Am 15. November 2026 ist Weltfrühgeborenentag. In diesem Jahr steht die Zeit nach der Klinik im Mittelpunkt: Wie geht es weiter, wenn ein Frühchen nach Hause darf? Neben der Freude können viele Fragen auftauchen. Wer begleitet uns bei der Nachsorge, was können wir schon in der Klinik üben und was braucht unser Baby zu Hause? Dieser Beitrag hilft euch, den nächsten Schritt vorzubereiten. Ihr müsst ihn nicht allein gehen.
Aktualisiert am 23.09.2026
Inhaltsverzeichnis
Weltfrühgeborenentag 2026: Warum die Zeit nach der Klinik im Mittelpunkt steht
Weltweit kommt etwa jedes zehnte Kind zu früh auf die Welt. Der Weltfrühgeborenentag ist genau diesen frühgeborenen Babys gewidmet, und ihren Familien, die von Anfang an so viel Kraft brauchen. Seit 2026 wird er am 15. November gefeiert. In diesem Jahr dreht sich alles um die Zeit nach der Klinik: Denn auch wenn ihr endlich zu Hause seid, brauchen eure Frühchen weiterhin liebevolle Begleitung, und ihr als Eltern jemanden, auf den ihr euch verlassen könnt.
Nach Wochen, vielleicht sogar Monaten mit einem Klinikteam, das euch inzwischen so vertraut ist wie eine zweite Familie, fühlt sich der Gedanke an die Heimkehr oft ganz seltsam gemischt an. Man freut sich riesig und hat gleichzeitig ein mulmiges Gefühl im Bauch. Das ist völlig normal. Und plötzlich sind da all diese Fragen, die einem durch den Kopf gehen. Wen rufen wir an, wenn wir uns Sorgen machen? Welche Termine stehen jetzt an? Was können wir vielleicht schon mit den Pflegekräften üben, solange wir noch da sind?
Ihr müsst diese Fragen nicht allein für euch beantworten. Sprecht ruhig offen mit eurem Klinikteam darüber, wie die Entlassung ablaufen wird und was danach kommt. Genau dafür sind sie da. Im Folgenden schauen wir gemeinsam an, wer euch zu Hause zur Seite stehen kann und welche Fragen ihr euch unbedingt notieren solltet, bevor es losgeht.
Ihr dürft schon jetzt nachfragen. Wenn euch die Zeit zu Hause beschäftigt, sprecht mit dem Klinikteam darüber. Gemeinsam könnt ihr klären, was euer Baby nach der Entlassung braucht und wer euch dann begleitet.
Schon in der Klinik auf das Nachhausekommen vorbereiten
Vielleicht liegt die Entlassung noch ein Stück entfernt. Trotzdem kannst du dir jetzt schon vorstellen, welche Abläufe zu Hause neu sein werden. Beim Füttern, Wickeln und Anziehen lernst du dein Baby jeden Tag besser kennen. Was sich noch ungewohnt anfühlt, dürft ihr gemeinsam üben.
Diese Fragen kannst du dir für ein Gespräch vor der Entlassung merken:
- Was sollten wir bei der Versorgung unseres Babys noch gemeinsam üben?
- Welche Termine stehen nach der Entlassung an?
- Wen können wir anrufen, wenn wir uns zu Hause Sorgen machen, auch außerhalb der Sprechzeiten?
- Welche Unterstützung wird für uns organisiert?
Schreib dir die Antworten und Telefonnummern auf. In dieser aufregenden Zeit muss niemand alles im Kopf behalten. Zum Weltfrühgeborenentag möchten wir euch deshalb etwas mitgeben, das auch nach dem Lesen nützlich bleibt: eine Checkliste mit Platz für eure Fragen und die Antworten des Klinikteams.
Kostenlose Checkliste
Gut vorbereitet für die Zeit zu Hause
Vor der Entlassung gehen euch vielleicht viele Fragen durch den Kopf. Was möchtet ihr bei der Versorgung noch gemeinsam üben? Welche Termine stehen an? Und wen könnt ihr anrufen, wenn ihr euch zu Hause Sorgen macht?
Druckt euch die Checkliste aus und nehmt sie mit zu eurem Gespräch. Sie bietet Platz für Antworten und für alles, was ihr selbst noch fragen möchtet. Ihr müsst euch nicht alles merken.
Checkliste ausdruckenPDF · kostenlos · A4 Format
Wer begleitet unser Frühchen nach der Entlassung?
