Es juckt und juckt – und dein Baby findet einfach keinen Schlaf?
Neurodermitis-Juckreiz kann den Familienalltag extrem belasten. In diesem Beitrag erfährst du, warum der Juckreiz entsteht, was ihn verschlimmert – und wie du ihn ganz konkret lindern kannst: mit Alltagstipps, Kleidung, Schlafumgebung und bewährten SOS-Maßnahmen. Inklusive Podcast mit praktischen Tipps für ruhigere Nächte.
Inhaltsverzeichnis
Schlafräuber: Neurodermitis Juckreiz
Am schlimmsten sind oft die Nächte.
Viele Eltern berichten, dass sie abends oder nachts die Hände ihres Babys festhalten müssen, weil der Juckreiz kaum auszuhalten ist. Immer wieder kratzen die kleinen Hände an bereits offenen Stellen – trotz Erschöpfung, trotz Müdigkeit.
Der Neurodermitis-Juckreiz, den entzündete Ekzeme auslösen, kann quälend sein – für das Kind genauso wie für die ganze Familie. Medikamente bringen manchmal kurzfristige Linderung, doch häufig kehren die Symptome nach einiger Zeit zurück. Zurück bleiben schlaflose Nächte, Tränen und das Gefühl, machtlos zu sein.
Genau hier setzt dieser Beitrag an: Juckreiz verstehen, gezielt lindern und den Kratz-Juckreiz-Kreislauf durchbrechen – mit alltagstauglichen, sanften Maßnahmen.
Besonders nachts verstärkt sich der Juckreiz. Warum das so ist – und wie du dein Kind besser durch die Nacht begleiten kannst – erfährst du hier: Schlafräuber Neurodermitis: so schläft dein Baby besser
„Ließe sich der quälende Juckreiz bloß wegzaubern …“
Solche Sätze hören wir häufig in Gesprächen mit betroffenen Familien. Viele Eltern von Babys mit Neurodermitis melden sich bei uns, weil ihnen Pima Baumwolle zur Juckreizlinderung empfohlen wurde – und weil sie nach Orientierung suchen:
Was hilft wirklich? Was kann ich im Alltag tun?
Für viele Familien besonders belastend: stark betroffene Kopfhaut mit offenen Stellen, Nässen und manchmal sogar Geruch. Neurodermitis ist nicht heilbar – doch gezielte Maßnahmen können helfen, den Juckreiz zu lindern und die Haut beim Abheilen zu unterstützen.
Die Kopfhaut von Babys mit Neurodermitis ist oft extrem empfindlich – manchmal reicht schon minimale Reibung, um den Juckreiz zu verstärken.
➜ Neurodermitis an der Kopfhaut: Ursachen & sanfte Hilfe
Was sind Ekzeme?
Ekzeme sind entzündliche Hautveränderungen, die mit Rötungen, Schwellungen, Brennen und vor allem starkem Juckreiz einhergehen.
Bei der atopischen Dermatitis (Neurodermitis) ist die Hautbarriere dauerhaft gestört. Die Haut verliert zu viel Feuchtigkeit, wird trocken und empfindlich – Ekzeme treten schubweise immer wieder auf. Besonders häufig betroffen sind Babys und Kleinkinder.
Die genauen Ursachen von Neurodermitis sind noch nicht abschließend geklärt. Bekannt ist jedoch der Zusammenhang mit dem sogenannten atopischen Formenkreis, zu dem unter anderem Heuschnupfen und Asthma gehören.
Sind Eltern von einer oder mehreren dieser Erkrankungen betroffen, steigt auch das Neurodermitis-Risiko für das Kind.
Ekzeme zeigen sich oft bereits in den ersten Lebensjahren. Viele Kinder erleben ihre stärksten Schübe zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr. Die gute Nachricht: Ein großer Teil der Kinder „verwächst“ die Neurodermitis wieder – manche Symptome verschwinden bis zum Schulalter. In einigen Fällen bleibt die Haut jedoch langfristig sensibel.
