen, dass die genetische Disposition eine Rolle spielen kann, jedoch nicht muss. Provokationsfaktoren, die eine Neurodermitis letztlich auslösen können, haben wir uns bereits angesehen.

Atopikerin und schwanger! Wie schütze ich mein Baby?

Du bist selbst Atopikerin, leidest an Neurodermitis oder einer anderen Erkrankung des atopischen Formenkreises? Oder aber du hast während deiner Schwangerschaft eine ➽ Schwangerschaftsdermatose entwickelt, bist dadurch für das Thema “Haut” sensibilisiert worden und möchtest die Hautbarriere deines Babys von Anfang an stärken?

Auf das Erbgut deines Babys hast du keinen Einfluss. Und doch kannst du so einiges tun, das dein Neugeborenes bei der Ausbildung einer starken Hautbarriere unterstützt.

Das kannst du noch während der Schwangerschaft für dein Baby tun:

  • Verzichte auf Rauchen!
  • Halte dein Stresslevel möglichst gering!
  • Vertraue darauf, dass es das Leben gut mit dir und deinem Baby meint!

Und da gibt es noch etwas, das du aktiv tun kannst, um das Risiko für dein Baby zu reduzieren. Heilpraktikerin Ramona (Praxis Sena) empfiehlt die Einnahme von Probiotika. 

Die Einnahme von probiotischen Kulturen und Omega 3 Fettsäuren bereits in der Schwangerschaft, können das Risiko für entstehende Neurodermitiserkrankungen und Lebensmittelallergien beim Nachwuchs senken. Probiotika sind Keime wie Milchsäurebakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken und so späteren Allergien vorbeugen. Mittlerweile gilt es sogar als erwiesen, dass sich durch die Gabe von Probiotika die Krankheitsschübe um bis zu 80 % verringern lassen. Das ist schon eine Menge! Es wird auch die Gabe derselben Probiotika während des gesamten ersten Lebensjahres des Babys empfohlen.

Dein Baby kommt in den allerseltensten Fällen mit Hautausschlägen auf die Welt. Du weißt also in den ersten Wochen oder gar Monaten noch gar nicht, ob dein Baby eine Atopie ausbilden wird. Aber, da du nun weißt, was es bedeutet, überempfindliche Haut zu haben, kannst du mit der richtigen Kleidung UND Hautpflege von Anfang an mögliche Trigger aus dem Weg räumen.

Beachte bei der Wahl der Baby Erstausstattung:

Wähle hautverträgliche, schadstofffreie Babykleidung (z.B. ➽ Erstausstattung aus Pima Bio-Baumwolle) und sei vorsichtig beim Kauf von Wolle/Seide-Produkten, denn empfindliche Haut mag Wolle nicht. 

Und bei der Hautpflege:

Achte auf pH neutrale, möglichst duftfreie und hochwertige Pflegeprodukte. Damit unterstützt du die Ausbildung einer starken Hautbarriere. Solange dein Säugling eine makellose Haut hat, setze auf eine ➽ minimalistische Pflege

Nur in dem Fall, dass dein Baby tatsächlich an Neurodermitis erkrankt ist, ist eine regelmäßige Hautpflege mit Cremes und Lotionen notwendig.

Woran erkenne ich, dass mein Baby Neurodermitis hat?

Pauschal lässt sich schwer sagen, wo bei deinem Baby Hautveränderungen auftreten können, die für die Diagnose Atopische Dermatitis sprechen. Abhängig vom Alter gibt es hier jedoch allgemeine Tendenzen

  • Säuglinge: Neurodermitis bei Babys tritt in Form von Ekzemen, oftmals im Gesicht (auf den Wangen) oder am unbehaarten Kopf, auf. Der Kinderarzt schaut vor allem bei feinen, gelblich-weißen Kopfschuppen genauer hin. Hier gilt es zu unterscheiden, ob es sich bei den Schuppungen um Milchschorf (typ. bei Atopikern) oder harmlosen Kopfgneis handelt. Häufig deuten auch Bläschen und nässende, verkrustete Ekzeme auf die Hautkrankheit hin. Diese Hautveränderungen können bei deinem Baby am ganzen Körper auftreten; allein der Windelbereich bleibt meist frei von Ekzemen.
  • Kleinkinder: Ekzeme treten nun vermehrt an den Kniekehlen, Ellbögen und Handgelenken auf. Hier wirst du bei deinen Recherchen häufig auf den Begriff “Beugenekzem” stoßen.
Allergietagebuch_Neurodermitis-Tagebuch für Babys und Kinder (3)

Es ist sehr hilfreich, in einem Neurodermitis Tagebuch die betroffenen Hautstellen über einen gewissen Zeitraum zu dokumentieren. Wichtig sind hier aber auch Informationen zur Ernährung, Kleidung und zum Tagesablauf. All das, was einen Einfluss auf das Hautbild deines Babys haben könnte, packst du in das Tagebuch und besprichst es 2-3 Wochen später mit dem Hautarzt oder Homöopathen.

