Baby Bauchweh: das tut dem Bäuchlein unheimlich gut

Autsch! Wenn dein Baby Bauchweh hat, wird dies schnell zur Dauerbelastung. Ich verrate dir, was dem kleinen Bäuchlein jetzt guttut.

Mythos Dreimonatskoliken

Tragen hilft wenn Baby Bauchweh hat

Hat dein Baby Bauchweh, braucht es besonders viel Nähe und Wärme

Die ersten zwei bis drei Wochen nach der Geburt schläft dein Neugeborenes wie ein Engel. Und dann plötzlich, wenn du es am wenigsten erwartest, fängt es an zu weinen: wenige Minuten, eine halbe Stunde, manchmal mehrere Stunden. Ein Schreibaby? Nein, nicht unbedingt. Darum soll es übrigens in diesem Beitrag auch gar nicht gehen. Nur so viel:

Man spricht von einem Schreibaby, wenn Unruhe oder Schreien über mehr als 3 Stunden pro Tag, an mehr als 3 Tagen pro Woche, über mehr als 3 Wochen auftritt. –  dgkj.de

Beobachtest du ein ähnliches Schreiverhalten bei deinem Baby, kann es ratsam sein, externe Hilfe zu Rate zu ziehen. Sogenannte Schreiambulanzen können hier sehr gute Dienste leisten. Die Ursachen, die Neugeborene so viel schreien lassen, sind übrigens nicht eindeutig geklärt.

Da man lange Zeit davon ausging, dass das Schreien Bauchschmerzen geschuldet sei, etablierte sich der Begriff Dreimonatskoliken. Heute weiß man, dass Schreien und Blähungen zwar in einem Zusammenhang stehen, jedoch bei Schreibabys die Bauchmerzen meist erst auftreten, wenn über das Schreien zu viel Luft in den Bauch des Babys gelangt. Erst Schreien, dann Blähungen und Bauchweh also.

Noch heute sprechen viele Eltern von Dreimonatskoliken, wenn das Baby über Bauchweh klagt. Auf netdoktor.de wird sehr schön erklärt, weshalb dieser Begriff nicht mehr zeitgemäß ist.  Vielmehr geht man mittlerweile davon aus, dass eine Regulationsstörung Auslöser für die Schreiattacken sein kann.

Lasst uns also den Begriff Dreimonatskoliken erst einmal ausblenden. Auch „Schreibabys“ sollen im Folgenden keine Erwähnung mehr finden.

In diesem Blogbeitrag geht es mir ausschließlich um Bauchschmerzen, wie sie so viele Säuglinge plagen.

Hat mein Baby Bauchweh? Achte auf die Signale, die es dir sendet!

Mit der Geburt verlässt dein Baby nach rund 9 Monaten die wohlig warme Gebärmutter. Auch wenn Mama und Papa es sofort liebevoll in die Arme schließen, es kuschelig warm einpacken und es mit allem versorgen, was es für einen entspannten Start ins Leben braucht, ist dieser Umgebungswechsel für dein Baby ein Erlebnis, das dem Urknall gleichkommen muss. Es ist „gefühlt“ kalt, 1000 Geräusche, Düfte, Lichtveränderungen und unzählige Herausforderungen prasseln auf dieses kleine Wesen ein.

Insbesondere nach einer schweren Geburt kann es sein, dass dein Baby die Welt erst einmal mit ausgiebigen Schreistunden begrüßt. Bei Babys, die von Geburt an viel schreien wird es irgendwann schwer herauszufinden, ob ein körperliches Unwohlsein, wie eben klassisches Baby Bauchweh, der Grund dafür ist.

Und doch, dein Baby sendet dir Signale, die bei der Ursachenforschung helfen können:

Schreit dein Baby häufig und zeigt sich über dies hinaus unzufrieden, so kann dies auf Bauchweh hindeuten.

In der 3. Woche nimmt der Darm seine Arbeit so richtig auf. Dann zeigt sich, inwieweit seine Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Ist er noch zu dünn mit den notwendigen Bakterien für eine stabile Darmflora besiedelt, kämpfen Babys häufig mit Bauchschmerzen.

Wenn dein Baby seine Beinchen immer wieder mit einem schmerzverzerrten Gesicht zum Bauchnabel zieht, deutet dies ebenfalls auf Bauchweh hin.

