Kindergrößen für die Kleinsten: Was bei Neugeborenen wirklich wichtig ist

Kindergrößen sorgen gerade bei Neugeborenen und Frühchen für große Unsicherheit. Klassische Größentabellen bieten Orientierung – greifen aber oft zu kurz, wenn Babys unterschiedlich groß zur Welt kommen oder besonders sensibel reagieren.
In diesem Beitrag erfährst du, wie Kindergrößen für die Kleinsten richtig eingeordnet werden und worauf es in den ersten Wochen wirklich ankommt.

Inhaltsverzeichnis

Kindergrößen bei Neugeborenen – warum Tabellen oft nicht ausreichen

Kindergrößen geben Sicherheit – zumindest auf den ersten Blick. Eine Zahl, eine Tabelle, eine klare Empfehlung. Doch gerade bei Neugeborenen zeigt sich schnell: So einfach ist es nicht. Babys kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen zur Welt, wachsen nicht linear und lassen sich nur bedingt in standardisierte Größen einordnen.

Hinzu kommt, dass die ersten Wochen nach der Geburt eine besonders sensible Phase sind. Die Haut ist noch unreif, Bewegungen sind unkoordiniert, viele Babys reagieren empfindlich auf Druck, Reibung oder einengende Schnitte. Kleidung, die „laut Tabelle passt“, kann sich für ein Baby dennoch unangenehm anfühlen.

Deshalb reicht es nicht aus, Kindergrößen ausschließlich nach Zentimetern oder Altersangaben zu beurteilen. Viel wichtiger ist die Frage, wie Kleidung geschnitten ist, welchen Spielraum sie lässt und ob sie dem Baby ermöglicht, sich frei und geschützt zu bewegen – auch dann, wenn die Größe nicht exakt getroffen wurde.

Gerade bei den Kleinsten – bei Neugeborenen und Frühchen – braucht es ein anderes Verständnis von Kindergrößen: weg von Perfektion, hin zu Orientierung, Flexibilität und Hautschutz.

Kindergrößen bei Neugeborenen – warum „die richtige Größe“ oft eine Illusion ist

Neugeborenes in ruhiger, großzügig geschnittener Babykleidung – Kindergrößen mit Spielraum und sensorischem Komfort
Kindergrößen bei Neugeborenen müssen nicht perfekt sitzen – entscheidend sind Spielraum, Ruhe und ein angenehmes Hautgefühl.

Kindergrößen suggerieren Klarheit: Eine Zahl, eine Empfehlung, eine scheinbar sichere Entscheidung. Doch gerade bei Neugeborenen zeigt sich schnell, dass diese Logik nur bedingt funktioniert. Babys kommen nicht nach Plan zur Welt – und schon gar nicht nach Tabellen.

Ein Neugeborenes kann 48 cm messen oder 56 cm. Es kann zart und schmal sein oder kräftig gebaut. Zwei Babys mit derselben Körperlänge können völlig unterschiedliche Proportionen haben. Trotzdem sollen sie laut klassischer Größentabellen dieselbe Kindergröße tragen. Genau hier beginnt die Unsicherheit vieler Eltern.

Hinzu kommt: Die ersten Wochen nach der Geburt sind keine Phase des „schnellen Herauswachsens“, sondern eine Zeit des Ankommens. Babys bewegen sich noch unkoordiniert, liegen viel, schlafen viel – und ihre Haut ist besonders empfindlich. Kleidung muss in dieser Phase vor allem schützen, nicht formen.

Deshalb ist die Frage nach der richtigen Kindergröße bei Neugeborenen oft die falsche Frage. Viel entscheidender ist:

  • Wie fühlt sich die Kleidung auf der Haut an?

  • Gibt es Spielraum für Bewegung und Wachstum?

  • Drückt oder reibt etwas, wenn das Baby liegt oder strampelt?

  • Funktioniert das Kleidungsstück auch dann noch gut, wenn es minimal größer oder kleiner ausfällt?

Kindergrößen können hier nur eine Orientierung sein – keine Garantie. Gerade bei Neugeborenen ist es völlig normal, dass Kleidung nicht „perfekt sitzt“. Wichtig ist, dass sie nicht stört, nicht einengt und dem Baby Raum lässt.