Auf diese Weise bekommst du ein Gefühl dafür, worauf dein Baby mit Schüben reagiert. Im Idealfall schaltest du die entdeckten Triggerfaktoren künftig aus. Ein genaue Dokumentation lohnt sich daher allemal.

Überlass die Diagnose dem Dermatologen!

Gibst du Keywords wie “Neurodermitis Baby”, “Neurodermitis Kleinkind” in die Suchmaschine ein, wirst du unzählige Bilder von Babys mit Ekzemen finden. Manchmal handelt es sich dabei tatsächlich um klassische Ekzeme, wie sie bei einer atopischen Dermatitis auftreten. Andermal sind es Fotos, die Ekzeme oder Ausschläge ganz anderer Art zeigen. Als Laie wirst du dich schnell in einem Dschungel von Bildern verlieren und blanke Panik wird sich in dir breitmachen.

Mein Tipp! Halte Abstand von der Bildersuche. Besuche stattdessen direkt den Hautarzt deines Vertrauens! Oder knipse ein paar Fotos von den Ekzemen deines Babys und schicke sie direkt an die Hautexperten der App dermanostic*. Binnen kürzester Zeit bekommst du eine auf dein eigenes Baby zugeschnittene Diagnose sowie professionelle Handlungsempfehlungen, gepaart mit den notwendigen Rezepten.

Gerne empfehle ich dermanostic als erste Anlaufstelle nach dem Kinderarzt, denn oftmals dauert es sehr lange, bis man einen Termin beim lokalen Dermatologen bekommt. Hinzu kommt, dass jeder Arztbesuch Stress für dich und dein Baby bedeutet. Und – dies dürfte bekannt sein – Stress wirkt sich negativ auf die ekzemgeplagte Haut deines Babys bzw. Kleinkindes aus.

Gemeinsam mit dem Team von dermanostic wirst du entscheiden, ob eine Ferndiagnose erst einmal genügt oder ein persönlicher Arztbesuch folgen sollte.

*Wir erhalten keinerlei finanzielle Mittel von dermanostic. Hierbei handelt es sich um eine rein freundschaftliche Kooperation, mit dem Ziel, Babys mit Neurodermitis den Alltag zu erleichtern.

Was ist anders an der Haut meines Neurodermitis-Babys?

Solltest du die Diagnose Neurodermitis vom Dermatologen (häufig auch in Zusammenarbeit mit dem Kinderarzt) erhalten, wirst du dir womöglich die Frage stellen, was denn eigentlich anders an der Haut deines Babys ist.

Es ist wichtig zu wissen, was so besonders an Neurodermitis-Haut ist. Denn nur, wenn du verstehst, was die Haut zur Angriffsfläche von Keimen und Bakterien macht, wirst du künftig schädliche Einflüsse abwehren können.

Was also ist anders an der Haut deines Babys? Wieso lässt sie es zu, dass Bakterien und Keime eindringen und Entzündungen auslösen?

In meinen Ratgeber-Beitrag ➽ Atopische Dermatitis richtig pflegen erkläre ich, was es mit der Hautschutzbarriere auf sich hat und wie diese bei einem Baby mit Neurodermitis aussieht. Und dann möchte ich dir noch eine Podcast-Folge ans Herz legen, die ich gemeinsam mit Dr. Alice Martin zum Thema Hautpflege bei atopischer Dermatitis aufgezeichnet habe.

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern: entspannt durch den Alltag

Eine intakte Hautbarriere ist wie eine wasserdichte Versiegelung, die die äußeren Schichten der Haut zusammenhält und äußere Reize abblockt.

Bei einer gesunden Haut haben Reizstoffe, Bakterien und Schadstoffe keine Chance, in die Haut einzudringen. Anders bei einer geschädigten Hautbarriere. Dann nämlich tritt zu viel Feuchtigkeit nach außen und die Haut trocknet verstärkt aus. Folge: sie wird “brüchig”. 

