Babyschlaf | Baby nachts richtig anziehen

Wie ziehe ich mein Baby nachts richtig an? Zu warm oder zu kühl kann den Schlaf stören. Hier findest du einfache Tipps nach Raumtemperatur und Jahreszeit – für Neugeborene, Frühchen und Babys mit empfindlicher Haut (z. B. Neurodermitis).

Aktualisiert am 18.02.2026

Inhaltsverzeichnis

Wie ziehe ich mein Baby nachts richtig an? Zu warm oder zu kühl kann den Schlaf stören. Hier findest du einfache Tipps nach Raumtemperatur und Jahreszeit – für Neugeborene, Frühchen und Babys mit empfindlicher Haut (z. B. Neurodermitis).

Mini-Faustregel: Bei 18–20 °C reicht meist ein Langarm-Body plus Schlafsack (je nach Wärmegrad/TOG).

Tipp zum Prüfen: Fühl im Nacken – ist er angenehm warm und trocken, passt es. Kalte Hände sind nachts oft normal.

Wie ziehe ich mein Baby nachts richtig an?

Babyschlaf_Baby nachts richtig anziehen_Chill n Feel
Herrlich atmungsaktiver Erstlingsstrampler aus Pima Baumwolle schenkt süße Träume

Ein Baby nachts richtig anzuziehen ist nicht immer leicht – denn Babys empfinden Wärme oft anders als wir Erwachsene. Gerade in den ersten Monaten ist es wichtig, die Raumtemperatur im Blick zu behalten, um Überhitzung oder Auskühlung zu vermeiden.

Entscheidend ist nicht, wie warm sich Hände oder Füße anfühlen, sondern der Nacken: Ist er angenehm warm und trocken, passt die Kleidung in der Regel gut. Lieber in Schichten denken – zum Beispiel Body plus Schlafsack – statt auf dicke Decken zu setzen.

Für Neugeborene, Frühchen und Babys mit empfindlicher Haut (z. B. bei Neurodermitis) spielt außerdem die Materialwahl eine wichtige Rolle. Weiche, atmungsaktive Stoffe ohne kratzende Nähte unterstützen einen ruhigen, entspannten Schlaf – besonders bei sensibler Babyhaut.

Schlafen wie ein Engel, dank Zwiebelprinzip

Das Zwiebelprinzip ist eine bewährte Methode, um dein Baby nachts passend anzuziehen. Statt einer dicken Schicht werden mehrere dünne Kleidungslagen übereinander getragen. So kannst du flexibel auf Temperaturveränderungen reagieren – und die Körperwärme bleibt besser im Gleichgewicht.

Gerade bei Neugeborenen und Frühchen ist das besonders wichtig, da sie ihre Temperatur noch nicht zuverlässig selbst regulieren können. Auch bei empfindlicher Haut hilft das Schichtenprinzip, weil einzelne Lagen bei Bedarf angepasst werden können, ohne dass das Baby überhitzt oder friert.

Warum das Zwiebelprinzip so sinnvoll ist:

  • Frühchen: Da Frühchen schneller auskühlen, sind mehrere atmungsaktive Schichten ideal. So kannst du bei Bedarf eine Lage ergänzen oder entfernen, ohne das Baby komplett umzuziehen.

    Babys mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis: Mehrere weiche, hautfreundliche Lagen reduzieren Reibung und helfen, Temperaturschwankungen auszugleichen. Wichtig sind atmungsaktive Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können.

Mini-Checkliste: Baby nachts richtig anziehen

  • Raumtemperatur prüfen: ideal sind häufig 16–20 °C (je nach Baby und Jahreszeit).
  • Schichten statt dick: Body + Schlafanzug/Strampler + Schlafsack (Zwiebelprinzip).
  • Nacken-Test: angenehm warm & trocken = passend. Schweißig = zu warm, kühl = ggf. eine Lage mehr.
  • Hände/Füße nicht überbewerten: die sind nachts oft kühler, obwohl dem Baby warm genug ist.
  • Reibung vermeiden: weiche, atmungsaktive Stoffe und nichts, was kratzt oder scheuert – besonders bei sensibler Haut.

Tipp: Wenn dein Baby unruhig schläft, lohnt sich ein kurzer Check von Raumtemperatur und Nacken – oft ist die Lösung ganz einfach.