Viele Eltern berichten rückblickend, dass sie sich zu sehr auf Zahlen verlassen haben – und zu wenig auf das, was sich für ihr Baby richtig angefühlt hat. Ein Body, der laut Tabelle passt, aber spannt oder kratzt, wird schnell aussortiert. Ein Kleidungsstück, das etwas großzügiger geschnitten ist, dafür weich, ruhig und angenehm, bleibt oft deutlich länger im Einsatz.

Kindergrößen bei Neugeborenen brauchen deshalb ein anderes Verständnis: weniger als exakte Vorgabe, mehr als Rahmen. Ein Rahmen, der Sicherheit gibt – ohne Druck, ohne Perfektionsanspruch.

Kindergrößen für Neugeborene neu gedacht – adaptiv, sensorisch und mit Spielraum

Kindergrößen erfüllen bei Neugeborenen nur dann ihren Zweck, wenn sie mehr leisten als reine Maßangaben. Gerade in den ersten Lebenswochen braucht Kleidung ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit – an den Körper, an die Entwicklung und an mögliche medizinische Anforderungen. Deshalb spielen adaptive und sensorisch durchdachte Konzepte bei Kindergrößen für die Kleinsten eine zentrale Rolle.

Was bedeutet adaptive Babykleidung?

Adaptive Babykleidung ist so gestaltet, dass sie sich den Bedürfnissen des Babys anpasst – nicht umgekehrt. Sie berücksichtigt, dass Neugeborene und Frühchen unterschiedlich wachsen und besondere Anforderungen haben können.

Adaptive Babykleidung zeichnet sich aus durch:

  • Anpassbarkeit an den Körper (z. B. in Länge oder Weite)
  • Mitwachsendes Design, besonders wichtig bei Frühchen
  • Spielraum bei Kindergrößen, um Fehlkäufe zu vermeiden
  • Medizinische Nutzbarkeit, etwa durch Auslässe für Schläuche, Sensoren oder Überwachung
  • Vorbereitung auf verschiedene Situationen, von der Klinik bis nach Hause

Ziel adaptiver Babykleidung ist es, Sicherheit, Funktionalität und Komfort zu verbinden – unabhängig davon, wie groß oder schwer ein Baby gerade ist.

Was bedeutet sensorisch gedachte Babykleidung?

Sensorisch gedachte Babykleidung reduziert Reize auf ein Minimum. Sie wird so entworfen, dass sie von empfindlicher Babyhaut möglichst „unbemerkt“ getragen werden kann – ohne Druck, Reibung oder störende Details.

Sensorisch durchdachte Babykleidung bedeutet:

  • Außenliegende oder besonders flache Nähte, um Hautreizungen zu vermeiden
  • Keine harten Etiketten oder kratzenden Abschlüsse
  • Weiche, atmungsaktive Materialien
  • Großzügige, ruhige Schnitte, die Bewegungsfreiheit lassen
  • Weniger Druckpunkte, auch wenn die Kindergröße nicht exakt getroffen wurde

Gerade bei Neugeborenen und Frühchen, deren Nervensystem noch sehr empfindlich ist, trägt sensorisch reduzierte Kleidung wesentlich zum Wohlbefinden bei.

Wenn es um Kindergrößen bei Neugeborenen geht, reicht es nicht aus, Kleidung einfach nur kleiner zu skalieren. Neugeborene – und ganz besonders Frühchen – haben andere Bedürfnisse als ältere Babys. Ihre Haut ist unreif, ihr Nervensystem hochsensibel, ihre Bewegungen noch unkoordiniert. Kleidung wirkt in dieser Phase nicht neutral, sondern wird unmittelbar wahrgenommen.

Genau deshalb greifen klassische Kindergrößen hier oft zu kurz. Entscheidend ist nicht, ob eine Größe „formal passt“, sondern ob Kleidung Spielraum lässt, sich ruhig anfühlt und den Körper schützt – auch dann, wenn die Kindergröße nicht exakt getroffen wurde.

Ein adaptives Verständnis von Kindergrößen bedeutet, diese Unsicherheit mitzudenken. Statt auf einen perfekten Sitz zu setzen, wird bewusst Raum gelassen: für Bewegung, für Wachstum und für Situationen, in denen medizinische Besonderheiten eine Rolle spielen können. Kindergrößen werden dadurch zu einer Orientierung, nicht zu einer Einschränkung.

Gleichzeitig ist die sensorische Gestaltung entscheidend. Selbst korrekt gewählte Kindergrößen können für Neugeborene belastend sein, wenn Nähte, Bündchen oder Spannungen Reize setzen. Sensorisch reduzierte Kleidung vermeidet diese Reize von Anfang an – unabhängig davon, ob ein Kleidungsstück etwas größer oder kleiner ausfällt.