Nochmal einfach erklärt: Stell dir die äußere Hautschicht wie eine Mauer (geschichtete Hornzellen) vor, die nicht komplett verfugt ist. Es fehlt an Mörtel (Hornfetten, epidermale Lipide). Dadurch entweicht vermehrt Feuchtigkeit, die Hornzellen sind schlecht verbunden und Schadstoffe haben freie Bahn. 

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern: Chill-Tipps für den Alltag

Stellst du dir immer und immer wieder die Frage: “Hätte ich etwas tun können, um der Neurodermitis meines Babys vorzubeugen?” Stopp! Wie wir gesehen haben, gibt es viele Gründe für die Ausprägung von Atopien. Keiner hat Schuld daran. Jedes Baby kommt nun einmal mit einen ganz eigenen Körper und Genen, die wir nicht manipulieren können (zum Glück!), auf die Welt. 

Schau jetzt voraus, indem du positive Wege findest, mit der Hautkrankheit zu leben. Eine atopische Dermatitis beim Baby lässt sich leider nicht einfach wegzaubern. Selbst wenn es Zauberer, wie unseren ➽ Blu gibt, so kann dieser allenfalls Linderung verschaffen, indem er die emotionale Ebene stärkt. Aber (1) häufig verwächst sich die Neurodermitis bis zum Schulalter (2) wenn du die Trigger kennst, lassen sich Schübe recht gut unter Kontrolle halten.

Von der Diagnose zu einem entspannten Alltag mit der Hautkrankheit

Wenn du mich fragen würdest, welche Schritte auf die Diagnose Neurodermitis folgen sollten, dann würde ich dir die folgende Herangehensweise empfehlen; soweit der behandelnde Arzt nicht direkt einen anderen Weg vorschlägt.

  1. Beseitige mögliche Trigger  und schaffe ein Neurodermitis-freundliches Umfeld!
  2. Begib dich auf Ursachenforschung (Neurodermitis-Tagebuch führen)!
  3. Wähle die richtige Therapie (in Zusammenarbeit mit dem Dermatologen oder Heilpraktiker)!
  4. Übe dich in Ausdauer & Geduld: eine Hautkrankheit lässt sich nicht einfach wegoperieren. Nimm dir Zeit, die Krankheit und damit auch dein Baby besser kennenzulernen!
  5. Überleg dir Spiele und liebevolle Rituale: verbinde die täglichen Eincreme-Routinen mit kindgerechten Elementen (Creme-Sticker, Zauberspiele, ➽ Abendroutine)!
  6. Sorge für ein positives Mindset: wähle positive (“normale”) Kleidung und achte darauf, dass die Neurodermitis nicht zu einem Persönlichkeitsmerkmal wird!

Mit unserer Broschüre, die wir jeder Bestellung von “Neurodermitis-Kleidung” gratis beilegen, wollen wir und unsere sympathischen Protagonisten (➽ Faultier Baby Chilly und ➽ Zauberer Blu) die Angst vor der Hautkrankheit nehmen. Denn Neurodermitis bei Babys ist gewiss nichts Schönes, aber es gibt Wege, “entspannter” damit umzugehen.

Viel Freude beim Durchblättern und Entdecken!

Gratis Download: Ratgeber "Schlafen wie ein Faultier ... trotz Neurodermitis"

Monatelang waren wir damit beschäftigt, einen kindgerechten Neurodermitis Ratgeber für Kinder zu entwickeln. Entstanden ist eine Heftchen (á la Pixi) auf hochwertigen Recyclingpapier, das allerhand Tipps für entspanntere Nächte mit der Neurodermitis bereithält.

Ab sofort legen wir jeder Bestellung von Neurodermitis Kleidung ein Büchlein gratis bei! Einfach die Option “Gratis Ratgeber – Ja, bitte!” wählen.

Du bist noch skeptisch, ob wir die richtigen Produkte für dein Baby haben, möchtest aber gerne die Tipps aus unserem Neurodermitis Ratgeber kennenlernen? Dann lade dir unsere Broschüre einfach kostenlos als PDF herunter! 

Neurodermitis Ratgeber von Chill n Feel
Neurodermitis Ratgeber für Babys und Kleinkinder

Das passende Geschenkset zum Neurodermitis Ratgeber: Alles wird gut!

Oftmals rufen besorgte Omas und Opas bei uns an. Sie wollen ihrem Enkelkind eine Freude bereiten. Und so schenken sie Pima Kleidung, in der Hoffnung auf Besserung der irritierten Haut.