Um Ekzeme möglichst früh in den Griff zu bekommen, ist es entscheidend zu verstehen, was die Haut braucht, was sie reizt – und wie sich neue Schübe rechtzeitig abmildern lassen.
In unserem Überblick erfährst du alles Wichtige zu Ursachen, typischen Schüben und dem Alltag mit Neurodermitis.
➜ Neurodermitis bei Babys & Kleinkindern – verständlich erklärt
Wie erkenne ich Ekzeme?
Ekzeme zeigen sich meist als rote, heiße, sehr trockene und stark juckende Hautstellen. Die betroffenen Bereiche wirken gereizt oder entzündet und können Teile des Körpers betreffen.
Besonders bei Babys und kleinen Kindern können Ekzeme am ganzen Körper auftreten – häufig:
- an der Kopfhaut
- im Gesicht
- in den Arm- und Kniebeugen
- am Bauch oder an den Beinen
Je nach Entzündungsgrad der Haut können Ekzeme mild, moderat oder stark ausgeprägt sein.
Besonders häufig betroffen ist die Kopfhaut: Neurodermitis an der Kopfhaut – sanfte Hilfe & Schutz
Was verschlimmert ein Ekzem?
Ein zentrales Problem bei Ekzemen ist der starke Juckreiz.
Er verleitet zum Kratzen – oft unbewusst, besonders nachts.
Durch das Kratzen wird die ohnehin geschwächte Hautbarriere weiter verletzt. Keime und Bakterien können leichter eindringen, Entzündungen nehmen zu – das Hautbild verschlechtert sich.
So entsteht der typische Kratz-Juckreiz-Kreislauf, der für viele Familien extrem belastend ist.
Häufige Auslöser, die Ekzeme zusätzlich verschlimmern, sind:
- Hitze & Schwitzen
- trockene Haut
- Reibung (z. B. durch Kleidung oder Nähte)
- emotionale Anspannung oder Stress
Genau diese Faktoren erklären, warum der Juckreiz bei Neurodermitis entsteht – und warum er sich oft abends oder nachts verstärkt.
Woher kommt der Juckreiz?
Der für Neurodermitis typische Juckreiz entsteht durch eine gestörte Hautbarriere. Die Haut kann ihre Schutzfunktion nicht ausreichend erfüllen und verliert zu viel Feuchtigkeit.
Bei Babys kommt hinzu, dass ihre Haut noch unreif ist. Die natürlichen Abwehr- und Schutzmechanismen sind noch nicht vollständig entwickelt – Reize dringen daher besonders leicht ein.
Bei der atopischen Dermatitis trocknet die Haut stark aus und wird empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Schon kleine Reize wie eine Wollfaser, eine raue Naht oder Staub können ausreichen, um Juckreiz auszulösen oder deutlich zu verstärken.
Intuitiv beginnt dein Baby, an den irritierten Hautstellen zu kratzen. Der Juckreiz nimmt zu, das Kratzen verstärkt sich – ein Kreislauf entsteht, der vor allem den Schlaf massiv beeinträchtigt.
Juckreiz führt zum Kratzen – Kratzen schädigt die Hautbarriere – die Haut entzündet sich weiter – der Juckreiz nimmt erneut zu.
So linderst du den Juckreiz
Um den Juckreiz bei Neurodermitis zu lindern, geht es vor allem darum, typische Auslöser im Alltag zu reduzieren.
Dazu zählen vor allem Hitze, Trockenheit und Reibung. Wenn du diese Faktoren bewusst minimierst, kann sich die Haut beruhigen –
und der quälende Kratz-Juckreiz-Kreislauf wird unterbrochen.
Achte darauf, dein Kind nicht zu überhitzen, sorge für ausreichend Feuchtigkeit und wähle locker anliegende, atmungsaktive Kleidung, die die Haut schützt statt sie zusätzlich zu reizen.