Besonders bei Frühchen zeigt sich, wie wichtig dieses Zusammenspiel ist. Hier wird Kleidung so gestaltet, dass sie über mehrere Entwicklungsschritte hinweg genutzt werden kann, ohne zu verrutschen oder Wärme zu verlieren. Anpassbare Längen, flexible Weiten und durchdachte Öffnungen sorgen dafür, dass ein Kleidungsstück nicht nur für einen Moment passt, sondern begleitet.

Bei Neugeborenen bedeutet adaptiv hingegen nicht zwingend „mitwachsend“, sondern bewusst großzügig geschnitten. Ein wenig mehr Raum an den richtigen Stellen sorgt dafür, dass Kratzschutz lange nutzbar bleibt, nichts spannt, wenn das Baby liegt, und Eltern nicht nach wenigen Wochen erneut vor der Größenfrage stehen.

Kindergrößen verlieren dadurch ihren starren Charakter. Sie werden zu einer Orientierung, die mitdenkt – und genau das ist es, was Neugeborene und Frühchen in dieser frühen Phase wirklich brauchen.

Genau für diese frühe Phase – in der Kindergrößen Orientierung geben sollen, ohne einzuengen – haben wir unsere adaptive Frühchen- und Neugeborenenkleidung entwickelt. Sie ist so gestaltet, dass sie Spielraum lässt, sensorisch ruhig bleibt und sich den besonderen Bedürfnissen der Kleinsten anpasst.

→ Zur adaptiven Frühchenkleidung

Welche Kindergrößen gibt es bei Neugeborenen – und wie ordnet man sie richtig ein?

Kindergrößen für Neugeborene folgen in der Regel keiner Alterslogik, sondern orientieren sich an der Körperlänge des Babys. Trotzdem sorgen genau diese Angaben bei vielen Eltern für Verunsicherung, denn sie wirken präzise – sind in der Praxis aber nur Richtwerte.

Typische Kindergrößen im Neugeborenenbereich sind:

  • Größe 44 – für sehr kleine Neugeborene und Frühchen

  • Größe 50 – für Neugeborene um den errechneten Geburtstermin

  • Größe 56 – für etwas größere oder kräftigere Neugeborene

Diese Einteilung suggeriert, dass sich anhand der Länge eindeutig bestimmen lässt, welche Kindergröße benötigt wird. In Wirklichkeit spielen jedoch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle: Körperproportionen, Muskelspannung, Hautempfindlichkeit und nicht zuletzt individuelle Wachstumsverläufe.

Gerade in den ersten Lebenswochen kann ein Baby innerhalb kurzer Zeit mehrere Zentimeter wachsen – oder zunächst kaum an Länge zulegen. Deshalb ist es völlig normal, dass eine Kindergröße nur kurz passt oder von Anfang an etwas großzügiger gewählt wird. Wichtig ist dabei nicht, dass Kleidung exakt sitzt, sondern dass sie nicht einengt und ihre Schutzfunktion erfüllt.

Kindergrößen als Orientierung – nicht als feste Vorgabe

Kindergrößen bei Neugeborenen sollten immer als Orientierungshilfe verstanden werden. Sie helfen, eine erste Auswahl zu treffen, ersetzen aber nicht den Blick auf Schnitt, Material und Anpassungsfähigkeit. Besonders bei sensiblen Babys kann eine formal passende Größe problematisch sein, wenn sie zu straff sitzt oder Druckpunkte erzeugt.

Deshalb gilt gerade in dieser Phase:
Lieber eine Kindergröße wählen, die Spielraum lässt, als eine, die exakt anliegt, aber Bewegungen oder Atmung einschränkt. Großzügige Schnitte, flexible Weiten und weiche Materialien sorgen dafür, dass Kleidung auch dann angenehm bleibt, wenn sie etwas größer ausfällt.

Besonderheit Frühchen: Wenn klassische Kindergrößen nicht ausreichen

Bei Frühchen stoßen klassische Kindergrößen besonders schnell an ihre Grenzen. Viele Frühgeborene liegen deutlich unter den üblichen Maßangaben für Neugeborene, wachsen aber oft in Schüben. Kleidung muss hier zwei gegensätzliche Anforderungen erfüllen: Sie soll Wärme geben, darf aber nicht rutschen oder verrutschen.