Beispiel für das Zwiebelprinzip (Sommernacht)

Für eine warme Sommernacht (ca. 20–24 °C Raumtemperatur) kannst du dein Baby so anziehen:

1. Basisschicht:
Ein leichter Kurzarm- oder Wickelbody aus atmungsaktiver Baumwolle.

2. Zweite Schicht (optional):
Ein dünner Strampler oder Schlafanzug, wenn dein Baby schnell auskühlt oder die Temperatur nachts schwankt.

3. Schlafsack statt Decke:
Ein leichter Sommerschlafsack (niedriger TOG-Wert) sorgt für sichere Wärme – ohne Verrutsch-Risiko.

4. Mütze?
Im Sommer in beheizten Räumen meist nicht nötig. Bei sehr kleinen Frühchen kann sie sinnvoll sein – immer individuell beurteilen.

💡 Tipp

Eine dünne Baumwollunterlage im Bettchen kann Feuchtigkeit regulieren – sollte jedoch keine zusätzliche Wärmeschicht ersetzen.

⚠ Hinweis

Vermeide schwere oder dicke Materialien in Sommernächten. Tierische Fasern können bei empfindlicher Haut reizen und sind bei höheren Temperaturen oft zu warm.

Je nach Raumtemperatur kann die Kombination leicht variieren. Im nächsten Abschnitt findest du konkrete Empfehlungen für kühlere Nächte

Warm/Kalt-Test für Babys: Nackentest, Hauttest, Fußtest und Schlaftest – so erkennst du, ob dein Baby nachts richtig angezogen ist

Warm/Kalt-Test für Babys

Ein einfacher Warm/Kalt-Test hilft dir herauszufinden, ob dein Baby nachts richtig angezogen ist. Am zuverlässigsten ist der Nackentest: Fühl im Nacken deines Babys nach.

  • Kühl oder klamm: häufig hilft eine zusätzliche Schicht.
  • Sehr warm & feucht: dein Baby ist möglicherweise zu warm angezogen.
  • Warm & trocken: alles passt – genau richtig.

Merke: Hände und Füße fühlen sich nachts oft kühler an. Der Nacken ist die beste Orientierung, um dein Baby nachts richtig anzuziehen.

18 oder 35 Grad? So ziehst du dein Baby nachts richtig an

Die optimale Schlafkleidung hängt von der Raumtemperatur ab. Während es in gut isolierten Wohnungen im Winter angenehm warm bleibt, können Dachgeschosswohnungen im Sommer schnell überhitzen. Da Babys ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können wie Erwachsene, reagieren sie empfindlicher auf Hitze und Kälte.

Typische Fragen, die Eltern beschäftigen

  • Wie warm sollte das Zimmer sein?
  • Kann mein Baby auch in der Sommerhitze gut schlafen?
  • Wie viele Schichten sind bei kalten Winternächten sinnvoll?
  • Welche Materialien verhindern Überhitzung und Hautreizungen?

Hinweis für Neugeborene und Frühchen

Neugeborene und Frühchen verlieren schneller Wärme als ältere Babys. Eine Windel mit leichtem Body reicht daher meist nicht aus – plane oft eine zusätzliche Schicht ein.

💡 Tipp: Frühchen brauchen in der Regel eine Schicht mehr als ältere Babys.

Tipp für kalte Winterabende in Altbauwohnungen

In Altbauwohnungen kühlt es oft schneller aus. Ein langärmliger Strampler, ein wärmerer Schlafsack oder eine zusätzliche dünne Schicht für die Körpermitte können helfen, dein Baby warm zu halten.

TOG-Wert verstehen - so findest du den richtigen Schlafsack fürs Babys

Der TOG-Wert ist eine einfache Orientierung, wie warm ein Schlafsack „isoliert“. Besonders bei Neugeborenen und in den ersten Lebensmonaten kann das helfen, Überhitzung oder Auskühlung zu vermeiden.

Was ist ein TOG-Wert?

TOG („Thermal Overall Grade“) beschreibt, wie gut ein Textil Wärme speichert: je höher der TOG-Wert, desto wärmer.

TOG-Übersicht (grobe Orientierung)

  • 0,2–0,5 TOG: sehr leicht – für warme Nächte (oft > 24 °C).
  • 1,0–1,5 TOG: mittel – für gemäßigte Temperaturen (ca. 20–24 °C).
  • 2,5 TOG und mehr: warm – für kühlere Räume (ca. 16–20 °C).