Zwickt der Bauch, wird auch das Trinken anstrengend. Häufiges Abdocken von Brust oder Flasche kann ein Baby-Signal für Bauchweh sein. Vor allem dann, wenn du das Gefühl hast, dass dein Baby noch hungrig ist und dennoch nicht entspannt trinkt.

Neugeborene haben ganz allgemein ein sehr großes Bedürfnis nach Nähe und Wärme. Und doch lässt sich ein entspanntes Baby zwischendurch auch einmal ablegen. Es wird dann etwas um sich sehen und schon bald alleine wieder einschlafen. Drückt der Bauch, wird es dir schnell signalisieren, dass Ablegen keine gute Option ist. Es fängt an zu schreien und beruhigt sich erst in deinen Armen, im Tragetuch oder in der Federwiege wieder.

Wenn einmal keine Darmwinde abgehen und auch kein Bäuerchen kommt, wird der Bauch schnell sehr hart. Dein Baby kämpft über das „normale“ Bauchweh hinaus mit Blähungen. Vielleicht quitscht es ab und an auf, sodass du erschrickst, es weint viel und schreckt im Schlaf hoch.

Unabhängig davon, wie stark die Bauchschmerzen deines Babys sind: DU kannst deinem Schützling durch diese Lebensphase helfen.

Aber sei gewarnt! Es gibt kein Patentrezept. Jedes Babys ist ein Individuum mit einer eigenen Vorgeschichte, eigenen Organen und einer eigenen Kapazität der Stressbewältigung.

Taste dich daher vorsichtig heran, indem du nach deinem Bauchgefühl (du siehst, wie wichtig der Bauch ist!) entscheidest, wie du deinem Baby bei akuten Bauchschmerzen helfen möchtest. Achte dabei ganz genau auf die Reaktion deines kleinen Patienten und du wirst schnell herausfinden, welcher Weg für dein Baby der richtige ist.

Warum hat mein Baby Bauchweh?

Wenn dein Baby viel pupst, sich krümmt, die Beinchen Richtung Bauch zieht, und viel schreit, dann hat es höchstwahrscheinlich Bauchweh.

Nur woher kommen die Bauchschmerzen bei einem Neugeborenen?

Viele Babys haben in den ersten Lebensmonaten mit zu viel Luft im Bauch zu kämpfen. Das wiederum verursacht Bauchschmerzen. Was viele nicht wissen: Jungen und Mädchen sind gleichermaßen betroffen. Aber woran kann das liegen? Für die Ausbildung eines stabilen Magen-Darm-Traktes müssen erst mal viele neue Enzyme gebildet werden. Dabei besiedeln wichtige Bakterien den Darm, die dein Neugeborenes für eine gute Darmflora benötigt. Dies ist eine große Umstellung, die nicht spurlos vorübergeht und Auslöser für Bauchschmerzen und Blähungen sein kann. Außerdem ist das Verdauungssystem deines Babys noch unreif und muss dabei große Herausforderungen bewältigen. Wie bereits erwähnt, sind Bauchschmerzen häufig die Folge von einem Zuviel an Luft im Bauch. Bei einer Stillmahlzeit oder auch bei einer Flaschenmahlzeit kann dein Baby viel Luft verschlucken. Ein Blähbauch deines Babys kann aber auch an möglichen Unverträglichkeiten liegen. Doch ist ist eher selten die Ursache.

Lass mich kurz zusammenfassen!

Ursachen für das Bauchweh

  • Die Darmflora befindet sich noch im Aufbau
  • Dein Baby hat zu viel Luft beim Trinken oder Schreien verschluckt
  • Unverträglichkeiten (eher selten)
  • Dein Baby muss erst noch richtig ankommen in unserer schönen Welt

Vielleicht hast du ja bereits ein etwas größeres Kind zuhause. Klagt es ab und an über Bauchschmerzen, obwohl es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt? Mein 7-jähriger Sohn schon. In den ersten 10 Lebensjahren sind Bauchschmerzen eine ganz normale Begleiterscheinung vieler Kinder.

Unwohlsein, große Veränderungen oder Trauer lösen bei kleinen Kindern bis weit ins Grundschulalter sehr oft Bauchweh aus. Solange sich die Bauchschmerzen schnell wieder legen und nicht allzu häufig auftreten, brauchst du dir meist keine großen Sorgen zu machen.