Deshalb wird Frühchenkleidung häufig adaptiv und mitwachsend gestaltet. Anpassbare Längen, flexible Bündchen und variable Weiten ermöglichen es, eine Kindergröße über mehrere Entwicklungsphasen hinweg zu nutzen. So wird verhindert, dass Eltern ständig neu nach der passenden Größe suchen müssen – ein wichtiger Entlastungsfaktor in einer ohnehin herausfordernden Zeit.

Warum Tabellen allein nicht entscheiden sollten

Größentabellen sind hilfreich, um einen Einstieg zu finden. Sie können jedoch nicht abbilden, wie sich ein Baby bewegt, liegt oder auf Reize reagiert. Zwei Babys mit derselben Körperlänge können völlig unterschiedliche Anforderungen an Kleidung haben.

Deshalb lohnt es sich, Kindergrößen immer im Zusammenspiel mit folgenden Fragen zu betrachten:

  • Wie sensibel reagiert mein Baby auf Druck oder Reibung?

  • Wird viel gelegen oder bereits aktiv gestrampelt?

  • Gibt es medizinische Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen?

  • Soll die Kleidung nur kurz oder möglichst über mehrere Wochen nutzbar sein?

Erst diese Einordnung macht Kindergrößen wirklich sinnvoll – besonders bei Neugeborenen und Frühchen.

Kindergrößen und Passform – worauf es in den ersten Wochen wirklich ankommt

In den ersten Wochen nach der Geburt wird Kleidung anders genutzt als später. Neugeborene liegen viel, werden häufig getragen, schlafen lange und bewegen sich noch unkoordiniert. Genau deshalb entscheidet nicht die Kindergröße allein darüber, ob sich Kleidung gut anfühlt – sondern vor allem die Passform im Alltag.

Eine Kindergröße kann auf dem Papier stimmen und dennoch unpraktisch sein, wenn Schnitte zu eng ausfallen, Stoffe spannen oder Details Druck ausüben. Gerade in dieser frühen Phase braucht Kleidung vor allem eines: Ruhe.

Warum „perfekt sitzend“ bei Neugeborenen selten ideal ist

Was bei älteren Kindern sinnvoll erscheint – Kleidung, die nah am Körper sitzt – kann bei Neugeborenen schnell problematisch werden. Zu eng geschnittene Kleidungsstücke:

  • schränken Bewegungen ein

  • erzeugen Druck beim Liegen

  • verstärken Reibung an empfindlichen Stellen

  • lassen wenig Spielraum für Wachstum

Kindergrößen, die bewusst etwas großzügiger gedacht sind, nehmen diesen Druck heraus. Sie ermöglichen es dem Baby, sich zu strecken, die Beine anzuziehen oder die Arme zu bewegen, ohne dass Stoff spannt oder einschneidet.

Baby in weicher, großzügig geschnittener Babykleidung – Kindergrößen mit Bewegungsfreiheit und sensorischem Komfort
Kindergrößen sollten Babys in ihrer Bewegung unterstützen – nicht einengen. Großzügige Schnitte geben Sicherheit und Freiheit zugleich.

Spielraum ist kein Kompromiss, sondern ein Qualitätsmerkmal

Gerade bei sensiblen Neugeborenen wird Spielraum oft mit „zu groß“ verwechselt. Tatsächlich ist Spielraum ein gewolltes Element guter Babykleidung. Er sorgt dafür, dass ein Kleidungsstück:

  • auch in Rücken- oder Seitenlage angenehm bleibt

  • nicht verrutscht, wenn das Baby getragen wird

  • mehrere Wachstumsphasen abdeckt

  • nicht sofort ersetzt werden muss

Kindergrößen erfüllen ihren Zweck dann am besten, wenn sie diesen Spielraum mitdenken – und gleichzeitig so geschnitten sind, dass Wärme und Schutz erhalten bleiben.

Kratzschutz, Bündchen und Nähte: kleine Details mit großer Wirkung

In den ersten Lebenswochen entdecken Babys ihre Hände. Unkontrollierte Bewegungen, plötzliches Strampeln oder Reiben gehören dazu. Kleidung mit integrierten Kratzschutzlösungen kann hier helfen – vorausgesetzt, sie ist so gestaltet, dass sie nicht spannt, wenn das Baby wächst.