Doch was dazu schenken? Es ist doch ein Baby bzw. Kleinkind. Da darf doch etwas zum Spielen und Liebhaben nicht fehlen.

Richtig, das haben wir uns auch gedacht. Und so ist passend zum Neurodermitis Ratgeber eine Zauberer-Puppe entstanden, die die Aufgabe hat, die emotionale Ebene zu stärken. Zauberer Blu begleitet unser kleines Faultierbaby in der Geschichte “Schlafen wie ein Faultier” mit allerhand Tipps und Tricks durch den Alltag.

Als Puppe hüpft er aus der Geschichte direkt in die Arme deines Schützlings. Gemeinsam mit einem lieben Kuschelfreund lässt sich der Alltag doch gleich viel entspannter bewältigen.

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern: entspannt durch den Alltag
Geschenk für Kinder und Babys mit Neurodermitis von Chill n Feel (2)

Die richtige Hauptpflege bei atopischer Haut

Neurodermitis bei Babys verlangt zwingend eine intensive, regelmäßige Hautpflege. Mindestens zweimal pro Tag sollte die Haut mit einer hypoallergenen Creme, Lotion oder Salbe behandelt werden.

Creme, Lotion oder Salbe, was ist der Unterschied? Dr. Alice Martin beantwortet diese Frage in einfachen Worten, in unserer gemeinsamen ➽ Podcast-Folge zum Thema Atopische Dermatitis beim Baby verstehen und behandeln

Bei der Wahl des Pflegeproduktes halte Abstand von

  • alkalischen (= nicht ph-neutral) Shampoos und Seifen 
  • Emulgatoren, Konservierungsmitteln und Duftstoffen

Greife stattdessen zu Neurodermitis-freundlicher Hauptpflege

  • rückfettende Cremes und Lotionen (diese stärken die Hautbarriere)
  • Produkte, die hautberuhigende Wirkstoffe wie Zink, Urea (Harnstoff) oder Dexpanthenol enthalten

Tipp! Dr. Kerstin Schallaböck aus Wien hat unter der Marke KAMI eine sehr schöne Linie an Hautpflegeprodukten für Babys und Kinder mit Neurodermitis entwickelt. 

Warum es KAMI gibt: mein erster Kami war 1,5 Jahre alt, als uns, ganz klassisch, die Neurodermitis in der Nacht den Schlaf und am Tag die Nerven geraubt hat. Mit Kortison ging es irgendwie. Aber das konnte nicht der einzige Weg sein oder bleiben. Und dann spielten mir nicht nur Glück und Zufall, sondern vor allem ein recht genialer Geist, in Form eines ewig tüftelnden Chemikers, Kami in die Hände.

Dein Baby oder Kleinkind ist unglücklich mit der täglichen Hautpflege-Routine, es weint oder wehrt sich gegen das Eincremen? Dann versuche es doch einmal mit einer ganz persönliche Creme-Dose! Besorge dazu einen kleinen Glastiegel, schmücke ihn mit einem unserer Faultier-Sticker und schreibe den Namen deines kleinen Hautpatienten darauf. Verziere die Dose mit Glitzer oder weiteren verspielten Elementen und fülle die Neurodermitis-Hautpflege-Creme in den Tiegel.

Im Handumdrehen verwandelst du damit eine unliebsame tägliche Routine in ein charmantes, kindgerechtes Ritual.

Hautpflege Creme-Sticker Neurodermitis bei Babys
Pflege bei atopischer Dermatitis_Babycreme (1)

Tipp! Verziere eine zweite, kleinere Dose für das liebste Kuscheltier oder die Lieblingspuppe. Während du deinen Schützling mit einer Pflegecreme verwöhnst, wird zugleich die Puppe versorgt. So wird die Pflegeroutine zu einem vertrauen Ablauf, der Spaß macht und das sichere Gefühl vermittelt, nicht alleine zu sein.

Die richtige Kleidung bei ekzem-geplagter Haut

Erfahrung mit Neurodermitis Kleidung aus Pima Baumwolle

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich beobachte, welch geringen Stellenwert die Kleidung bei vorhandener Neurodermitis beim Baby oder Kleinkind einnimmt. Warum ziehe ich meinem Kind eine raue Strumpfhose an, bei dem sich die kleinen Verfilzungen auf der Stoffoberfläche (sog. Pilling) direkt in die stark gerötete, juckende Kniekehle legen? Das tut doch weh!

