Der Geburtstermin ist da oder schon vorbei, und du möchtest endlich dein Baby im Arm halten? Hier erfährst du, was hinter natürlichen Methoden zum Wehenfördern steckt, wo ihre Grenzen liegen und was du mit deiner Hebamme besprechen solltest.
Aktualisiert am 04.10.2026
Inhaltsverzeichnis
Wehen fördern: Was du vorher wissen solltest
Wenn jeder Handgriff anstrengend wird und ständig jemand fragt, ob das Baby schon da ist, fällt das Warten oft schwer. Dass du dir den Geburtsbeginn herbeiwünschst, kann man gut verstehen. Du musst jetzt aber kein ganzes Programm aus Spaziergängen, Tees und anderen Hausmitteln abarbeiten.
Keine Hausmethode löst die Geburt zuverlässig aus. Und „natürlich“ heißt noch lange nicht, dass etwas harmlos ist. Sprich deshalb mit deiner Hebamme oder Ärztin, ob eine Maßnahme für dich überhaupt in Frage kommt.
Das gilt vor allem für Kräuterpräparate, ätherische Öle und sogenannte Wehencocktails. Bitte probiere solche Mittel nicht auf eigene Faust aus.
Schauen wir uns an, was von den bekannten Tipps zu halten ist. Was dir guttut, darfst du gern machen. Dass es die Geburt in Gang bringt, ist damit aber noch lange nicht gesagt.
Der Geburtstermin ist vorbei, was bedeutet das?
Du hast auf diesen Tag hingefiebert, und jetzt verstreicht er, ohne dass die Geburt beginnt. Das kann enttäuschend und ziemlich anstrengend sein. Der errechnete Termin ist aber nur eine Orientierung und kein festes Datum, an dem dein Baby kommen muss.
Dass die Wehen noch nicht eingesetzt haben, heißt nicht, dass du etwas falsch machst. Du musst weder besonders aktiv sein noch perfekt entspannen, damit es losgeht.
Ist der Termin überschritten, sind die vereinbarten Kontrollen bei deiner Ärztin oder in der Klinik wichtig. Dort besprecht ihr gemeinsam, wie es dir und deinem Baby geht, ob ihr noch abwarten könnt und wann eine Einleitung sinnvoll wäre.
Du darfst dabei auch ruhig sagen, wenn du körperlich oder emotional nicht mehr kannst. Deine Erschöpfung und deine Fragen gehören mit ins Gespräch.
Können Hausmittel wirklich Wehen auslösen?
Spazierengehen, ein warmes Bad, Tee oder Sex: Rund um den Geburtstermin bekommst du vermutlich jede Menge Tipps. Oft steckt eine persönliche Erfahrung dahinter. Beginnt danach die Geburt, lässt sich aber nicht sagen, ob die Methode wirklich der Auslöser war.
Bei vielen der häufig empfohlenen Hausmittel ist nicht ausreichend belegt, dass sie Wehen fördern. Manche fühlen sich einfach angenehm an. Sich wohlzufühlen ist aber etwas anderes, als die Geburt gezielt in Gang zu bringen.
Du musst deshalb nicht jeden Tipp ausprobieren. Gleich schauen wir uns die einzelnen Methoden genauer an und klären, was du vorher mit deiner Hebamme oder Ärztin besprechen solltest.
Natürliche Methoden zum Wehenfördern im Überblick
Bewegung: ohne dich auszupowern
Vielleicht tut dir ein kurzer Spaziergang gut, vielleicht brauchst du heute aber vor allem Ruhe. Richte dich danach, was sich für dich angenehm anfühlt und was medizinisch für dich in Ordnung ist.
Ein Spaziergang garantiert keinen Geburtsbeginn. Du musst weder weite Strecken laufen noch Treppen steigen, um die Geburt „in Gang zu bringen“.
Wärme: für dein Wohlbefinden
Eine warme Dusche oder ein angenehm warmes Bad kann sehr wohltun. Dass Baden die Geburt zuverlässig auslöst, ist allerdings nicht belegt.