Ja, vielleicht kennst du es ja sogar von dir selbst. Insbesondere Stress schlägt uns Erwachsenen schnell auf den Magen.

Muttermilch, eine weitere Ursache?

Du stillst dein Baby und hast das Gefühl, dass die Bauchschmerzen deines Säuglings von deiner Ernährung beeinflusst werden?

Es konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden, ob die Ernährung einer stillenden Mama tatsächlich mitverantwortlich für Bauchschmerzen beim Baby sein kann.

Über die Muttermilch lernt der Säugling verschiedene Geschmacksrichtungen kennen. Denn die Ernährung der Mutter ändert auch den Geschmack der Milch. Demnach kann es sein, dass ein Baby auf bestimmte Lebensmittel, die die Mama zu sich genommen hat, mit Bauchweh reagiert. Eindeutig nachweisbar ist dies jedoch nicht. Doch ist es nicht schwer herauszufinden, ob hier ein Zusammenhang besteht; nämlich indem die Mutter die Reaktion des Babys auf bestimmte Nahrungsmittel aufmerksam beobachtest.

Wenn du also die Vermutung hast, dass der Knoblauch oder das Sauerkraut, das du gegessen hast, mit verstärkten Bauchschmerzen deines Babys zusammentrifft, lässt du diese Nahrungsmittel einfach am nächsten Tag weg und beobachtest, was dann geschieht.

Baby Bauchweh, Blähungen und Koliken: alles dasselbe?

Bauchweh, Blähungen und Koliken, alle haben eines gemeinsam: es drückt und zwickt im kleinen Bäuchlein. Nachdem wir nun wissen, welche Ursachen für das Unwohlsein deines Babys verantwortlich sein können, wollte ich von Kinderärztin Dr. Johanna Havran wissen, welche Arten von Bauchweh es gibt und wie wir als Eltern darauf reagieren können.

Wie stellt eine erfahrene Kinderärztin ihre Diagnose, wenn junge Eltern Bauchschmerzen hinter dem vielen Weinen ihres Babys vermuten?

Zunächst einmal ist zu schauen, ob das Baby etwas Schlimmes hat oder nicht. Denn lang andauernde Bauchschmerzen können eine organische Ursache haben. Manchmal steckt eine Unverträglichkeit dahinter.

Können organische Ursachen ausgeschlossen werden, gilt es auf die Signale zu achten, die dein Baby aussendet. Wie fühlt sich das kleine Bäuchlein an? Gehen Winde ab? Wann treten die Schmerzen auf?

Klassisches Baby Bauchweh

Der Bauch deines Babys ist weich, es gehen Winde ab und doch ist es unruhig. Vielleicht greift es sich immer wieder nervös ins Gesicht, dockt ständig ab beim Stillen und scheint doch hungrig zu sein. Erst wenn die Windel dann richtig schön voll wird, entspannt sich dein Neugeborenes.

Beim klassischen Baby Bauchweh kann die Luft über ein kräftiges Bäuerchen oder Darmwinde entweichen. Meist lässt damit das Bauchweh bereits etwas nach. Manchmal braucht es länger, bis dein Baby wieder zur Ruhe kommt.

Häufig werden hinter dieser Art von Bauchweh Anpassungsschwierigkeiten vermutet. Noch ist dieses kleine Wesen nicht so recht auf unserer Welt angekommen. Es muss zu viel verarbeitet werden. Sämtliche Sinnesorgane laufen auf Hochtouren und der Darm ist noch nicht vollends gerüstet auf das, was auf ihn einprasselt.

Man darf nicht vergessen, dass der Fetus im Mutterleib zwar ausführlich seine Blase und die Nieren trainiert, der Darm aber noch nicht aktiv ist. –  baby-und-familie.de

Blähungen

Blähungen werden meist durch ein Zuviel an Luft im Bauch ausgelöst. Der kleine Bauch fühlt sich hart an, er ist gebläht. Womöglich hat dein Baby beim Trinken oder auch beim Schreien zu viel Luft geschnappt.

Die Schmerzen kommen daher, dass die überschüssige Luft aus dem Körper nicht entweichen kann. Dein Baby pupst nicht und Bäuerchen bleiben aus. Meist riecht auch der Stuhl etwas intensiver als sonst.

Dein Baby merkt dies durch einen andauernden, gleichmäßigen Schmerz.

