Schlafräuber Neurodermitis: so schläft dein Baby besser

Dein Baby kratzt sich nachts blutig? Wie du dem Schlafräuber Neurodermitis den Kampf ansagst.

Es juckt und juckt und lässt nicht schlafen

Als Eltern von Babys mit Neurodermitis dreht sich gefühlt 24/7 alles um die geplagte Haut unseres Schützlings. Wir recherchieren, besuchen Ärzte und Therapeuten, sprechen mit Gleichgesinnten. Wir sind erschöpft und können nicht schlafen, weil uns die Sorge umtreibt. Weil das Baby nicht schlafen kann, ständig weinend aufwacht und mit seinen winzigen Fingern nach den unaufhörlich juckenden Hautstellen greift.

Im Anschluss an diesen Beitrag findest du ein Interview mit Anna W., einer ganz liebevollen Mama aus Österreich, deren kleine Tochter seit ihrem 2. Lebensmonat an Neurodermitis leidet.

Welche Wegen für entspanntere Nächte sie gefunden hat und was sie jungen Eltern empfiehlt, die mit der Diagnose Neurodermitis Neuland betreten, erfährst du in einem sehr offenen und ehrlichen Interview.

Über diese Abkürzung gelangst du direkt zum Interview: Klick hier!

Chill n Feel_Schlafräuber Neurodermitis Baby_Juckreiz_Ekzeme
Juckende Ekzeme sind wahre Schlafräuber

Nein, Neurodermitis ist keine Kleinigkeit. Sie rüttelt am Nervengerüst. Sie erhöht die Produktion von Stresshormonen, welche letztlich verantwortlich für neue Neurodermitis-Schübe sind. 

Doch warum jucken die Ekzeme nachts eigentlich besonders stark? Ramona Wanninger, erfahrene Heilprakterin auf dem Gebiet Neurodermitis, erklärt dies wie folgt:

Bei den meisten Menschen stecken natürliche Mechanismen hinter dem nächtlichen Juckreiz. Unter anderem erhöht sich die Körpertemperatur in der Nacht. Dadurch kann ein starker Juckreiz entstehen. Desweiteren werden im Schlaf vermehrt Zytokine freigesetzt, die die Entzündung verstärken. Zusätzlich verliert die Haut nachts Wasser, was wiederum den Juckreiz fördert.

Doch da gibt es ein paar Dinge, die du für dein Baby tun kannst, damit die Haut weniger stark juckt und dein Säugling besser schläft.

Das richtige Schlafambiente bei Neurodermitis

Wenn sich dein Baby unwohl fühlt, nicht in den Schlaf findet, im Schlaf immer wieder hochschreckt und weint, dann braucht es in erster Linie eines: Liebe.

Doch da gibt es tatsächlich noch mehr, was du für einen entspannten Babyschlaf tun kannst. Indem du die häufigsten Neurodermitis-Auslöser aus dem Schlafzimmer verbannst, für die richtige Schlafkleidung und ein gutes Raumklima sorgst, trägst du einen ganz entscheidenden Teil zum Wohlbefinden deines Babys bei.

Denn – und das ist wichtig zu wissen – häufig werden Neurodermitis-Schübe durch Einwirkung von außen provoziert. In der Medizin spricht man von Triggern („Auslösern“), die eine urplötzliche Verschlechterung des Hautbildes verursachen. Dabei handelt es sich meist um für normale Haut völlig ungefährliche Trigger; nicht jedoch so für ekzem-geplagte Haut.

Die häufigsten Trigger sind:

  • Raue, zu warme Textilien (z.B. Wolle)
  • Schweiß
  • Duftstoffe u. Inhaltsstoffe in Waschmitteln
  • Falsche Hautpflege
  • Extreme klimatische Bedingungen
  • Klassische Allergene: Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmel, Pollen und bestimmte Nahrungsmittel
  • Zigarettenrauch
  • Psychische Belastungen

Auf die hervorgehobenen Trigger werde nun genauer eingehen.

  • Hausstaubmilben

Hausstaubmilben umgeben uns tagtäglich. Wir bemerken sie nicht und stören uns daher nicht an ihrer Präsenz. Babys und Kinder mit Neurodermitis hingegen reagieren häufig mit einem schlafraubenden Juckreiz auf die mikroskopisch kleinen Milben.

Es sind nicht die Milben an sich. Vielmehr ist es ihr Kot, der hochallergene Substanzen enthält.