Auch Bündchen und Abschlüsse spielen eine zentrale Rolle. Zu straffe Bündchen können Druckstellen hinterlassen oder die Durchblutung beeinträchtigen. Weiche, flexible Abschlüsse hingegen passen sich an, ohne einzuengen – selbst dann, wenn die Kindergröße etwas größer gewählt wurde.

Nähte sind ein weiterer entscheidender Punkt. Besonders beim Liegen wirken sie dauerhaft auf dieselben Hautstellen ein. Außenliegende oder sehr flache Nähte reduzieren Reibung und sorgen dafür, dass Kleidung auch über längere Zeit angenehm bleibt.

Passform bei Frühchen: Wärme halten, ohne einzuengen

Bei Frühchen ist Passform besonders kritisch. Kleidung darf hier weder zu weit sein – um Wärmeverlust zu vermeiden – noch zu eng, um die empfindliche Haut nicht zu belasten. Deshalb wird Frühchenkleidung häufig so gestaltet, dass sie anpassbar ist: in der Länge, in der Weite oder an einzelnen Zonen.

Kindergrößen werden dadurch flexibel nutzbar, ohne ihre Schutzfunktion zu verlieren. Eltern müssen nicht täglich neu einschätzen, ob eine Größe noch passt, sondern können sich darauf verlassen, dass Kleidung Entwicklungsschritte mitgeht.

Passform als Teil der Größenentscheidung verstehen

Die Wahl der richtigen Kindergröße endet nicht bei der Zahl auf dem Etikett. Erst in Kombination mit einer durchdachten Passform wird aus einer Größe eine sinnvolle Entscheidung. Besonders bei Neugeborenen und Frühchen lohnt es sich, weniger auf „exakt passend“ zu achten – und mehr auf das, was dem Baby Raum, Schutz und Geborgenheit gibt.

Kindergrößen erfüllen ihren Zweck dann am besten, wenn sie sich dem Baby anpassen – nicht umgekehrt.

Kindergrößen richtig wählen – praktische Entscheidungshilfen für Eltern

Kindergrößen für die Kleinsten: Was bei Neugeborenen wirklich wichtig ist
Kindergrößen richtig einzuschätzen beginnt mit dem Blick auf das Baby – nicht auf Tabellen.

Wenn es um Kindergrößen bei Neugeborenen geht, wünschen sich viele Eltern vor allem eines: Sicherheit. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist groß – besonders in den ersten Wochen, wenn ohnehin vieles neu und ungewohnt ist. Eine klare Entscheidungshilfe kann hier enorm entlasten.

Die gute Nachricht: Du musst die Kindergröße nicht perfekt treffen. Viel wichtiger ist, typische Fehler zu vermeiden und die Auswahl an den Bedürfnissen deines Babys auszurichten.

Kindergrößen bei Neugeborenen: Diese Fragen helfen bei der Entscheidung

Statt dich ausschließlich an Tabellen zu orientieren, lohnt es sich, vor dem Kauf kurz innezuhalten und folgende Fragen zu stellen:

  • Reagiert mein Baby empfindlich auf Druck, Reibung oder enge Kleidung?

  • Wird viel gelegen oder häufig getragen?

  • Ist mein Baby eher zart gebaut oder kräftiger?

  • Möchte ich die Kleidung möglichst länger nutzen?

  • Gibt es Besonderheiten wie Kratzbedürfnis, Unruhe oder medizinische Anforderungen?

Diese Fragen helfen dabei, Kindergrößen realistisch einzuschätzen – unabhängig von Zentimeterangaben.

Lieber etwas Spielraum als zu knapp gewählt

Ein häufiger Fehler bei der Wahl von Kindergrößen ist es, Kleidung bewusst „passgenau“ zu kaufen. Was logisch klingt, führt in der Praxis oft zu Problemen: Kleidung sitzt schnell zu eng, spannt beim Liegen oder kann nur sehr kurz genutzt werden.

Gerade bei Neugeborenen ist es deshalb meist sinnvoller, eine Kindergröße zu wählen, die etwas Spielraum lässt. Vorausgesetzt, Schnitt und Material sind darauf ausgelegt, bleibt die Kleidung angenehm – ohne zu verrutschen oder Wärme zu verlieren.

Kindergrößen und Hautgefühl zusammen denken

Ein weiterer häufiger Irrtum: Wenn die Kindergröße stimmt, passt auch die Kleidung. Doch besonders bei sensiblen Babys zeigt sich schnell, dass das Hautgefühl entscheidender ist als die Zahl auf dem Etikett.