Tipp: Kombiniere den Schlafsack immer mit der passenden Basisschicht (z. B. Body/Strampler) – und prüfe zwischendurch mit dem Nackentest, ob es wirklich passt.

Du möchtest genauer wissen, wie du TOG-Werte im Alltag kombinierst und welche Kleidung bei welcher Raumtemperatur sinnvoll ist? Dann lies hier weiter: Was verrät TOG bei Baby Schlafsäcken?

Schlafkleidung fürs Baby richtig kombinieren

Neben dem passenden Schlafsack ist vor allem die richtige Kombination aus Kleidung und Raumtemperatur entscheidend. Wie viele Schichten dein Baby nachts braucht, hängt immer davon ab, wie warm oder kühl das Schlafzimmer ist.

Diese Temperatur-Übersicht zeigt dir auf einen Blick, was dein Baby bei 18, 20 oder 24 Grad tragen sollte – ganz ohne komplizierte TOG-Berechnungen.

Temperatur-Tabelle: Baby nachts richtig anziehen – Übersicht nach Raumtemperatur

Temperatur-Tabelle: Baby nachts richtig anziehen

Diese Übersicht hilft dir, die Schlafkleidung deines Babys nach Raumtemperatur schnell passend zu kombinieren – von sehr warmen Nächten bis zu kühlen Schlafzimmern.

  • Auf einen Blick: Welche Kombination aus Body, Strampler & Schlafsack sinnvoll ist.
  • Praktisch für den Alltag: ideal zum Speichern oder Ausdrucken.
  • Tipp: Prüfe zusätzlich mit dem Nackentest (warm & trocken = passend).
Hinweis: Jedes Baby ist individuell. Wenn dein Baby schwitzt (Nacken feucht) → eher eine Schicht weniger. Ist der Nacken kühl → eher eine Schicht mehr.

Baby nachts richtig anziehen – für einen ruhigen, sicheren Schlaf

Baby nachts richtig anzuziehen ist besonders in den ersten Lebensmonaten wichtig. Neugeborene, Frühchen und Babys mit empfindlicher Haut – etwa bei Neurodermitis – können ihre Körpertemperatur noch nicht zuverlässig selbst regulieren. Eine gut abgestimmte Schlafkleidung unterstützt daher einen ruhigen und sicheren Schlaf.

💚 Ab etwa 6 Monaten können viele Babys ihre Temperatur besser selbst regulieren. Dann kannst du dich oft an deinem eigenen Wärmeempfinden orientieren.

Fühlst du dich mit einer bestimmten Kleidungsschicht wohl, wird es deinem Baby meist ähnlich gehen.


Trotzdem ist jedes Baby individuell. Besonders bewährt hat sich der Nackentest:

  • Kühl: eine zusätzliche Schicht kann sinnvoll sein.
  • Sehr warm oder feucht: dein Baby ist wahrscheinlich zu warm angezogen.
Frühchen-Body aus Bio-Pima Baumwolle mit Nabelschutz – weich, atmungsaktiv und bauchfreundlich

Perfekt als Basisschicht bei kühleren Nächten

Wickelbody aus Bio-Pima Baumwolle

Ein atmungsaktiver Body ist oft die entscheidende zusätzliche Schicht. Unser Body aus besonders weicher Bio-Pima Baumwolle schützt empfindliche Haut, liegt sanft am Bauch an und bietet durch den durchdachten Schnitt extra Komfort – gerade in den ersten Wochen.

Zum Body
Tipp: Wenn sich der Nacken deines Babys kühl anfühlt, kann ein Body als zusätzliche Basisschicht helfen, die Körpermitte angenehm warm zu halten.

Sommerbaby: Leicht, luftig und gut geschützt schlafen

Langarm-Body aus Pima Baumwolle mit Sommer-Oktopus – natürliche Babykleidung für heiße Nächte
Baby nachts richtig anziehen im Sommer: Leichter Wickelbody aus Pima Baumwolle und ein beruhigender Oktopus – natürlich, atmungsaktiv, babyfreundlich.

Wenn die Nächte heiß sind, braucht dein Baby vor allem atmungsaktive, leichte Kleidung. Besonders Neugeborene und Frühchen können ihre Temperatur noch nicht zuverlässig regulieren – deshalb ist eine gut abgestimmte Kombination wichtig.