Hitze meiden!
Schweiß ist ein häufiger Trigger für Neurodermitis-Schübe. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass dein Kind nicht überhitzt.
Schwitzt dein Kind stark – zum Beispiel nach dem Spielen oder Sport – hilft es, den Schweiß möglichst schnell von der Haut zu entfernen. Lauwarmes Abduschen ist dabei besser geeignet als heißes Wasser.
Merke: Lieber eine Schicht weniger als zu viel – Wärmestau verstärkt den Juckreiz.
Die richtige Kleidung
Kleidung hat einen großen Einfluss darauf, wie wohl sich neurodermitische Haut fühlt. Sie kann helfen, Schwitzen zu reduzieren – oder bestehende Ekzeme und Juckreiz verstärken.
Bewährt hat sich ein Schichtprinzip mit dünnen, atmungsaktiven Lagen. So kannst du flexibel auf Temperaturveränderungen reagieren und Überhitzung vermeiden.
Für den direkten Hautkontakt sind glatte, schadstofffreie Naturmaterialien besonders wichtig. Feinfasrige Baumwollarten wie peruanische Pima Baumwolle werden häufig empfohlen, da sie sehr weich, atmungsaktiv und angenehm kühl auf sensibler Haut sind.
Es ist einfacher, dein Kind an die Umgebungstemperatur anzupassen, indem du die oberste Kleiderschicht ausziehst. So lassen sich Wärmestau und Juckreiz oft deutlich reduzieren.
Auch beim Sport gilt: lieber eine Schicht weniger. In akuten Hautphasen kann ein leicht feuchtes Unterhemd unter dem Sportshirt helfen, die Haut zu kühlen und eine Verschlechterung zu verhindern. Sprich am besten offen mit dem Sportlehrer oder der Sportlehrerin darüber.
Pima Baumwolle zählt zu den feinsten Baumwollarten weltweit. Sie ist besonders glatt, atmungsaktiv und fühlt sich auf sensibler Haut angenehm kühl an – Eigenschaften, die bei Neurodermitis eine wichtige Rolle spielen.
➜ Was ist Pima Baumwolle? Eigenschaften & Unterschiede einfach erklärt
Lange Autofahrten
Lange Autofahrten – besonders an warmen Tagen – können die Haut schnell überhitzen. Achte darauf, dein Kind nur so warm anzuziehen, wie es sich wirklich wohlfühlt.
Schirme die Sonne mit Sonnenschutz an den Fenstern ab und sorge für ausreichende Belüftung im Fahrzeug.
Bei Babys im Maxi-Cosi kann ein atmungsaktiver Baumwollbezug über dem Sitz helfen, Wärmestau zu vermeiden. An sehr warmen Tagen empfinden manche Kinder auch einen leicht feuchten Body als angenehm – sei dabei jedoch vorsichtig mit der Klimaanlage.
Tipp: Wenn möglich, plane längere Autofahrten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.
Die richtige Schlafumgebung
Nachts sollte dein Kind in einem angenehm temperierten Raum schlafen. Viele Fachstellen empfehlen eine Raumtemperatur von bis zu etwa 18 °C. Ideal ist ein eigenes Bettchen, das möglichst frei von Kissen und zu vielen Kuscheltieren ist – denn jedes zusätzliche Plüschtier speichert Wärme.
Achte auf eine angenehme Luftfeuchtigkeit und wähle besonders leichte, atmungsaktive Schlafkleidung. Glatte, feinfasrige Materialien wie Pima Baumwolle werden von Hautexperten häufig empfohlen. Je nach Raumtemperatur eignet sich ein passender Schlafsack – ärmellose Modelle haben sich bei vielen Kindern bewährt. Über die Schichten unter dem Schlafsack lässt sich die
Körpertemperatur gut regulieren.