Da ich selbst extrem empfindliche Haut habe und aus eigener Erfahrung weiß, wie einem ein kratzendes Etikett oder raue Nähte den Alltag erschweren können, ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, für das Thema Kleidung und Neurodermitis zu sensibilisieren.

Neurodermitis-Haut ist extrem trocken und sensibel. Eine unscheinbare Naht, ein Etikett oder ein rauer Stoff sorgen für Rötungen, Jucken und führen im schlimmsten Fall zur Entstehung von Ekzemen. Aber auch das “falsche” Material kann Auslöser für Schübe sein, die das Rad des Juck-Kratz-Kreislaufs in Gang setzen.

Stoffe, die von Neurodermitikern meist nicht vertragen werden

  • synthetische Stoffe: Künstliche Fasern sind kaum atmungsaktiv, führen zu vermehrtem Schwitzen und verschlimmern das Hautbild. 
  • tierische Fasern: Wolle vertragen Neurodermitiker selten, daher solltest du hier generell vorsichtig sein.

Hypoallergene Materialien für hautsensible Babys

  • glatte Baumwollstoffe: Je länger die Fasern der verwendeten Baumwolle sind, desto glattere Stoffe lassen sich daraus weben. Pima Baumwolle kennzeichnet sich durch besonders lange Fasern und ist daher die beste Wahl für Babys mit Neurodermitis.
  • Seidentextilien: tierische Seide ist Pima Baumwolle, was die Haptik angeht, sehr ähnlich und daher ebenfalls gut für Babys mit exzemgeplagter Haut geeignet.
  • Spezialstoffe, die Anteile von Zink und/oder Silber aufweisen wirken hautberuhigend. 

Neurodermitis bei Babys und Pima Baumwolle: Warum tut peruanische Pima Kindern mit atopischer Dermatitis so gut? Alles was du dazu wissen solltest (inkl. Podcast mit Insider-Infos) kannst du hier nachlessen: ➽ Babykleidung bei Neurodermitis aus Pima Baumwolle 

Hypoallergene Kleidung mit Chill Effect°

Kühlende Babywäsche aus Bio Pima-Baumwolle

Pima Baumwolle kühlt die Haut an heißen Tagen und Nächten

“Greife ich mit geschlossenen Augen in den Kleiderschrank meines Babys, weiß ich sofort, welcher Body aus Pima Baumwolle ist!” Ein ähnliches Feedback hat uns von einer lieben Kundin erreicht und ich hätte es tatsächlich nicht besser beschreiben können.

Wir sprechen von Chill Effect° und meinen damit die besondere Haptik, die einzigartig für Pima Baumwolle ist. Es sind die extra langen Baumwollfasern in Verbindung mit bester Bio-Qualität, die die hohe Atmungsaktivität der Stoffe sicherstellen. Und daher – so ganz genau können wir es selbst nicht erklären – kommt die natürlich kühlende Wirkung von Body und Strampler. Ach, es wäre jetzt vergeudete Zeit, mich mit passenden Beschreibungen zu spielen. Du musst es einfach ausprobieren 😉

Pima Baumwolle, nur für die heißen Tage? Nein, ganz und gar nicht. Im Winter wirst du etwas anderes feststellen. Das Kleidungsstück passt sich optimal der eigenen Körperwärme an, speichert diese sogar. 

Trotz dem ganzen Sammelsurium an künstlichen Highttech-Fasern: es gibt für unsere Haut einfach nichts Besseres als das, was Mutter Natur für uns bereithält.

NEU: Nahtloser Kurzarmbody aus Pima Baumwolle

Nahtloser Kurzarmbody kühlend

Kurzarmbodys sind bei vorhandener atopischer Dermatitis geeignet, wenn

  • dein Baby keine Ekzeme an den Armen hat ODER 
  • du den Body unter einem wohltuenden Pima Overall nutzt

Wir haben diesen hautberuhigenden Kurzarmbody aufgrund er hohen Nachfrage betroffener Eltern entwickelt. In Schnitt und Qualität ist der Body mit unserem Langarmbody identisch.

 

Warum es KAMI gibt: mein erster Kami war 1,5 Jahre alt, als uns, ganz klassisch, die Neurodermitis in der Nacht den Schlaf und am Tag die Nerven geraubt hat. Mit Kortison ging es irgendwie. Aber das konnte nicht der einzige Weg sein oder bleiben. Und dann spielten mir nicht nur Glück und Zufall, sondern vor allem ein recht genialer Geist, in Form eines ewig tüftelnden Chemikers, Kami in die Hände.

Informatives zur Neurodermitis: zum Reinlesen und Anhören