Koliken

Koliken sind krampfartige Schmerzen. Erinnerst du dich noch, wie sich eine Wehe angefühlt hat? Wenn dein Baby seine Beinchen weinend immer wieder zum Bauchnabel zieht und die Schmerzen in Schüben auftreten, dann leidet es häufig an Koliken.

Wie bei einer Wehe lassen die stechenden Schmerzen nach kurzer Zeit von alleine nach, um wenig später erneut für Krämpfe zu sorgen. Anders wie bei Blähungen ist der Schmerz hier also nicht gleichmäßig, sondern permanent zu- und abnehmend.

Baby Bauchweh, Blähungen und Koliken lassen sich zwar anhand ihrer Symptome voneinander unterscheiden, vermischen sich aber in der Realität meist so sehr, dass selbst Dr. Johanna Havran vorsichtig mit ihrer Diagnose ist.

Tut der Bauch weh, wird dein Baby schreien. Beim Schreien bekommt es Luft in Bauch. Dies wiederum kann Blähungen auslösen. Wenn der Schmerz dann zu stark ist, beginnt dein Baby womöglich mit Krämpfen zu kämpfen.

Viel wichtiger als eine eindeutige Diagnose ist es als Mama oder Papa auf die Signale des kleinen Patienten zu achten. Wie äußert sich der Schmerz, vor allem aber, was tut dem Baby in diesem Moment gut?

Was hilft, wenn mein Baby Bauchweh hat?

Als Dreifachmama, die während sie diesen Beitrag schreibt, ein 8 Wochen altes Baby im Tragebuch wiegt, ist mir das Thema Baby Bauchweh sehr vertraut. Jeder meiner drei Jungs hatte damit zu kämpfen und so habe ich viel recherchiert, ausprobiert und nicht zuletzt gelernt; von Hebammen, Kinderärzten und nicht zuletzt aus Erfahrung.

Das tut dem Bäuchlein gut

Im Folgenden werde ich dir zeigen, was du für das kleine Bäuchlein tun kannst. Wähle jedoch mit Bedacht aus und probiere nicht zu viel auf einmal aus. Babys, denen der Bauch wehtut, brauchen in erster Linie Wärme und Ruhe. Um herauszufinden, was deinem Schatz guttut, solltest du der gewählten Methode Zeit geben. Und auch deinem Baby.

Die Anhockspreizhaltung erleichtert das Abgehen von Winden. Zugleich beruhigt die Wärme (von Bauch zu Bauch) das kleine Bäuchlein.

Auch schenkt das Tragen deinem Baby die Geborgenheit, die es braucht, um den Schmerz besser ertragen zu können. Nicht zuletzt regt die Bewegung, die es im Tuch oder der Trage erfährt, den Darmtrakt an.

Wenn dein Baby Bauchweh hat, tut kaum etwas so gut wie Wärme. Allerdings solltest du hier ein Kirschkernkissen anstatt eine Wärmflasche verwenden. Da kann nämlich nichts auslaufen.

➽ Strampler und Hosen mit weichen, breiten Bauchbündchen sind die optimale Kleidung für die ersten Monate. Vor allem sollten sie die erste Wahl bei Babys sein, die mit Bauchweh zu tun haben. 

Denn ein enger Hosenbund sowie Druckstellen verstärken den Schmerz.

Chill n Feel - Babykleidung die bei Bauchweh wärmt

Baby Pyjamas, die das Bäuchlein wärmen (entwickelt mit Dr. Johanna Havran)

Ein kleines Stück Schwerelosigkeit schenkst du deinem Baby mithilfe des Fliegergriffs.

Diesen kannst du vorbeugend einsetzen oder auch erst dann, wenn du das Gefühl hast, dass dein Neugeborenes Hilfe beim Lösen von Darmwinden und Bäuerchen braucht. Wie funktioniert der Fliegergriff?

Schließe kurz die Augen und stell dir ein Faultier vor, dass auf einem Ast liegt und seine Beine und Arme seitlich nach unten baumeln lässt. Nun öffne die Augen wieder, greife sanft nach deinem Baby und leg es auf einen deiner Unterarme. Sein Kopf zeigt richtig Ellbogen, Arme und Beine baumeln – dem Faultier gleich – seitlich nach unten.

Der kleine, zwickende Bauch ruht auf der Innenseite deiner weit geöffneten Hand. E voilà! Mehr ist nicht zu tun. Die Wärme deiner Hand beruhigt den Bauch.