So verbannst du Hausstaubmilben aus dem Schlafzimmer:

  • Regelmäßiges Lüften
  • Nutze Rollos statt Vorhänge (alternativ: Vorhänge regelmäßig waschen)
  • Parkett- oder Laminatböden sind besser als Teppichböden
  • Reduziere Decken und Kissen auf ein Minimum
  • Teppiche regelmäßig absaugen
  • Kuscheltiere regelmäßig waschen
  • Bettwäsche 1x die Woche waschen
  • Matratze absaugen (alternativ kannst du Allergiker-Matratzen und Bezüge kaufen)
  • Tierhaare und Daunen

Weitere Provokationsfaktoren bzw. Trigger sind Tierhaare und Daunen. Um die schubfreien Phasen möglichst lange zu halten, sollten sämtliche Woll- und Federprodukte aus dem Schlafzimmer verbannt werden.

Damit gemeint sind Rosshaarmatratzen, Wolldecken, Lammfellunterlagen sowie Daunenfüllungen für Kissen und Decken.

  • Waschmittel

Wasche Kleidung und Bettwäsche mit möglichst duftfreien, allergikerfreundlichen Waschmitteln (z.B. von DAAB). Gleiches gilt für Weichspüler. 

Alternativ zur Nutzung von Weichspülern kannst du die Kleidung deines Babys vor dem Tragen bügeln. Denn umso weicher das Material, desto wohler wird sich die Neurodermitis geplagte Babyhaut darin fühlen.

Neurodermitis-freundliche Schlafoveralls mit Kratzschutz gibt es bei Chill n Feel

  • Bettwäsche und Neurodermitis-Schlafanzug

Neurodermitis-freundliche Stoffe sind atmungsaktiv, nicht zu warm und weisen eine weiche, glatte Oberflächenstruktur auf.

Baumwolljersey oder –satin, Seide oder Pima (vegane Alternative zu Seide) eignen sich besonders gut. Wähle bevorzugt bio-zertifizierte und damit schadstofffreie Materialien. Bei konventioneller Baumwolle sollte die Bett- bzw. Nachtwäsche mehrmals vor der ersten Nutzung gewaschen werden, um alle Schadstoffe zu entfernen.

Allergiker-Bettwäsche

Achte beim Kauf Neurodermitis-freundlicher Bettwäsche darauf, dass das Material hypoallergen ist, also möglichst wenig allergieauslösende Stoffe beinhaltet. Das Prüfsiegel „Allergiker-geeignet“ gilt hier als guter Anhaltspunkt.

Achte außerdem darauf, dass das Bettzeug nicht zu warm ist, denn Schweiß begünstigt die Neurodermitis.

Wasche die Bettwäsche einmal die Woche bei mindestens 50 Grad um Hausstaubmilben zu entfernen.

Neurodermitis-Schlafanzug

Wie bei der Bettwäsche gilt ein Grundsatz: der Neurodermitis-Schlafanzug darf nicht zu warm und nicht zu rau sein.

Hautfreundliches Material

Ideal für die sensible Haut von Neurodermitis Babys sind glatte, hautschmeichelnde Materialien, wie Baumwolle, Viskose oder Seide.

Die meiste Babykleidung fühlt sich beim Kauf herrlich weich an, wird aber nach wenigen Waschgängen rauer. Darüber zeigt sich die Qualität der Materials. Denn Weichmacher sorgen zunächst für die angenehme Haptik. Durch das Waschen werden diese nach und nach entfernt. Was bleibt sind häufig raue Stoffe, die durch verstärkte Pilling-Bildung an wunden Hautpartien reiben.

Was ist Pilling? Bei Pilling handelt es sich um kleine Verfilzungen, die auf dem Stoff als winzige Knötchen sichtbar werden und oftmals in offenen Wunden von Neurodermitikern haften bleiben.

Informiere dich daher vor dem Kauf über die Qualität des Materials. Der höhere Preis kann, muss aber kein Hinweis auf gute Qualität sein.  Bei Baumwolle ist die Faserlänge ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. Auskunft zur verwendeten Baumwolle wird dir der Hersteller der Babykleidung geben.

Diese Baumwollarten gibt es
Schlafräuber Neurodermitis: so schläft dein Baby besser

Zwiebelprinzip

Überhitzung sollte bei Säuglingen unabhängig von der Neurodermitis vermieden werden. Denn zu viel Wärme kann gefährlich werden (hier zum nachlesen). Aber auch Neurodermitis-Schübe werden häufig durch Wärmestau und Schweiß begünstigt.

Hülle deinen Säugling daher in mehrere leichte Lagen Stoff. Sobald du den Eindruck bekommst, dass es deinem Baby zu warm wird, entfernst du ein Kleidungsstück.

Kratzschutz

Neurodermitis Schlafanzüge sollten bis zum Hals geschlossen und langärmelig sein. Denn je weniger Haut freiliegt, desto geringer ist die Gefahr, dass sich dein Baby im Schlaf aufkratzt.