Verzichte auf sehr heißes Wasser. Hast du Kreislaufprobleme oder bist du unsicher, ob ein Bad für dich passt, sprich vorher mit deiner Hebamme.
Massage: angenehm statt anregend
Vielleicht wünschst du dir eine sanfte Rückenmassage oder einfach eine liebevolle Berührung. Wichtig ist vor allem, dass du dich dabei wohlfühlst.
Eine Bauchmassage mit speziellen Ölen ist keine verlässlich belegte Methode, um die Geburt einzuleiten. Nutze ätherische Öle deshalb nicht auf eigene Faust, um Wehen auszulösen.
Tee: kein zuverlässiger Wehenstarter
Himbeerblättertee und andere Kräutermischungen werden rund um die Geburt oft empfohlen. Eine verlässliche Wirkung auf den Geburtsbeginn ist aber nicht belegt. Auch pflanzliche Mittel können unerwünschte Wirkungen haben.
Lass dich lieber von deiner Hebamme oder Ärztin beraten, bevor du etwas anwendest, und stell dir keine „wehenfördernde“ Mischung selbst zusammen.
Sex: nur, wenn du Lust darauf hast
Sex wird oft als natürlicher Wehenanstoß genannt. Dass er die Geburt zuverlässig einleitet, ist aber nicht nachgewiesen. Du musst dich dazu also keinesfalls überwinden.
Spricht medizinisch nichts dagegen und hast du Lust darauf, steht die Nähe im Vordergrund. Nach einem Blasensprung solltest du wegen des erhöhten Infektionsrisikos auf Geschlechtsverkehr verzichten. Verzichte auch dann darauf, wenn dir ärztlich davon abgeraten wurde.
Eine kleine Herzenssache
Ein kleiner Begleiter fürs große Kennenlernen
Vielleicht ist schon alles vorbereitet. Und vielleicht verliebst du dich noch in einen kleinen Begleiter: Baby-Faultier Chilly, das heute am Bauch sitzt und bald auf eurem ersten Familienfoto dabei ist.
Unsere Faultiere kennenlernenWie können Hebamme und Ärztin dich unterstützen?
Du hast genug vom Warten oder bist unsicher, wie es weitergeht? Sprich das offen an. Deine Hebamme und deine Ärztin können deine Situation einschätzen und mit dir besprechen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Gemeinsam einen Plan machen
Was wird bei den nächsten Kontrollen untersucht? Unter welchen Voraussetzungen könnt ihr noch weiter abwarten? Ab wann würde man eine Einleitung empfehlen, und aus welchem Grund? Ein konkreter Plan gibt dir Orientierung.
Eipollösung: eine mögliche Maßnahme
Bei einer vaginalen Untersuchung kann dir eine sogenannte Eipollösung angeboten werden. Dabei lösen die Fachleute die Eihäute vorsichtig vom unteren Bereich der Gebärmutter. Das kann den Geburtsbeginn unterstützen, wirkt aber nicht in jedem Fall.
Die Maßnahme kann unangenehm oder schmerzhaft sein und leichte Blutungen auslösen. Lass dir vorher erklären, ob sie für dich in Frage kommt. Sie wird nur mit deinem Einverständnis durchgeführt.
Weitere Methoden individuell besprechen
Vielleicht bietet deine Hebamme Akupunktur oder andere ergänzende Maßnahmen an. Auch dafür ist eine verlässliche Wirkung auf die Geburtseinleitung nicht ausreichend belegt.
Auch die Brustwarzenstimulation solltest du nicht auf eigene Faust ausprobieren. Besprich vorher, ob sie in deiner Situation geeignet ist.
Wenn eine Geburtseinleitung empfohlen wird
Eine Einleitung bedeutet nicht, dass du oder dein Körper versagt hätten. Sinnvoll kann sie werden, wenn weiteres Abwarten Risiken für dich oder dein Baby birgt.