Bitte möglichst meiden:
- Unterlagen und Decken aus Wolle
- Kunststoff-Unterlagen (z. B. Matratzenschoner mit Kunststoffanteil)
- Wärmflaschen oder andere direkte Wärmequellen
Wacht dein Kind mit aufgekratzten oder blutenden Hautstellen auf, ist der Juckreiz meist besonders ausgeprägt.
Kratzschutzkleidung kann dabei helfen, die Haut in der Nacht zu schützen.
Auch fett-feuchte Verbände werden häufig eingesetzt, um den Juckreiz nachts zu lindern.
Bei älteren Kindern kommen in Phasen besonders starken Juckreizes manchmal Antihistaminika zum Einsatz. Lass dich hierzu immer individuell von eurer behandelnden Ärztin oder eurem behandelnden Arzt beraten.
Weitere Tipps für ruhigere Nächte mit Neurodermitis findest du hier:
Wohlfühloase Zuhause
Achte auf ein angenehm temperiertes Zuhause. Besonders die Schlafräume sollten möglichst nicht überheizt sein. Lassen sich Heizkörper nicht vermeiden, kann ein Luftbefeuchter helfen, ein hautfreundliches Raumklima zu schaffen.
Für dein Kind ist eine zusätzliche dünne Kleiderschicht oder eine leichte Baumwolldecke oft angenehmer als trockene Heizungsluft. So bleibt die Haut besser geschützt, ohne dass es zu Wärmestau kommt.
Viele Eltern sorgen sich, ihr Kind könnte frieren. Heute weiß man: Kälte allein macht nicht krank – Infekte werden durch Viren und Bakterien ausgelöst. Dein Kind wird sich nicht erkälten, nur weil es nachts etwas leichter angezogen ist.
Zudem kannst du darauf vertrauen, dass dein Kind sich meldet, wenn ihm zu kalt ist. Dann wird es wach. Problematischer für neurodermitische Haut ist meist ein Wärmestau, da er Juckreiz und Unruhe verstärken kann.
Merke: Lieber etwas kühler und gut reguliert als zu warm.
Die Haut vor Austrocknung schützen!
Kinder mit Ekzemen haben häufig sehr trockene Haut – und genau das kann den Juckreiz verstärken. Eine regelmäßige, gut verträgliche Befeuchtung hilft, die Hautbarriere zu unterstützen und übermäßiges Austrocknen zu vermeiden. Das ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege bei Neurodermitis.
Beziehe dein Kind – altersgerecht – in das tägliche Pflegeritual mit ein. Wenn es versteht, warum das Eincremen wichtig ist, fällt die Routine oft allen Beteiligten leichter. Achte dabei aufmerksam auf die Reaktionen deines Kindes: Brennt etwas oder fühlt sich ein Produkt unangenehm an, solltest du pausieren und ärztlichen Rat einholen.
Auch lauwarmes Baden kann die Haut beruhigen. Je nach Empfehlung können Badezusätze wie Hamamelis oder geeignete Salze unterstützend wirken. Wichtig ist, dass das Badewasser nicht zu warm ist – hohe Temperaturen können die Haut zusätzlich austrocknen.
Rauhe Stoffe sind wie Schmirgelpapier für die Haut
Hochsensible Kinderhaut reagiert überempfindlich auf Stoffe und Materialien, die „normale“ Haut nicht im mindesten negativ „berühren“. Stell dir vor, du hast eine offene Wunde. Was passiert, wenn du diese nicht ganz behutsam abtupfst, wenn die Reibung ein kleine wenig zu stark ist? Richtig, das tut verdammt weh.
Und stell dir vor, du bedeckst eine offene Wunde mit fusselnder Wolle. Die feinen Härchen legen sich auf die Wunde. Bereits der Kontakt kann schmerzen, das Entfernen von der Haut wird zum tränenreichen Ereignis.