Für Neugeborene und Frühchen

In heißen Sommernächten benötigen Neugeborene und Frühchen besonders leichte, atmungsaktive Kleidung. Da sie ihre Körpertemperatur noch nicht zuverlässig selbst regulieren können, ist eine gut abgestimmte Kombination entscheidend.

Nachts: Ein leichter Wickel- oder Langarmbody in Kombination mit einem dünnen Sommerschlafsack schützt vor Zugluft, ohne zu überhitzen.

Tagsüber (nur unter Aufsicht): Bei sehr warmen Temperaturen kann dein Baby auch nur im Body ruhen. Eine leichte Sommerdecke sollte ausschließlich unter Aufsicht verwendet werden.


Bei Neurodermitis

Babys mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis profitieren besonders von weichen, atmungsaktiven Materialien und möglichst reibungsarmer Kleidung.

Nachts: Ein leichter Langarmbody mit Kratzschutz kann unbewusstes Kratzen im Schlaf reduzieren. Kombiniert mit einem atmungsaktiven Sommerschlafsack bleibt die Temperatur ausgeglichen.

Tagsüber: Nahtarme oder außenvernähte Kleidung aus hautfreundlichen Materialien hilft, Reibung zu vermeiden. Kratzschutz sollte tagsüber nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich notwendig ist – etwa bei starkem Juckreiz.

Frühlings- und Herbstbaby: Warm halten – ohne zu überhitzen

In den Übergangszeiten wie Frühling und Herbst schwanken die Temperaturen oft stark: Tagsüber ist es mild, nachts kühlt es spürbar ab. Gerade Neugeborene, Frühchen und Babys mit sensibler Haut benötigen deshalb eine gut abgestimmte Kombination aus mehreren leichten Schichten. So bleibt dein Baby angenehm warm – ohne zu überhitzen.

Für Neugeborene und Frühchen

In kühleren Nächten sorgen mehrere atmungsaktive Schichten für gleichmäßige Wärme.

Nachts:

  • Kurzarmbody + Strampler + gefütterter Schlafsack: Für stabile, angenehme Wärme.
  • Alternative: Langarmbody + Hose + Schlafsack mit Zugband – ideal für Babys, die mehr Bewegungsfreiheit mögen.

Tagsüber:

  • Kurz- oder Langarmbody + bequemer Strampler für milde Raumtemperaturen.

Tipp: Achte auf atmungsaktive Naturmaterialien, um Hitzestau zu vermeiden.


Bei Neurodermitis

Babys mit empfindlicher Haut benötigen besonders reibungsarme, weiche Kleidung.

Nachts: Langarmbody mit integriertem Kratzschutz in Kombination mit einem temperaturausgleichenden Schlafsack.

Wichtig: Kratzschutz nachts möglichst konsequent einsetzen, da im Schlaf häufig unbewusst gekratzt wird.

Tagsüber:

  • Nahtarme oder außenvernähte Kleidung aus hautfreundlichen Naturmaterialien.
  • Möglichst wenig synthetische Stoffe.
  • Kratzschutz nur bei Bedarf – etwa bei starkem Juckreiz.

Tagsüber sollte dein Baby seine Hände frei bewegen können, um die Umgebung zu entdecken.

Frühchen-Mütze aus Bio-Pima Baumwolle – weich, atmungsaktiv und ideal für zarte Köpfchen

Passend bei kühlen Nächten & für sehr kleine Babys

Mütze aus Bio-Pima Baumwolle

Eine leichte Mütze kann bei Babys und in den ersten Wochen helfen, Wärmeverluste über den Kopf zu reduzieren – besonders wenn das Schlafzimmer eher kühl ist.

Zur Frühchen-Mütze
Hinweis: Ob eine Mütze nachts sinnvoll ist, hängt vom Baby und der Raumtemperatur ab. Am besten regelmäßig im Nacken prüfen (warm & trocken = passend).

Winter-Baby: Kuschelig und warm schlafen

Wenn es draußen friert und die Raumtemperatur nachts oft sinkt, ist die richtige Schlafkleidung für Winterbabys besonders wichtig. Mehrere atmungsaktive Schichten helfen dabei, dein Baby angenehm warm zu halten – ohne Hitzestau.

