Wehen fördern mit 5 natürlichen Methoden

SSW 40 und keine Wehe in Sicht? Wehen fördern ganz einfach mit dem richtigen Hausmittel.

Wehen fördern? Ja, aber nur wenn...

Nein, es ist kein Märchen. Es gibt tatsächlich ganz einfache Hausmittel, die deiner Gebärmutter den letzten Anstoß geben, den sie braucht, um die Wehentätigkeit in Gang zu setzen. 

Und so kann schon mal eine Tasse Tee oder eine entspannende Massage mit dem richtigen Öl die Wehen fördern und damit den lang herbeigesehnten Start in die Geburt verursachen.

Aber vorsichtig, nicht jedes Wehenmittel wird dir und deinem Baby gut tun. Grundsätzlich solltest du Wehen nur dann fördern, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • Dein Baby ist bereit
  • Du hattest eine komplikationslose Schwangerschaft
  • Dein Kreislauf ist stabil

Wichtig! Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Gynäkologen darüber und lass dich beraten. Gemeinsam werden ihr ein geeignetes wehenförderndes Mittel finden, das die Geburt sanft anstupst.

Wehen fördern_Natürliche Hausmittel_ChillnFeel

Wahrscheinlicher und tatsächlicher Geburtstermin

Dein Baby wird auf die Welt kommen, das steht schon einmal fest. Wann der Moment dafür gekommen ist, entscheidet bei einer Spontangeburt dein Baby. Wusstest du, dass die wenigsten Babys exakt zum errechneten Geburtstermin das Licht der Welt erblicken?

Geburtsbeginn_Wehen fördern_Hebamme_ChillnFeel

2 Wochen vor bis 2 Wochen nach dem errechneten Geburtsbeginn wird dich dein Baby also irgendwann ganz plötzlich überraschen.

Gechillter steuerst du auf die Geburt zu, wenn du anstatt eines fixen Tages, eine vierwöchige Zeitspanne in deinem Kalender markierst. Denn Vorfreude hin oder her, ein fester Termin, der höchstwahrscheinlich von deinem Baby nicht wahrgenommen wird, kann zur echten Nervenprobe werden. Und schwache Nerven fördern gewiss nicht die Wehen.

Wann natürliche Versuche garantiert scheitern

Damit wehenfördernde Mittel die erwünschte Wirkung erzielen können, muss die Geburtsreife erreicht sein. 

Von Geburtsreife spricht man dann, wenn, das Köpfchen im Becken liegt, die Cervix (der Gebärmutterhals) verstrichen ist und der Muttermund geöffnet ist.

Deine Hebamme wird dir die Frage nach der Geburtsreife während einer Untersuchung beantworten können.

Alles braucht eben seine Zeit. Und auch wenn es schwerfällt, gibt sie deinem Baby! Ja und wenn tatsächlich alle körperlichen Voraussetzungen für die Geburt erfüllt sind, dann spricht grundsätzlich nichts dagegen den Wehen etwas auf die Sprünge zu helfen.

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Was bewirken wehenförndernde Mittel?

Wehenfördernde Mittel und Methoden fördern die Wehentätigkeit auf sanfte Weise. Sie haben zum Ziel, die Geburt mit natürlichen Maßnahmen anzustupsen. Oftmals kommen sie dann zum Einsatz, wenn der errechnete Geburtstermin überschritten wurde. Denn dann wird die zunehmende Ungeduld noch von der Angst einer möglichen medizinischen Einleitung begleitet.

Weiter unten im Beitrag findest du ein sehr informatives Video von Hebamme Jenny Kossert zum Thema „Entbindungstermin, Terminüberschreitung, Geburtseinleitung“.

Wehenfördernde Maßnahmen können

  • dafür sorgen, dass dein Baby richtig ins Becken rutscht
  • die Durchblutung im Beckenbereich ankurbeln, sodass sich der Muttermund öffnet
  • vorhandene Wehen verstärken

Die 5 besten natürlichen Wehenmittel

Wehen fördern ganz einfach! Hier findest du die 5 besten Wehenmittel, die du nach vorheriger Absprache mit deiner Hebamme bzw. deinem Gynäkologen alleine oder auch mit deinem Partner ausprobieren kannst.

Wärme

Warmes Bad (ca. 38 Grad)

Stimulierendes Ölbad: Eukalyptus-Öl, Nelkenöl, Ingweröl oder Zimtblätter ins Badewasser geben

Badedauer: 10-20 Minuten

Wirkung: die Bauch- und Beckenmuskeln werden locker. Der Uterus bekommt Kraft für die Wehen.

  • Bade nur in Gesellschaft! Dein Kreislauf könnte schlapp machen oder die Wehen können einsetzen.

Bauchmassage

Sanfte Massage

Wehen fördern mit Ölen: 10 ml Bio-Mandelöl mit ätherischen Ölen (z.B. Zimtöl, Nelkenöl, Eisenwurzöl oder Ingweröl) mischen bzw. in der Apotheke mischen lassen und den Bauch damit massieren

Wirkung: Die Verbindung aus Druck und pflanzlichen Extrakten stimuliert die Muskulatur der Gebärmutter.

Sanft Geburt einleiten_Wehen fördern_ChillnFeel

Tee trinken

Kräutertees

Wehen fördern mit Tee: Himbeerblätter, Zimt, Ingwer, Zitronenverbene, Nelke, Eisenwurz

Wirkung: Kräutertees stimulieren die Gebärmuttermuskulatur.

  • Lass dir von deiner Hebamme einen Tee empfehlen und frag nach der erlaubten Menge pro Tag.