Und probier doch einmal aus, dein Baby in dieser Haltung sanft zu wiegen. Schnell wirst du merken, wie sich der Herzschlag deines Lieblings beruhigt und mit Glück kommt der Darm binnen kurzer Zeit in Fahrt.

Apropos, auf Papas starken Armen liegen Neugeborene besonders gerne. Zugleich wird damit die Papa-Kind-Bindung gestärkt.

Vielleicht kennst du diese oder eine ähnliche Übung bereits aus dem Schwangerschaftsyoga. Beim Radfahren wird der Körper auf die Wehen während der Austreibungsphase vorbereitet.

Wenn du dein Baby einmal intensiv beobachtest, wie es presst und drückt, solange der Bauch weh tut, dann erinnert dich dieser kindliche Kampf womöglich an deine eigene Wehentätigkeit, die noch gar nicht weit zurückliegt.

Wie du dir schon denken kannst, hat sich das Radfahren auch bei der „Austreibungsphase“ deines Babys bewährt. Darmwinde werden dadurch gelöst und nach draußen befördert.

Leg dein Baby auf eine ebene Unterlage (z.B. auf den Wickeltisch). Bewege nun die Beinchen langsam auf und ab. Achte darauf, dass die Knie zum Bauchnabel wandern. Mehr ist nicht zu tun!

Überkreuze die Beine deines Babys sanft übereinander und führe die Knie vorsichtig Richtung Bauchnabel. Kreise nun mit den Beinchen behutsam im Uhrzeigersinn.

Babys lieben es, mit guten Ölen, sanft massiert zu werden. In den meisten Städten werden Babymassage- und/oder Baby Shiatsu Kurse angeboten.

Bestimmt zeigt dir aber auch deine Hebamme ein paar wohltuende Techniken für dein Baby. Damit beugst du Baby Bauchweh vor und löst Krämpfe auf sanfte Weise.

Unsere Lieblingsmassage bei Baby Bauchweh: SonnenMond

Chill n Feel - Babymassage_Bäuchleinöl_Baby Bauchweh (2)
Babymassage_Bäuchleinöl_Baby Bauchweh (1)

Erste Hilfe fürs Bäuchlein

SonnenMond + DIY Rezept Bäuchleinöl + Sticker für dein Ölfläschchen

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Male mit der linken Hand im Uhrzeigersinn (so verläuft auch der Darm) eine Sonne (Kreis) um den Nabel. Die rechte Hand zeichnet einen Halbmond außen um die Sonne herum. 

Die Sonne zeichnest du kontinuierlich. Immer wieder aufs Neue kreist du um den Nabel. Sobald du mit der linken Hand 9 Uhr erreichst, beginnt die rechte Hand die “Sonnenhand” halbmondförmig zu begleiten. Dabei legst du die rechte Hand an die Außenkante deiner “Sonnenhand”. Hast du 5 Uhr erreicht, pausiert die rechte Hand, bis sie ab 9 Uhr wieder zum Einsatz kommt. 

Eine Babymassage ist besonders wirkungsvoll, wenn du den kleinen Bauch zuvor mit einem guten Massageöl verwöhnst. Wie du ein Bäuchleinöl ganz einfach selber machst, zeige ich dir in der Download-Grafik, die ich mit ganz viel Herz für dich vorbereitet habe.

Fußreflexzonenmassage

Auch über die winzigen Füße kannst du den Darm in Bewegung setzen und Blähungen lösen. 

Nimm dazu die beiden Füße in die Hände, sodass sie zu dir blicken. Streiche mit dem rechten Daumen über beide Füße und zeichne die Form unseres Dickdarms nach. Ich habe versucht, den Weg für dich zu veranschaulichen.

Baby Bauchweh: das tut dem Bäuchlein unheimlich gut

Shiatsu kommt aus dem Japanischen und bedeutet “Fingerdruck”. Im Shiatsu werden mithilfe sanfter, achtsamer Drucktechniken Energiepunkte angesprochen, wie wir sie aus der Akupunktur kennen. 

Anders als bei der Massage kommen beim Shiatsu Druck statt Streichungen zum Einsatz. Auch wird kein Öl verwendet und der Körper bleibt leicht bekleidet. 

Die sogenannten “Glücksgriffe” sind daher überall und zu jeder Zeit geeignet; nicht nur zuhause auf dem Wickeltisch.