Meide bei überempfindlicher, atopischer Haut zwingend folgende Stoffe und Textilien:
- Wolle: Tierfasern gelten als Provokationsfaktoren, die allergische Reaktionen hervorrufen können.
- Synthetische Fasern: die meisten Kunstfasern sind wenig atmungsaktiv, was Schwitzen hervorruft. Schweiß ist ein Triggerfaktor! Auch die Chemie, die darin steckt, kann Neurodermitisschübe auslösen.
- Rauhe Handtücher: Wähle weiche Tücher, um dein Kind abzutrocknen. Tupfe die Haut trocken und vermeide jegliche Form der Reibung!
Merke: Sanft pflegen, regelmäßig beobachten – die Haut zeigt, was ihr guttut.
Kleiden wie jeder andere: frei von Juckreiz
Hochsensible Kinderhaut reagiert oft sehr empfindlich auf Stoffe und Materialien, die für „normale“ Haut kaum spürbar sind. Stell dir vor, du hast eine offene Wunde: Schon leichte Reibung kann unangenehm sein – und Schmerzen verursachen.
Ähnlich ist es bei rauen oder fusselnden Stoffen. Feine Härchen können sich auf gereizte Haut legen, bereits der Kontakt kann als schmerzhaft empfunden werden – und das Entfernen wird für viele Kinder sehr unangenehm.
Bei überempfindlicher, atopischer Haut ist es daher sinnvoll, bestimmte Materialien möglichst zu vermeiden:
- Wolle: Tierfasern können bei sensibler Haut als Reizfaktor wirken und Juckreiz oder Unwohlsein verstärken.
- Synthetische Fasern: Viele Kunstfasern sind wenig atmungsaktiv, was Wärmestau und Schwitzen begünstigt – beides kann Neurodermitisschübe verschlechtern.
- Rauhe Handtücher: Verwende weiche Tücher und tupfe die Haut vorsichtig trocken, statt zu reiben.
Behütet durch Tag und Nacht – sanfte Pima Wäsche
Du musst nicht den gesamten Kleiderschrank umstellen, nachdem ihr die Diagnose „atopische Dermatitis“ erhalten habt. Keine Sorge. Oft reicht es bereits aus, die Kleidung gezielt um ein kleines Sortiment an hautberuhigender Unterwäsche und Schlafkleidung zu ergänzen.
Diese Basisstücke liegen direkt auf der Haut und können dabei helfen, Reibung zu reduzieren, die Haut zu schützen und den Juckreiz im Alltag besser zu begleiten.
Für Babys empfehlen wir folgende nahtlose Basics aus glatter, kühlender Pima Baumwolle:
- Langarm- oder Kurzarmbody:
unter Strampler, Schlafsack, Schneeoverall oder Kleidchen - Lange Unterwäsche mit Kratzschutz:
unter Schlafsack, Schneeoverall, Strickpullover oder Kuschelhose - Schlupfmütze mit Halsschutz:
unter Wintermütze, Helm oder nach dem Baden
Über Langarmbody und Leggings – oder Body und Pima Strampler – lassen sich problemlos weitere Kleidungsschichten tragen, zum Beispiel ein Overall oder Jacken. Wichtig ist vor allem, dass die Haut direkt am Körper mit einer glatten, gut verträglichen Baumwollschicht geschützt ist.
Das gilt auch für empfindliche Bereiche wie Kopfhaut und Hals. Eine weiche Schlupfmütze kann hier helfen, Reibung zu reduzieren und den Juckreiz – etwa nach dem Baden – sanft abzumildern.