Achte deshalb darauf, dass Kindergrößen mit folgenden Eigenschaften kombiniert sind:

  • weiche, atmungsaktive Materialien

  • ruhige, großzügige Schnitte

  • flexible Bündchen statt enger Abschlüsse

  • möglichst wenige Reize durch Nähte oder Details

So bleibt Kleidung auch dann angenehm, wenn sie etwas größer ausfällt – oder wenn dein Baby innerhalb kurzer Zeit wächst.

Besonderheit Frühchen: Kindergrößen mitdenken statt ständig neu wählen

Bei Frühchen kann die Größenfrage besonders belastend sein. Wachstum verläuft oft nicht linear, und klassische Kindergrößen greifen hier kaum. Kleidung, die adaptiv und mitwachsend gedacht ist, nimmt Eltern viel Druck ab.

Statt ständig neu einschätzen zu müssen, ob eine Kindergröße noch passt, können Eltern sich darauf verlassen, dass durchdachte Schnitte Entwicklungsspielraum lassen – ohne Kompromisse bei Schutz und Wärme.

Eine einfache Faustregel für die ersten Wochen

Wenn du unsicher bist, welche Kindergröße die richtige ist, hilft diese Faustregel:

Wähle die Kindergröße, die deinem Baby Raum lässt – nicht die, die am knappsten sitzt.

Kindergrößen sollen Orientierung geben, nicht stressen. In den ersten Wochen ist es völlig in Ordnung, wenn Kleidung nicht „perfekt“ sitzt – solange sie schützt, nicht einengt und sich ruhig anfühlt.

Kindergrößen im Übergang – vom Neugeborenen zum nächsten Entwicklungsschritt

Baby in weicher, großzügig geschnittener Babykleidung – Kindergrößen mit Bewegungsfreiheit und sensorischem Komfort
Kindergrößen sollten Babys in ihrer Bewegung unterstützen – nicht einengen. Großzügige Schnitte geben Sicherheit und Freiheit zugleich.

Nach den ersten Wochen verändert sich vieles. Babys werden aktiver, Bewegungen koordinierter, Wachphasen länger. Auch Kleidung wird nun anders wahrgenommen – und Kindergrößen bekommen eine neue Bedeutung.

Während bei Neugeborenen vor allem Spielraum, Ruhe und Hautschutz im Vordergrund stehen, rücken mit zunehmender Aktivität andere Aspekte in den Fokus: Bewegungsfreiheit, Halt und Alltagstauglichkeit. Kindergrößen müssen diese Entwicklung mitgehen, ohne plötzlich einzuengen oder neue Reize zu setzen.

Wichtig ist dabei zu verstehen: Der Übergang verläuft nicht bei allen Babys gleich. Manche wachsen schnell, andere bleiben länger in einer Größe. Kleidung, die sensibel und durchdacht gestaltet ist, erleichtert diesen Wechsel – ohne dass Eltern bei jedem Entwicklungsschritt erneut vor der Größenfrage stehen.

Kindergrößen begleiten diesen Übergang idealerweise leise im Hintergrund. Sie geben Orientierung, ohne den Alltag zu dominieren – genau dann, wenn Babys ihren nächsten Entwicklungsschritt machen.

Kindergrößen sind kein Ziel, das man perfekt treffen muss. Sie sind ein Werkzeug, das Eltern Orientierung geben soll – besonders in einer Phase, in der ohnehin vieles neu ist. Kleidung, die sich dem Baby anpasst, kann hier mehr Sicherheit geben als jede Tabelle.

Autor: Tina

Schwangerschaft, Baby, Familienalltag – ja, das kann manchmal ganz schön turbulent sein. Bei Chill n Feel dreht sich deshalb alles um Positive Vibes, um kleine Auszeiten, Chill-Momente und Wohlfühltipps – immer verbunden mit besonderen Produkten für die Kleinsten. Und wer steckt dahinter? Ich bin Tina, Gründerin von Chill n Feel, Mama von drei Jungs und Träumerin von einer Welt, in der jedes Lebewesen mit Respekt behandelt wird.

Ein Kommentar

  • Mia sagt:

    Servus Martina, vorab vielen Dank für den gelungenen Beitrag zu den Kindergrößen. Die Kleinen wachsen wirklich rasant. Egal, ob Body, Kinderschuhe oder Kindersitz, eine Größentabelle ist immer hilfreich. Bleibt gesund und freue mich auf neue Beiträge.

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