Schlafoveralls mit eingearbeiteten Handschuhen dienen als Schutz vorm blutig kratzen sowie vor Infektionen, die über eindringende Krankheitserreger und Bakterien ausgelöst werden können. Alternativ kannst du Baumwollhandschuhe oder Babysöckchen verwenden, die du über die Hände siehst.

Schlafräuber Neurodermitis: so schläft dein Baby besser
Pima Baumwolle wird auch als "vegane Seide" bezeichnet
  • Das richtige Raumklima

Mindestens einmal am Tag solltest du das Schlafzimmer gründlich lüften. Die Temperatur sollte nicht über 20°C steigen und eine hautfreundliche Luftfeuchtigkeit liegt bei 40-60%. Ist die Luft zu trocken, können Luftbefeuchter oder feuchte Tücher, die du in die Nähe des Bettes legst, helfen.

  • Haut- und Körperpflege

Über die richtige Pflege der überempfindlichen Haut entscheidet der Kinder- oder Hautarzt bzw. der Heilpraktiker. Denn hier gilt es zunächst herauszufinden, welches Wasser-Fett-Verhältnis der Haut guttut.

Eine Haut, die stark juckt und teils nässt, braucht beispielsweise Präparate mit einem höheren Wassergehalt. Was ihr weniger hilft sind fetthaltige Cremes und Salben. Anders bei trockener Haut. Diese braucht Wasser anstatt Fett. 

Neben pflegende Cremes wird unter fachmännischer Beratung entschieden, inwieweit Kortisonpräparate notwendig sind.

Juckreiz mit Phytotherapie (Pflanzentherapie) lindern

Es gibt zahlreiche Hausmittel  und Behandlungsmethoden, um den nächtlichen Juckreiz zu lindern. Welcher Ansatz für dein Baby der richtige ist, wirst du erst über ausprobieren herausfinden. 

Die Phytotherapie setzt dabei zum Beispiel auf die Kraft der Pflanzen.

Heilpraktikerin Ramona Wanninger konnte in der langfristigen Therapie mithilfe der Phytotherapie – in Verbindung mit Ernährungstherapie und Darmflora Aufbau – auch schwer erkrankte Neurodermitis-Patienten (groß & klein ) soweit freibekommen, dass chemische Medikamente und Salben nicht mehr von Nöten waren.

Sie erzählt mir Folgendes:

Bei Neurodermitis ist es vorab wichtig, mögliche Mitursachen zu erfassen und in die Therapie einfließen zu lassen. Sehr oft steckt u.a. eine Nahrungsmittel-Allergie dahinter. Über die Phytotherapie lassen sich bei Ekzemen die entzündlichen Hautrötungen gut behandeln sowie der Juckreiz lindern. Ein gut verträgliches Mittel ist die Ballonrebe (Mönchsköpfchen), eine Urtinktur in Salbengrundlage. Was oft vergessen wird - der Darm spielt eine sehr große Rolle. Bei Kindern kann man die Schwere des Verlaufs gut mit Probiotika plus Präbiotika lindern. Bei Babys sind leider noch nicht so viele Medikamente / Salben zugelassen. Es gibt aber Salben mit natürlichen Gerbstoffen die aufgrund der gerbenden und schorfbildenden Wirkung bestimmte entzündliche, nässende und juckende Hauterkrankungen wie Neurodermitis lindern können.

Entspannung und Einschlafrituale

Stress, ein hektischer Tagesablauf und Unruhe vorm Schlafengehen können die Haut ebenso verschlechtern wie Hausstaubmilben oder eine luftundurchlässige Schlafkleidung. 

Versuche daher für einen möglichst geregelten, entspannten Tagesablauf zu sorgen und nimm dir abends ausreichend Zeit für eine Abendroutine, die dein Baby langsam und gemächlich in den Nachtschlaf begleitet. 

Vielleicht wirst du beim bloßen Gedanken an die bevorstehende Nacht bereits nervös, aus Angst, die Neurodermitis und der ständige Juckreiz könnten aus der ersehnten Nachtruhe turbulente, endlos erscheinende Stunden werden lassen. Mach dich frei von diesen Gedanken. Suche dir Entspannungsmethoden und finde gemeinsam mit deinem Partner eine Nachtroutine, die einmal dir, einmal dem Papa ausreichend Schlaf beschert.

Wenn du lernst, gelassener mit der Neurodermitis deines Babys umzugehen, wird sich dies positiv auf das Hautbild deines Schützlings auswirken. Denn dein Stress wird unweigerlich zum Stress deines Babys.

Interview: Meine Tochter hat Neurodermitis

Als ihre Tochter gerade einmal 2 Monate alt war, bekam Anna W. die Diagnose Neurodermitis. Seither hat sie nichts unversucht lassen, um ihrem Baby zu helfen. Heilen konnte sie die Neurodermitis nicht, doch sie hat Wege gefunden, mit der Hautkrankheit zu leben.