Für Kinder ab etwa 2 Jahren empfehlen wir folgende Basics:
- Nahtlose Unterwäsche: sanfter Basis-Hautschutz unter jeder Kleidung
- Langarmshirt mit Kratzschutz: unter Jacke, Overall oder Westen
- Schlupfmütze / Balaclava: unter der Wollmütze, unter dem Fahrradhelm oder nach dem Baden
Erfahrungsbericht einer Mutter
Melanie, Mama von zwei Kindern mit Neurodermitis, teilt ihre persönlichen
Erfahrungen mit Kleidung aus peruanischer Pima Baumwolle:
„Wir haben für unseren neurodermitisgeplagten Sohn (damals 7 Monate alt) einen Schlafanzug mit Kratzschutz bestellt. Der Stoff fühlt sich auch nach dem Waschen sehr weich, leicht und angenehm kühl an.
Bei uns ist es tagsüber oft sehr warm, unser Sohn schwitzt schnell und dann wird der Juckreiz stärker. Mit dem Schlafanzug hat er in den letzten Nächten deutlich ruhiger geschlafen und sich kaum gekratzt – trotz der Wärme im Schlafzimmer.
Der Anzug ist aktuell noch etwas groß, durch das Umschlagen der Bündchen passt er aber gut und wird uns sicher noch lange begleiten. Für uns bedeutet das vor allem ruhigere Nächte.“
Spielen statt Kratzen: Geheimtipp "Abendroutine"
Wenn es nur hin und wieder eine kratzfreie Nacht gäbe – einfach, um Kraft zu tanken. Viele Eltern von Babys und Kindern mit Neurodermitis sehnen sich nach ruhigen Abenden und erholsamem Schlaf. Der Wunsch ist groß, dass das Kind morgens ausgeschlafen aufwacht und die Haut endlich die nötige Ruhe bekommt, um sich zu regenerieren.
Feste Abendroutinen können dabei helfen, den Tag ruhig ausklingen zu lassen und innere Anspannung zu reduzieren. Weniger Unruhe am Abend bedeutet für viele Kinder auch weniger Hautstress.
In unserem Podcast (scrolle ganz nach unten) spricht Naturmedizinerin und angehende Psychologin Ramona Wanninger darüber, warum vertraute Einschlafrituale gerade für sensible Kinder so wertvoll sind – und wie sich eine ruhige Abendroutine positiv auf den
quälenden Juckreiz auswirken kann.
Aus diesen Erfahrungen heraus haben wir – mit viel Zeit und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von kleinen Kindern, die abends schwer zur Ruhe finden – eine kindgerechte Faultier-Abendroutine entwickelt. Sie soll Kindern Sicherheit geben, Abläufe verständlich machen und den Übergang in den Schlaf spielerisch begleiten.
Die Abendroutine orientiert sich an den Prinzipien von Maria Montessori und setzt bewusst auf einfache, kindgerechte Hilfsmittel. Liebevoll gestaltete Holzkärtchen helfen Kindern, Abläufe zu verstehen und geben Orientierung – Schritt für Schritt.
Auch das abendliche Eincremen bei atopischer Dermatitis ist Teil der Routine und findet sich auf einer der 15 Faultier-Karten wieder. So wird es nicht zum Streitpunkt, sondern zu einem vertrauten Moment, der Sicherheit vermittelt.
Viele Eltern berichten, dass feste Rituale am Abend sowohl ihnen selbst als auch ihrem Kind helfen, zur Ruhe zu kommen. Weniger innere Anspannung kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken – besonders in Phasen mit starkem Juckreiz.
SOS-Tipps bei akutem Juckreiz
Kühlen kann eine sehr gute Alternative zum Kratzen sein. Ähnlich wie beim Kratzen wird der Juckreiz kurzfristig überlagert – mit dem entscheidenden Unterschied, dass sich die Haut dabei beruhigen kann.
Beim Kratzen überlagert der Schmerz den Juckreiz kurzzeitig. Gleichzeitig wird die Hautbarriere weiter geschädigt: Keime können leichter eindringen, Entzündungen verstärken sich – und der Juckreiz kehrt oft intensiver zurück, sobald der Schmerz nachlässt.