Wann und wie eingeleitet wird, hängt ganz von deiner Situation ab. Dein Geburtsteam bezieht dabei unter anderem die Schwangerschaftswoche, deinen Gesundheitszustand, die Versorgung deines Babys und den Befund am Muttermund mit ein.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Je nach Befund kommen Medikamente oder mechanische Methoden wie ein Ballonkatheter in Frage. Auch das gezielte Öffnen der Fruchtblase und ein Wehentropf können zur Einleitung gehören. Welche Methode für dich passt, erklärt dir dein Geburtsteam.
Eine Einleitung kann dauern und klappt nicht immer gleich beim ersten Versuch. Du wirst dabei betreut, und das Team bespricht mit dir, wie es weitergeht.
Diese Fragen darfst du stellen
- Warum empfiehlt man mir die Einleitung gerade jetzt?
- Welche Vorteile und Risiken hat sie in meinem Fall?
- Welche Alternativen gibt es?
- Wie läuft die gewählte Methode ab?
- Wie kann man mir die Schmerzen lindern?
Du darfst jederzeit nachfragen und deine Wünsche äußern. Wichtig ist, dass du die Empfehlung verstehst und eine informierte Entscheidung treffen kannst.
Wann solltest du direkt die Klinik kontaktieren?
Bitte ruf sofort im Kreißsaal an, wenn:
- sich dein Baby weniger oder anders bewegt als sonst,
- du vaginale Blutungen bemerkst,
- du Fruchtwasser verlierst oder einen Blasensprung vermutest, auch ohne Wehen,
- du vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche mögliche Anzeichen einer beginnenden Geburt bemerkst.
Warte bei diesen Zeichen nicht bis zum nächsten Tag oder zum nächsten Kontrolltermin, auch nachts nicht. Probiere in so einem Fall keine wehenfördernden Hausmittel aus.
Bist du unsicher, ob die Geburt beginnt oder ob etwas nicht stimmt, darfst du ebenfalls im Kreißsaal anrufen. Das Team bespricht dann mit dir, was als Nächstes zu tun ist.
Du musst jetzt nichts mehr leisten
Vielleicht bist du voller Vorfreude. Vielleicht bist du aber auch einfach nur müde und wünschst dir, dass diese Schwangerschaft endlich vorbei ist. Beides darf sein.
Du musst keine Tipps abarbeiten und auch nicht auf Knopfdruck gelassen bleiben. Lass dir ruhig abnehmen, was gerade anstrengend ist, auch die ständigen Nachfragen, ob das Baby schon da ist.
Für alles, was als Nächstes kommt, hast du deine Hebamme und dein Geburtsteam an deiner Seite. Sag ihnen ehrlich, wie es dir geht und was du brauchst.











Guten Tag
Mein Muttermund ist 2 cm auf der zweite weich habe auch leichte wehen was kann man tun das es langsam weiter vorran geht bin 40 +5 heute sie drückt ja auch doll nach unten es ist alles schon sehr unangenehm habe schon 3 Kinder die auch mitbekommen das es mir nicht gut geht und das ich Schmerzen habe was schon im KH weil ich in der Vorlage so eine bräunliche Flüssigkeit verliere aber man sagte das ist nochmal wehen waren auf dem CTG auch drauf aber es reichte noch nicht und man schickte mich wieder nach Hause bin mit meinen Kindern alleine meine Mutter unterstützt mich sehr ist immer da kann man noch was tun das es endlich voran geht ??? Jetzt ist es nicht mehr schön .
Lieben Gruß jennifer G.