Für Neugeborene und Frühchen

Im Winter ist das Schichtenprinzip besonders hilfreich: So bleibt dein Baby warm, ohne dass sich Wärme staut.

Nachts:

  • Basisschicht: langärmeliger Body (weich, atmungsaktiv).
  • Zwischenschicht: Strampler oder Schlafanzug für zusätzliche Wärme.
  • Außenschicht: warmer Schlafsack oder Strampelsack (z. B. mit Zugband), der warm hält und gleichzeitig Luftzirkulation zulässt.
  • Kopfbedeckung: In den ersten Monaten kann eine leichte Mütze sinnvoll sein, um Wärmeverlust über den Kopf zu reduzieren (immer individuell prüfen).

Tipp: Auch im Winter sollte die Raumtemperatur häufig zwischen 16 und 18 °C liegen – zu viel Wärme kann zu Hitzestau führen.

Tagsüber:

  • Langarmbody + Strampler: Für wache Phasen oder Nickerchen im gut geheizten Raum reichen oft zwei atmungsaktive Schichten.
  • Alternative (nur unter Aufsicht): Langarmbody + leichte Decke für kurze Schlafphasen bei direkter Beobachtung.

Hinweis: Achte auf weiche, atmungsaktive Materialien, damit die Haut nicht unnötig schwitzt oder gereizt wird.


Bei Neurodermitis

Bei Neurodermitis ist im Winter eine reibungsarme, atmungsaktive Mehrlagen-Kombination hilfreich – damit die Haut geschützt bleibt, ohne dass es zu warm wird.

Nachts: Langarmbody mit Kratzschutz + Strampler + warmer Schlafsack oder Strampelsack.

Wichtig: Kratzschutz nachts möglichst konsequent nutzen, da im Schlaf oft unbewusst gekratzt wird.

Tagsüber:

  • Nahtarme oder außenvernähte Kleidung aus hautfreundlichen Materialien.
  • Möglichst wenig synthetische Stoffe, wenn diese die Haut reizen.
  • Optionaler Kratzschutz nur bei Bedarf – z. B. in akuten Juckreizphasen.

Tagsüber Kratzschutz nur einsetzen, wenn es wirklich notwendig ist – sonst sollten Hände und Füße frei bleiben, damit dein Baby seine Umgebung entdecken kann.

Was ziehe ich meinem Baby nachts an?

Die einfache Temperatur-Übersicht hilft dir, die Schlafkleidung nach Raumtemperatur schnell richtig zu kombinieren.

Temperatur-Übersicht: Was ziehe ich meinem Baby nachts an? Kleidungsempfehlungen nach Raumtemperatur

Tipp: Der Nacken ist der beste Check – warm & trocken = passend.

Vorsicht vor Überhitzung und Unterkühlung

Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so zuverlässig regulieren wie Erwachsene. Deshalb lohnt sich ein kurzer Check: Weder frieren noch schwitzen – das ist das Ziel.

Unterkühlung vermeiden

  • Zugluft & offene Fenster vermeiden (auch „Kippfenster“ kann auskühlen).
  • Kalte Böden: Bett nicht direkt an Außenwand/Fenster.
  • Wenn der Nacken kühl ist: meist hilft eine Schicht mehr.

Überhitzung vermeiden

  • Zu viele Schichten können zu Hitzestau führen.
  • Wenn der Nacken sehr warm oder feucht ist: eher eine Schicht weniger.
  • Setze nachts lieber auf Schlafsack statt Decke (sicherer, verrutscht nicht).

💡 Schnelltest: Fühl im Nacken (nicht an Händen/Füßen). Warm & trocken = passend. Kühl = oft eine Schicht mehr. Sehr warm/feucht = eher eine Schicht weniger.

Hinweis: Atmungsaktive, hautfreundliche Materialien unterstützen ein ausgeglichenes Schlafklima – besonders bei sensibler Haut.

Was sollte ich beim Kauf von Schlafkleidung beachten?

Wenn du willst, dass dein Baby ruhig schläft, lohnt sich bei Nachtkleidung ein genauer Blick auf Material und Verarbeitung. Diese Punkte machen den größten Unterschied – besonders bei Neugeborenen, Frühchen und sensibler Haut.