Gezieltes Kühlen beruhigt die Haut, ohne sie zusätzlich zu reizen. Kombiniert mit Ablenkung (Buch, Hörspiel, Kuscheln) hilft es vielen Kindern, den Kratz-Juckreiz-Kreislauf in akuten Momenten zu durchbrechen.
Diese Maßnahmen können helfen:
- Gekühlte Cremes (nicht eiskalt)
- Feuchte Umschläge (lauwarm bis kühl)
- Kühlpacks immer mit Stoffhülle, nie direkt auf die Haut
- Kühlende, glatte Stoffe (z. B. als sanfte „Schutzschicht“)
Hinweis: Bei stark nässenden, entzündeten oder infizierten Stellen bitte ärztlich abklären lassen.
Warum Kühlen bei Neurodermitis hilft:
Gezieltes Kühlen kann den Juckreiz kurzfristig deutlich lindern – ohne die Hautbarriere weiter zu reizen. Wichtig ist dabei immer eine weiche Stoffschicht zwischen Haut und Kühlpack.
Die Idee zur Kühlpack-Hülle aus Pima Baumwolle stammt von der Neurodermitis-Beraterin Romy Löffler. Aus eigener Erfahrung als Mutter weiß sie, wie wertvoll sanftes Kühlen ist, wenn der Juckreiz plötzlich sehr stark wird.
💡 Praxis-Tipp:
Ein Kühlkissen kann helfen, den Kratz-Juckreiz-Kreislauf schnell zu unterbrechen.
Die weiche Pima-Baumwolle sorgt dafür, dass die Haut angenehm gekühlt wird – nicht zu kalt, nicht reizend.
👉 Hautfreundliche Kühlpack-Hülle aus Pima Baumwolle ansehen
„Lagere das Kühlkissen im Kühlschrank (nicht im Eisfach) und möglichst in Reichweite deines Kindes.
Eine kleine Geschichte rund um den Super-Chilly hilft, das Kühlen als sanfte Kratz-Alternative anzunehmen.“
— Romy Löffler
Quälender Juckreiz, schlaflose Nächte: damit bist du nicht allein
Heilpraktikerin Ramona Wanninger begleitet seit vielen Jahren Familien, für die Neurodermitis zum täglichen Begleiter geworden ist.
Sie kennt die Sorgen, die Erschöpfung – und das Gefühl, nachts hilflos daneben zu stehen, wenn das eigene Kind nicht zur Ruhe findet.
In unserem Gespräch teilt sie ihr Wissen rund um Neurodermitis, Juckreiz und Einschlafrituale – und zeigt Wege auf, wie Familien Schritt für Schritt wieder zu mehr Entlastung und ruhigeren Nächten finden können.
🎧 Im Podcast spricht Ramona Wanninger darüber, wie feste Rituale, innere Ruhe und sanfte Maßnahmen den Neurodermitis-Juckreiz positiv beeinflussen können.
Podcast-Tipp: Neurodermitis-Juckreiz lindern – endlich ruhigere Nächte
Ein entspannendes Bad, ein bewährter Badezusatz, kleine Veränderungen im Schlafumfeld – oft sind es die leisen, einfachen Dinge, die einen großen Unterschied machen.
In dieser Podcast-Folge teilen wir erprobte Tipps zur Linderung von Neurodermitis-Juckreiz und sprechen darüber, wie Babys (und ihre Eltern) abends besser zur Ruhe finden können.
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Weitere InformationenIn dieser Podcast-Folge erfährst du:
Wie ein hautfreundliches Schlafumfeld aussehen kann
Wie du dein Baby sanft auf den Nachtschlaf vorbereitest (inkl. Juckreiz-Notfalltipps)
Worauf es bei Kleidung und Materialien wirklich ankommt
Welche kleinen Rituale die Haut und das Nervensystem beruhigen
Warum feste Einschlafroutinen so wertvoll sind
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