Die Nachsorge eures Frühchens müsst ihr nicht allein stemmen. Das Klinikteam bespricht schon vor der Entlassung mit euch, welche Betreuung euer Baby weiterhin braucht. Zu Hause können dann je nach Situation die kinderärztliche Praxis, eine Hebamme und weitere Fachkräfte an eurer Seite sein. Für manche Familien kommt außerdem eine sozialmedizinische Nachsorge infrage, die euch beim Übergang von der Klinik in den Alltag begleitet.
Die Hebamme ist in der ersten Zeit zu Hause eine wertvolle Ansprechpartnerin, egal ob es um die Versorgung eures Babys geht oder um euer eigenes Wohlbefinden als frischgebackene Eltern. Für medizinische Kontrollen und die weitere Entwicklung eures Kindes ist die kinderärztliche Praxis der richtige Ort. Welche zusätzlichen Untersuchungen oder Hilfen sinnvoll sind, hängt ganz von den Bedürfnissen eures Babys ab. Fragt das Klinikteam deshalb ruhig schon vor der Entlassung, wer für welche Fragen da ist und welche Termine ihr am besten gleich vereinbart.
Zu Hause fühlt sich anfangs vielleicht vieles neu an, auch wenn ihr euer Baby in der Klinik längst kennengelernt und versorgt habt. Das ist völlig okay. Ihr müsst nicht vom ersten Tag an auf alles eine Antwort wissen. Lasst euch Abläufe zeigen, fragt so oft nach, wie ihr braucht, und nehmt euch die Telefonnummern eurer Ansprechpersonen unbedingt schriftlich mit.
Frühchenkleidung, die den Alltag zu Hause leichter macht
Wenn euer Baby nach Hause kommt, werden Anziehen und Wickeln ganz automatisch Teil eures Tages. Gerade in dieser Zeit können kleine Details so viel ausmachen: ein Body, der sich weit öffnen lässt, ein Stoff, der auf empfindlicher Haut wirklich gut tut, und Kleidung, die einfach zu dem passt, was euer Baby gerade braucht.
Genau für diesen Übergang haben wir unsere Frühchenkleidung entwickelt. Die meisten Familien greifen vor allem zu Hause darauf zurück, manche auch schon früher, in Absprache mit dem Klinikteam. Was für euer Baby geeignet ist und ob es in der Klinik getragen werden darf, besprecht ihr am besten direkt mit den betreuenden Fachkräften.
Unser Wickelbody für die ersten Tage zu Hause
Wenn ihr euer Baby selbst anzieht, merkt ihr schnell, wie viel ein durchdachter Schnitt ausmachen kann. Unser Frühchenbody lässt sich öffnen und um euer Baby legen. So muss der Body beim Anziehen nicht über den Kopf gezogen werden. Die überlappenden Stoffteile schmiegen sich sanft um den kleinen Körper, fast wie ein schützender Kokon.
Wir haben den Body gemeinsam mit einer Hebamme und einer Krankenschwester entwickelt. Das Bindeband hilft euch, ihn an den Körperumfang eures Babys anzupassen. Außenliegende Nähte, ein aufgedrucktes Etikett und umschlagbare Ärmelbündchen sind weitere Details, die wir für die empfindliche Haut und den Alltag mit einem Frühchen bedacht haben. Eine zweite Druckknopfleiste im Schritt gibt dem Body etwas Raum zum Mitwachsen.
Vielleicht dürft ihr ihn schon in der Klinik verwenden, vielleicht wird er erst zu Hause Teil eurer täglichen Routine. Wann eigene Kleidung für euer Baby geeignet ist, besprecht ihr am besten mit dem betreuenden Team. Wenn ihr euch den Schnitt und die verfügbaren Größen genauer ansehen möchtet, findet ihr hier unseren Frühchen Wickelbody aus Bio Pima Baumwolle.
Eine kleine Geste für die Zeit nach der Klinik
Nicht nur Eltern machen sich Gedanken darüber, was für die erste Zeit zu Hause gebraucht wird. Auch Großeltern und Freunde möchten der Familie oft etwas schenken, das sie auf diesem neuen Weg begleitet. Wer zum Weltfrühgeborenentag eine Frühchenfamilie beschenken möchte, fragt am besten zuerst, was Eltern und Baby für die Zeit zu Hause wirklich brauchen. Ein weiches Kuscheltier kann eine ganz liebevolle Erinnerung an diesen besonderen Abschnitt sein. Am schönsten ist es, wenn ihr die Eltern vorher fragt, was sie sich wünschen und was ihr Baby schon nutzen kann.
Unsere Oktopusse und Quallen sind genau für diese Zeit nach dem Inkubator gedacht. Ihre Tentakel erinnern bewusst an die vertraute Form der kleinen Klinik Oktopusse, die viele Babys schon kennen. Ob und wann ein Kuscheltier bei eurem Baby liegen darf, besprecht ihr am besten mit dem betreuenden Team. Für den Schlafplatz gelten natürlich weiterhin die Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf.