  • Atmungsaktiv & temperaturausgleichend: hilft, Hitzestau zu vermeiden und Feuchtigkeit besser zu regulieren.
  • Reibungsarm verarbeitet: flache oder außenliegende Nähte und keine kratzenden Etiketten entlasten empfindliche Haut.
  • Sicher & praktisch: Schlafsack statt Decke – und Schnitte, die nächtliches Wickeln leichter machen.
  • Kratzschutz bei Bedarf: gerade nachts bei Neurodermitis kann das unbewusstes Kratzen reduzieren.
  • Ehrliche Qualität: gerade in den ersten Monaten lohnt sich hautfreundliche Bio-Qualität, weil Babyhaut sehr fein und durchlässig ist.

Wenn du nur eine Sache testest: Der Nackentest entscheidet – warm & trocken = passend.

Mara wird schnell unruhig, wenn etwas drückt oder kratzt → achte auf außenliegende/flache Nähte und etikettenfreie Lösungen. Sensitive Schlafkleidung entdecken

Lena schwitzt nachts leicht → setze auf atmungsaktive Naturfasern und lieber Schichten, die du schnell anpassen kannst. Leichte Nacht-Basics ansehen

Teo kratzt sich nachts im Schlaf → nachts kann Kratzschutz entlasten, tagsüber nur bei Bedarf. Kratzschutz-Lösungen entdecken

Das optimale Schlafklima für dein Baby

Neben der Frage „Wie ziehe ich mein Baby nachts richtig an?“ spielt auch das Raumklima im Babyzimmer eine entscheidende Rolle für ruhigen, erholsamen Schlaf.

Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht zuverlässig selbst regulieren. Ihr kleiner Körper reagiert sensibel auf trockene Heizungsluft, auf Zug, auf hohe Luftfeuchtigkeit oder starke Temperaturschwankungen. Was für uns noch angenehm wirkt, kann für sie bereits belastend sein.

Gerade im Winter wird die Luft durch das Heizen schnell zu trocken. Gleichzeitig kann falsches Lüften dazu führen, dass sich Feuchtigkeit staut. Beides bringt das empfindliche Gleichgewicht durcheinander.

Ideal ist nachts eine Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad, tagsüber etwas höher. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich im Bereich von etwa 40 bis 60 Prozent bewegen. In diesem Rahmen entsteht ein angenehmes, hautfreundliches Schlafklima – nicht zu warm, nicht zu feucht, nicht zu trocken.

Wie erkenne ich, ob die Luft passt?

Ob ein Raum zu trocken oder zu feucht ist, lässt sich kaum zuverlässig „erspüren“. Ein kleines Hygrometer schafft hier Klarheit. Es misst die relative Luftfeuchtigkeit und zeigt dir schnell, ob Handlungsbedarf besteht.

Besonders hilfreich ist so ein Gerät in der Heizperiode, bei Babys mit empfindlicher Haut oder wenn dein Kind häufiger eine verstopfte Nase hat. Auch bei Neurodermitis lohnt sich ein genauer Blick auf das Raumklima.

Wenn die Luft zu trocken ist

Zu trockene Raumluft kann Schleimhäute reizen, Husten fördern und die Haut zusätzlich austrocknen. Bei Babys mit Neurodermitis kann das sogar Schübe begünstigen.

Bevor du etwas veränderst, wirf einen Blick auf das Hygrometer. Liegt der Wert dauerhaft unter 40 Prozent, kannst du sanft gegensteuern – zum Beispiel mit regelmäßigem Stoßlüften, feuchten Tüchern über der Heizung oder geeigneten, ungiftigen Zimmerpflanzen.

Elektrische Luftbefeuchter können unterstützen, erfordern aber sorgfältige Reinigung. Ohne gute Hygiene können sich Keime verbreiten – deshalb hier bitte besonders aufmerksam sein.

Wenn die Luft zu feucht ist

Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit – also über etwa 60 bis 65 Prozent – begünstigt Schimmelbildung und Hausstaubmilben. Schimmelsporen reizen die Atemwege, Milben können bei empfindlichen Babys zusätzlichen Juckreiz auslösen.

Das Ziel ist deshalb immer ein ausgeglichenes Klima. Nicht extrem in die eine oder andere Richtung, sondern sanft reguliert.

Richtig lüften – einfach und wirksam

Das effektivste Mittel für ein gesundes Raumklima ist regelmäßiges Stoßlüften. Dabei werden die Fenster für einige Minuten vollständig geöffnet, sodass ein kurzer Durchzug entsteht. Währenddessen bringst du dein Baby am besten in einen warmen, zugfreien Raum.