Liebe Jennifer, mensch, das ist keine leichte Situation. Danke zunächst einmal für dein Vertrauen. Leider kann dir hier nur jemand vor Ort weiterhelfen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso du nicht gleich in der Klinik bleiben durftest. Wie zu erzählst, scheint die Geburt in greifbarer Nähe zu sein. Hast du denn keine Hebamme an deiner Seite? Sonst schau doch mal auf die Seite https://kinderheldin.de/. Das sind ganz tolle Hebammen, die dich beraten können. Such dir jetzt unbedingt fachmännische Hilfe, denn ja, es gibt viele Hausmittel, die die Wehen ein wenig anstupsen können, aber nur, wer von Fach ist, kann dir nun eine wirklich kompetente Beratung geben. Das Wichtigste ist, dass du jetzt ruhig bleibst und das schaffst du nur, wenn du entsprechend betreut wirst, liebe Jennifer! Alles wird gut werden! Ich drück ganz fest die Daumen, Martina
Ganz lieben Dank ich verstehe das auch nicht habe in Berlin andere Erfahrungen gemacht bessere Erfahrung mit meine 3 Kinder zuvor wohne jetzt in Stendal man war sehr unfreundlich dort der Oberarzt sagte schon bei der Anmeldung eine Einleitung durch einen Tropf gibt es bei ihnen nicht !für mich währe es ja auch keine Einleitung mehr in dem Sinne denn es währe nur einen anschuoser das es besser vorran geht denn der Muttermund ist ja 3 cm auf wehen sind aber warscheinlich noch zu unregelmäßig nicht stark genug obwohl ich die gut merke eigentlich also so kenne ich es von Berlin müsste ich doch jetzt auch öfter zur CTG Kontrolle aber weder vom Frauenarzt oder Krankenhaus wo ich eine Nacht war würde das gesagt oder irgendwas na mal sehen jetzt Sonntag am 18. Ist der Entbindungstermin !!! Kann nur langsam nicht mehr tut mir auch für meine Kinder leid die es oft sehen das ich Schmerzen habe krümmen mich mach mal ganz schön wenn eine wehe kommt. Doch eine Hebamme habe ich aber die ist auch für warten bin schon drauf und dran mir den Chefarzt zu reden .
Lieben Gruß Jennifer Goll
Liebe Jennifer, ich kann dich verstehen, zumindest ansatzweise. Ich denke, wenn dir alle dazu raten, abzuwarten, dann wirst du aktuell nicht viel tun können. Versuch dich zu entspannen. Geh ausgiebig in die Badewanne und ruhe wenn möglich. Ein Glück, dass die Oma da ist. Sie findet doch bestimmt ein paar spannende Beschäftigungen für die Kinder, sodass sie abgelenkt sind. Ihr werdet gemeinsam als Familie wachsen und deine Kinder werden dich später einmal für deine Kraft bewundern. Wenn du dich aber wirklich so unsicher fühlst und die Schmerzen zu groß sind, dann würde ich auch mit dem Chefarzt sprechen und versuchen, früher in die Klinik zu kommen. Was sagt denn dein Gynäkologe? Er/sie hat dich doch durch die Schwangerschaft begleitet? Du schaffst das, Jennifer!
[…] und nachvollziehbar, dass du den errechneten Geburtstermin kaum erwarten kannst. Es gibt einige Möglichkeiten, um die Geburt zu beschleunigen. Dennoch ist es ratsam und sogar notwendig, dass du nicht aus […]
[…] https://chillnfeel.com/ratgeber/schwangerschaft/wehen-foerdern/ […]
Hallo ich bin in der 35 Woche und meine mutter mund ist bisschen auf und habe wehen aber das Kind liegt beckenendlage also muss eine Kaiserschnitt im spiel kommen weil ich sehr schlang bin und das Baby sich nicht drehen kann jetzt habe ich schmerzen bis jetzt kann die Ärztin nicht sehen wo die schmerzen kommen und die können nicht entscheiden ob sie das kind hollen sollten weil sie nur 2280g wiegt aber die schmerzen sind unglaublich stark habe mehrere Schmerz Mittel bekommen nichts hat geholfen was denken sie was bessere lösung wäre?
Liebe Myriame, danke, dass du dich an mich wendest. Allerdings bin ich keine Ärztin und kann dazu leider gar nichts sagen. Du brauchst hier kompetente Helfer, die dich und dein Baby kennen. Ich gehe davon aus, dass deine Ärztin weitere Untersuchungen veranlassen wird, wenn die Schmerzen nicht nachlassen. Solltest du deiner Ärztin nicht so recht vertrauen, dann hol doch sicherheitshalber eine zweite Meinung ein. Am besten direkt in der Klinik, in der du dein Baby zu Welt bekommen wirst. Ich wünsche dir viel Kraft und alles erdenklich Gute für euch Beide, Martina