Sex

Liebe leben

Stellung: wähle eine Stellung, bei der dein Bauch nicht im Weg ist (z.B. auf dem Rücken, seitlich liegend oder sitzend auf deinem Partner)

Wirkung: im Sperma enthaltene Prostaglandine sowie die Kontraktionen während des Orgasmus fördern die Wehen. Ebenso das Hormon Oxytocin, das beim Sex ausgeschüttet wird.

 

Bewegung

Spaziergänge und Yoga

Sanfte Bewegung: Bewegung entspannt und bei Spaziergängen wirkt zudem durch die aufrechte Haltung die Schwerkraft, sodass das Köpfchen auf den Beckenboden drückt.

Wirkung: Das Köpfchen kann Wehen auslösen.

  • Trage stets ein Handy bei dir oder gehe in Gesellschaft spazieren. Denn es kann jederzeit losgehen!

So fördert die Hebamme deine Wehen

Nicht nur du selbst, auch deine Hebamme kann etwas tun, um den Geburtsbeginn auszulösen.

Akupunktur

Akupunktur kurz vor der Geburt kann die Wehen einleiten

Wirkung:  die Nadeln regen die Durchblutung an. Dadurch kann sich der Muttermund besser öffnen.

Brustwarzenstimulation

Massage der Brustwarzen

Deine Hebamme sollte dir zeigen, wie du deine Brustwarzen so massierst, dass sie nicht wund werden.

Wirkung: ein sanftes Massieren der Brustwarzen kann das Wehenhormon Oxytozin anregen. Tut sich nach mehrmaligen Versuchen nichts, solltest du auf eine andere Methode der Wehenförderung ausweichen.

Fußreflexzonen-Massage

Fußmassage

Eine Hebamme weiß, wo die Punkte am Fuß sitzen, die Wehen auslösen können.

Wirkung: Durch Druck auf bestimmte Reflexzonen wird das Becken besser durchblutet und damit die Gebärmutter stimuliert.

(Sanfte) Einleitung: wenn nichts wirkt

In manchen Fällen ist jegliche wehenfördernde Maßnahme aus dem klassischen Hausmittel-Katalog erfolglos. Da könnte man fast meinen, das Baby will einfach noch nicht die wohlig warme Gebärmutter verlassen.

Spätestens mit Ablauf der zwei Wochen nach dem errechneten Entbindungstermin (je nach Klinik schon früher) wird mit der Einleitung der Geburt begonnen.

Auch hier wird zunächst auf sanftes Methoden gesetzt, bevor medizinisch eingeleitet wird.

Hebamme Jenny Kossert erklärt dir, ab wann man von einer Terminüberschreitung spricht  und wann du um eine Geburtseinleitung nicht mehr herumkommen wirst.

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Wehenmittel am Geburtsort

Hier nun die gängigsten (natürlichen) Einleitungsmethoden am Geburtsort, also im Geburts- oder im Krankenhaus.

Muttermund-Massage

Durch eine sanfte Muttermund-Massage wird versucht, die Produktion des Wehenhormons Oxytozin anzuregen.

  • Diese Art der Massage kann wehtun. Sag Bescheid, wenn du Schmerz dabei empfindest.

Nelkenöl-Tampon

Ein mit Nelkenöl durchtränkter Tampon wird in deine Scheide gelegt. Dadurch wird Muttermund weicher und geschmeidiger.

  • Lass dies unbedingt einen Fachmann, z.B. eine Hebamme machen!

Wehen-Cocktail

Wehen-Cocktails sind eigens angereicherte Rezepte, die mitunter Rizinusöl beinhalten und gezielt Wehen fördern.

Die Cocktails wirken zunächst auf den Darm, im Anschluss auf die Gebärmutter, die häufig mit Wehen reagiert.

  • Wehen-Cocktails dürfen nicht ohne eine Hebamme angewandt werden, da sie Kreislaufprobleme und Krämpfe zur Folge haben können!
Geburtseinleitung_Wehen auslösen_ChillnFeel

Prostaglandin

Der Muttermund ist noch nicht weich genug für eine Geburt? Hier kann ein Scheiden-Zäpfchen oder Gel mit dem Hormon Prostaglandin helfen.

  • Auch hier können starke Schmerzen auftreten, weshalb ein Arzt bzw. eine Hebamme präsent sein muss.

Wehentropf

In allerletzter Instanz kommt der Wehentropf zum Einsatz.

Über eine Nadel wird dem Körper das Hormon Oxytozin in den Körper zugeführt. Statt einer Infusion können auch Tablette zum Einsatz kommen.

Spätestens jetzt werden die Wehen die Geburt einleiten.

  • Bei starken Wehen-Schmerzen wird hier in vielen Fällen eine PDA gesetzt.

Ob du ein wehenförderndes Mittel brauchst oder nicht, die Hauptsache ist doch, dass dein Baby wohlbehalten zur Welt kommt. Und das wird es, ganz bestimmt!

Damit wünsche ich dir und deinem Baby ein wunderschönes Geburtserlebnis!

Autor: Martina

Schwangerschaft, Baby, Alltag mit Baby. Überall liest man, wie anstrengend das Leben als Mama sein kann. Bei Chill n Feel hingegen geht es um Positive Vibes, um kleine Auszeiten, Chill-Momente, Wohlfühltipps und die dazu passenden Wohlfühlprodukte für die Kleinsten. Und die Autorin? Das bin ich: Martina, Gründerin von Chill n Feel, glückliche Mama von 2 kleinen Jungs und Träumerin von einer schönen Welt, in der jedes Lebewesen mit Respekt behandelt wird.

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