Dauerhaft gekippte Fenster sind weniger sinnvoll: Die Wände kühlen aus, Energie geht verloren und das Schimmelrisiko steigt. Mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten richtiges Lüften reichen völlig aus.

Und am Ende zählt das Zusammenspiel

Ein gutes Schlafklima bedeutet: nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu trocken und nicht zu feucht.

In Kombination mit atmungsaktiver, temperaturausgleichender Kleidung schaffst du damit die besten Voraussetzungen für ruhige Nächte – und für eine Haut, die sich entspannen darf.

Autor: Tina

Schwangerschaft, Baby, Familienalltag – ja, das kann manchmal ganz schön turbulent sein. Bei Chill n Feel dreht sich deshalb alles um Positive Vibes, um kleine Auszeiten, Chill-Momente und Wohlfühltipps – immer verbunden mit besonderen Produkten für die Kleinsten. Und wer steckt dahinter? Ich bin Tina, Gründerin von Chill n Feel, Mama von drei Jungs und Träumerin von einer Welt, in der jedes Lebewesen mit Respekt behandelt wird.

6 Kommentare

  • Pawel Pajak sagt:

    Ich möchte mein 8 monate altes Baby nackig im Schlafzimmer bei 23 Grad 15-30 Minuten spielen lassen. Ist das in Ordnung oder muss es wärmer sein? Vielen Dank vorab für Ihre antwort
    Lg Papa von Sofia 🙂

    • Martina sagt:

      Hallo! Das ist eine schwierige Frage. Bei PEKIP-Kursen spielen Babys im ersten Lebensjahr ca. 40 Minuten nackig. Die durchschnittliche Raumtemperatur liegt da bei 26 Grad. Ich kann mich nur auf die Erfahrungswerte dieser Form der Babykurse stützen. Kann schon sein, dass es Sofia bei 23 Grad schnell etwas kühl wird. Ich würde es (ohne Gewähr!) einfach einmal ein paar Minuten ausprobieren. Auf jeden Fall würde ich für einen warmen Untergrund sorgen (z.B. ein Handtuch, eine Kuscheldecke oder eine Isomatte mit Handtuch drauf). Bitte unbedingt darauf achten, dass Sofia nicht Zugluft erwischt. Beobachte sie, taste an ihren Nacken und schau ob dieser angenehm warm ist. Leichte Söckchen schaden vielleicht nicht. Ich denke, du kennst Sofia als Papa am besten. Jedes Baby hat schließlich ein etwas anderes Kälte-/Wärmeempfinden. Beobachte sie und achte auf ihre Zeichen. Wenn du unsicher bist, dann warte doch einfach etwas wärmere Tage ab, an denen die Zimmertemperatur noch 2-3 Grad mehr anzeigt. Auch jeden Fall ist nackig strampeln super, das wird ihr bestimmt große Freude bereiten 🙂

  • Pia sagt:

    Vielen lieben Dank für den informativen Artikel und Podcast! Bei uns hat es zur Zeit im Schlafzimmer 26/27 Grad, wenn wir den Kleinen ins Bett bringen und es kühlt dann über Nacht runter bis auf 19 Grad. Nach der Infografik würde anfangs ein Kurzarmbody reichen und später bräuchte er Langarmbody, Schlafanzug u Schlafsack… Wie würdest Du damit umgehen? Vielen lieben Dank im Voraus und schöne Grüße

    • Martina sagt:

      Liebe Pia! Wie alt ist euer Baby denn? Die Infografik dient als grobe Richtlinie für das ganze Jahr. 19 Grad hat es oftmals auch im Winter im Schlafzimmer. Du wirst dein Baby vermutlich nicht mitten in der Nacht noch einmal umziehen. Daher würde ich dir folgendes raten. In den ersten drei Monaten immer etwas mehr Kleidung als du selbst trägst. Ein Kurzarmbody allein ist hier meist nicht ausreichend. Ab dem 4. Lebensmonat kühlen Babys dann erfahrungsgemäß nicht mehr gar so schnell aus. Und doch, wenn die Temperaturen nachts auf 19 Grad runter gehen, dann würde ich zu einem atmungsaktiven Langarmbody und einem leichten, ärmellosen Schlafsack tendieren. Das wichtigste ist hier sicherlich der Nackentest. Schau in den ersten Nächten immer mal wieder, ob sich der Nacken wohl temperiert anfühlt. Darüber schreibe ich auch in dem Beitrag. Dein Baby ist einzigartig und keiner wird dir ein Patentrezept geben können. Das A und O ist Kleidung aus Naturfasern, ein möglichst frei geräumter Schlafplatz (ohne viele Kissen und Kuscheltiere im Bett) und eine gute Belüftung (vorm Zubettgehen nochmals richtig gut durchlüften). Und um nochmals kurz auf die Infografik zurückzukommen. Es gibt Wohnungen, die sind auch nachts sehr heiß und die Temperatur fällt nicht unter 26/27 Grad. In solch warmen Schlafumgebungen reicht manchmal wirklich ein Kurzarmbody. Allerdings sind so heiße Nächte in unseren Breitengraden eher die Ausnahmen ;). Ich hoffe, damit konnte ich dir ein wenig weiterhelfen. Sonst schreib gerne nochmal. Lieber Gruß, Martina

  • Sevgi Brüning sagt:

    Hallo,

    unsere Tochter ist jetzt fast 1 Jahr alt und wir wissen noch immer nicht, was wir ihr nachts anziehen sollen. Das ist von Anfang an unser Problem. Wir haben verschiedene Schlafsäcke ausprobiert; unterschiedliche Marken bzw. Preisklassen, mit und ohne Bein, etc.
    Wi machen auch immer den Nackentest: wenn wir sie schlafen legen, schwitzt sie momentan viel. Ich sage immer Stressschwitzen dazu 🫤🫤. Dann legen wir sie in ihr Bett und sie schläft irgendwann ein. Über den Monitor beobachten wir aber, wie unruhig sie ist. In den paar Stunden, bis wir dann zu Bett gehen, dreht sie sich immer hin und her. Ist kurz hell wach, schläft dann wieder ein, dann wieder unruhig und weint. Das ist nur noch so im Moment. Klar kann es nur ne Phase sein jetzt oder ein Wachstumsschub; vielleicht kann sie die vielen Eindrücke auch schlecht verarbeiten…
    Aber was auch immer: der Nacken ist immer sehr kühl, fast schon zu kalt. Wir haben im Zimmer leider 24 bis 25 Grad. Kühler kriegen wir das Schlafzimmer nicht. Unserer Maus ziehen wir einen 0,5 Tog Schlafsack an und darunter einen Kurzarmbody. Ist ihr dann zu kalt oder zu warm, dass der Schweiß dann kalt geworden ist am Nacken??? Wir sind echt verzweifelt. Mein Mann sagt zu warm, ich sage zu kalt 😫😫😵‍💫😵‍💫
    Würde mich auf Ihre Antwor freuen. Vielen Dank.

    • Martina sagt:

      Hallo Sevgi, hm, das ist etwas kniffelig, denn bei jedem Baby ist das natürlich individuell ganz unterschiedlich. Schwitzt euer Baby denn generell eher viel? Und wie lange beschäftigt euch das Thema Zu-Warm/Zu-Kalt denn schon? Um 1 Jahr rum passiert sehr viel. Läuft eure Tochter denn schon? Von meinem Jungs weiß ich, dass gerade die motorischen Entwicklung zu sehr unruhigen Nächten geführt haben. Ganz so, als würden sie im Schlaf weiterlaufen wollen ;). Dass sich der Nacken kalt anfühlt und das bei einer Raumtemperatur von 25 Grad, das könnte bedeuten, dass sie geschwitzt hat. Mein Sohn ist in etwa so alt wie eure Tochter und auch bei uns ist es nachts zeitweise sehr sehr warm. Ich ziehe ihm dann manchmal nur einen Kurzarmbody an und bedecke den Körper mit einem dünnen Baumwolltuch. Das reicht ihm. Vielleicht wäre es einmal einen Versuch wert, den Schlafsack an besonders heißen Nächten wegzulassen. Wichtig hier: ich bin selbst „nur“ Mama und kann einzig aus eigener Erfahrung sprechen. Wenn ihr unsicher seid und ihr das Gefühl habt, die Nächte sind für eure Tochter belastend, dann fragt sicherheitshalber bei eurer Hebamme oder beim Kinderarzt nach. Ganz lieber Gruß und alles Gute, Martina

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