Kleine Begleiter für die Zeit zu Hause
Ein handgestricktes Meerestier kann ein liebevolles Geschenk für eine Frühchenfamilie sein. Vielleicht bekommt es später einen festen Platz bei den gemeinsamen Kuschelmomenten zu Hause.
FüllMich Qualle
Von Hand gestrickt und mit einem herausnehmbaren Füllkissen erhältlich.
Qualle ansehen
Kuscheltier Kalmar
Ein weicher kleiner Begleiter mit acht Greifarmen, liebevoll von Hand gefertigt.
Kalmar ansehenIhr mögt lieber einen Oktopus? Hier findet ihr unsere FüllMich Oktopusse.
Ob und wann euer Baby ein Kuscheltier nutzen kann, besprecht ihr am besten mit dem betreuenden Team. Der Schlafplatz sollte den Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf entsprechen.
Welche Frühchenkleidung kann zu Hause hilfreich sein?
Für die erste Zeit zu Hause braucht ihr keine große Garderobe. Viel wichtiger sind ein paar wenige Stücke, die wirklich zu Größe, Haut und Versorgung eures Babys passen. Was genau ihr braucht, könnt ihr am besten schon vor der Entlassung mit dem Klinikteam besprechen.
- Wickelbody: Er lässt sich weit öffnen, sodass ihr euer Baby beim Anziehen nicht durch einen engen Halsausschnitt führen müsst. Die überlappenden Vorderteile haben eine sanfte Flügelform und legen sich wie ein kleiner schützender Kokon um den Körper.
- Hose: Ein anpassbarer Schnitt macht das Wickeln und Anziehen im Alltag oft deutlich einfacher.
- Strampelsack: Er umhüllt Beine und Füße. Welche Größe und Verwendung zu eurem Baby passt, besprecht ihr am besten mit dem betreuenden Team.
- Häubchen und Decke: Ob und wann euer Baby sie braucht, hängt von der Situation und der Umgebung ab.
Unsere Kleidung ist aus weicher, GOTS zertifizierter Bio Pima Baumwolle gefertigt. Manche Teile berücksichtigen außerdem medizinische Zugänge. Was davon für euer Baby sinnvoll ist, hängt ganz von seinem individuellen Bedarf ab. Einen Überblick über Größen und Modelle findet ihr auf unserer Seite Frühchenkleidung.
Ein weiches Häubchen
Aus Bio Pima Baumwolle, mit einem seitlichen Zugband für eine sanfte Anpassung an den kleinen Kopf.
Frühchenmütze ansehen →
Ein Strampelsack für kleine Beine
Er umhüllt Beine und Füße, während dein Baby darin Platz zum Strampeln hat.
Strampelsack ansehen →Gut vorbereitet für die ersten Tage zu Hause
Vielleicht liegt das Nachhausekommen noch ein Stück entfernt, trotzdem tauchen manche Fragen schon jetzt auf. Nimm sie einfach mit ins nächste Gespräch auf der Station. Gemeinsam mit dem Klinikteam könnt ihr überlegen, was euer Baby braucht und wer euch nach der Entlassung zur Seite steht.
- Wer ist zu Hause unsere erste Ansprechperson, wenn wir uns Sorgen machen?
- Welche Untersuchungen stehen an, und sind die Termine schon vereinbart?
- Was können wir beim Füttern, Wickeln und Anziehen noch gemeinsam üben?
- Woran merken wir, dass unser Baby ärztliche Hilfe braucht? Und wen erreichen wir auch abends oder am Wochenende?
- Ist eine Hebamme für die erste Zeit zu Hause organisiert? Welche weitere Unterstützung käme für uns infrage?
- Was empfiehlt das Team für Kleidung und Schlafplatz unseres Babys?
Du musst dir nicht alles merken, das wäre auch zu viel verlangt. Bitte einfach darum, dass euch die wichtigsten Antworten, Termine und Telefonnummern aufgeschrieben werden. Und falls zu Hause neue Fragen auftauchen, dürft ihr jederzeit wieder nachfragen.
Der Weltfrühgeborenentag 2026 erinnert uns daran, dass die Begleitung eines Frühchens mit der Entlassung nicht einfach endet. Ihr habt euer Baby in der Klinik schon kennengelernt, gehalten und versorgt. Zu Hause findet ihr gemeinsam weiter euren Weg, Schritt für Schritt und mit lieben Menschen an eurer Seite.