Shiatsu für den Darm

Wenn keine Winde abgehen und dein Baby Bauchweh plagt, versuche es doch einmal mit Shiatsu.

Streiche dazu mit deinen Daumen an der Außenseite des Unterschenkels entlang des Schienbeins vom Knöchel in Richtung Knie. In etwa einen Finger breit unterhalb der Kniescheibe deines Babys stoppst du.

Drücke mit dem Daumen sanft etwa eine Minute lang auf diese Stelle. Durch den sanften Druck aktivierst du den „Punkt der göttlichen Gleichmut“. Auf diese Weise werden das Immunsystem und die Verdauungsorgane angeregt. 

Die Geburt ist ein kleiner Gewaltakt für Mama und Baby. Häufig entstehen dabei Verspannungen, die dein Neugeborenes eine ganze Weile begleiten und  mitverantwortlich für die Bauchschmerzen sind.

Ein Besuch beim Baby-Osteopathen nach der Geburt lohnt sich daher immer. In einigen Fällen trägt die Kosten sogar die Krankenkasse.

Bei der Akupressur wird ähnlich dem Shiatsu mit Druckpunkten gearbeitet.

Wenn du dem Darm deines Babys auf die Sprünge helfen möchtest, versuche doch einmal direkt links und rechts des Bauchnabels ein wenig Druck auszuüben und dies ca. 1 Minute lang. Häufig lösen sich dadurch bereits Blockaden, sodass Winde entweichen können.

Ein liebevolles Lied von Mama gesungen, eine Spieluhr oder sanftes Musik aus dem Rekorder beruhigen viele Babys. Aber auch das Geräusch der Dunstabzughaube, ein Fön oder Staubsauger können bei so manchem Baby Wunder bewirken. Einfach ausprobieren!

Babys leiden sehr schnell an Reizüberflutung. Wenn dein Baby weint und sich nicht beruhigen will, begib dich an einen ruhigen Raum mit ihm. Schalte allzu grelles Licht hab, schalte dein Handy aus und reduziere die Geräuschkulisse.

Saugen beruhigt! Am liebsten hat dein Baby hier bestimmt deine Brust, das Fläschen oder seinen Daumen. Wenn du merkst, dass dein Baby ein starkes Saugbedürnis hat, biete ihm einen Schnuller an oder auch ein Kuscheltier (hier sollte es schon greifen können), das sich zum anknabbern eignet.

Chill n Feel - Gesunde Kuscheltiere bei Baby Bauchweh (2)
Chill n Feel - Gesunde Kuscheltiere bei Baby Bauchweh (3)
Chill n Feel - Gesunde Kuscheltiere bei Baby Bauchweh (1)

Sab Simplex (“Entschäumer”), Chamomilla Globuli und Kümmelzäpfchen können wertvolle Helfer bei Baby Bauchweh sein. Lass dich hier am besten von deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme beraten.

Und plötzlich ist alles gut!

So schnell wie dein Baby Bauchweh bekommt, ist es meist auch wieder verschwunden. Meist musst du einfach nur Geduld haben und dein Baby liebevoll begleiten. In deiner Nähe, mit einer beruhigenden Massage, im Tragetuch oder in der Federwiege: Geborgenheit und Wärme ist dein Beitrag zu einem entspannten Ankommen auf unserer schönen Welt.

Und immer dann, wenn es besonders schwierig ist, dein Baby zu beruhigen, denk zurück an die Geburt und versuch dir vorzustellen, dass dein Neugeborenes womöglich mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat wie du einst. Gemeinsam schafft ihr das! 

Ach und nicht zu vergessen der positive Effekt der ganzen Anstrengungen: was für dich Aufopferung gleichkommt, stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Kind ungemein!

Autor: Martina

Schwangerschaft, Baby, Alltag mit Baby. Überall liest man, wie anstrengend das Leben als Mama sein kann. Bei Chill n Feel hingegen geht es um Positive Vibes, um kleine Auszeiten, Chill-Momente, Wohlfühltipps und die dazu passenden Wohlfühlprodukte für die Kleinsten. Und die Autorin? Das bin ich: Martina, Gründerin von Chill n Feel, glückliche Mama von 3 kleinen Jungs und Träumerin von einer schönen Welt, in der jedes Lebewesen mit Respekt behandelt wird.

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