Ich selber hatte mit Neurodermitis keine Erfahrung. Meine ältere Tochter hatte keine Probleme mit der Haut. Somit wurde ich eigentlich zum ersten Mal von einer betroffenen Mutter auf die Haut meiner Tochter aufmerksam gemacht. Damals gab es nur ganz geringe Anzeichen, die ich selber so nicht erkannt habe. Zu dieser Zeit war meine Tochter ca. 2 Monate alt.

Mit 2 ½ Monaten hatte sie blutigen Stuhl im Windel. Ich wusste nicht, wovon das kommen könnte, und vereinbarte einen Termin beim Kinderarzt. Dieser meinte, dass das bei Babys oft vorkommt und dass meine Tochter wahrscheinlich kein Milcheiweiß verträgt. Das kann sich allerdings verwachsen.

Da ich meine Tochter aber nur gestillt habe und sie keine Flaschennahrung bekommen hat, war ich sehr verwundert. Wie ich dann erfahren habe, reicht aber schon die Menge an Milcheiweis, die ich ihr mit der Muttermilch übertrage, für die Unverträglichkeit aus. Da ich selber grundsätzlich keine Milch mag, trinke und esse ich wenig Milchprodukte … wobei, wenn man dann nachdenkt und jegliche Speisen näher betrachtet, ist es dann doch nicht so wenig.

Ab diesem Zeitpunkt wurde die Haut dann immer schlimmer. Da die Neurodermitis anscheinend vom noch unreifen Darm meiner Tochter ausging, versuchte ich dort anzusetzen. Ich verzichtete selber komplett auf jegliche Milchprodukte – sogar Schokolade habe ich geschafft und dass wäre früher für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen; aber für sein Kind kann man alles schaffen!

Weiters wurde mir empfohlen, dass ich meiner Tochter „Omni-Biotic Panda“ zum Aufbau der Darmflora geben sollte. Meiner Meinung nach war das ein Fehler – es gibt aber keinerlei allgemeine Erkenntnisse dazu (das ist nur meine Meinung!). Nach Gabe dieser Milchsäurebakterien hat sie nämlich dann einige Male schwallartig erbrochen. Dies hat mich beunruhigt und wir haben uns stationär im Krankenhaus aufnehmen lassen.

Die Haut war zu diesem Zeitpunkt generell sehr schlimm. Im Krankenhaus wurde ich dann eigentlich fast nur wegen der Haut angesprochen und weniger wegen des schwallartigen Erbrechens meines mittlerweile 3 ½ Monate alten Babys. Auch nach einem Bluttest wurde bzgl. des schwallartigen Erbrechens kein Infekt festgestellt.

Ab diesem Zeitpunkt war es dann klar, dass meine Tochter Neurodermitis hat.

Es hat eine lange und intensive Suche nach den richtigen Dingen zur Linderung des Juckreizes begonnen. Sehr geholfen hat mir dabei meine Hebamme. Sie beschäftigt sich intensiv mit Alternativmedizin und führt in ihrer Hebammenpraxis einen Shop mit bewusster Babykleidung.

Leider ist es sehr schwierig, an Babykleidung für Kinder mit empfindlicher Haut zu kommen (z.B. hat ein Hersteller, den sie in ihrem Shop führt, aus Kostengründen die Produktion eines tollen Baumwolle/Seide-Fadens eingestellt und ich konnte nur noch 1 letzten Body kaufen). Dieselbe Erfahrung machte ich auch bei diversen Geschäften.

Somit begann eine umfangreiche Internetrecherche. Allerdings ist es nicht einfach, das richtige zu finden, wenn man sich selber so gar nicht auskennt.

Glücklicherweise bin ich bei dieser Recherche auf Chill n Feel gestoßen und habe sogleich für meine Tochter den ersten Pyjama mit Kratzschutz bestellt. Ein wahnsinnig tolles Kleidungsstück, das ich nie wieder hergeben möchte und sogar selber gerne tragen würde ;-), da der Stoff sich so gut anfühlt.

Generell muss ich hier noch anmerken, dass es speziell in Österreich enorm schwierig ist, an Kleidung für Babys mit Hautproblemen zu gelangen – entweder die Firmen versenden nicht nach Österreich bzw. sind die Versandkosten zum Teil horrend.

Wie man liest, hat sich unser Leben durch die Diagnose Neurodermitis strakt verändert bzw. hat die Neurodermitis unser Leben teilweise bestimmt. Ich hab mich nur noch damit beschäftigt, was ich wo besorgen könnte. Ich habe betroffene Mütter aus meinem Bekanntenkreis um Rat gebeten usw.

Generell wurde immer davon gesprochen und ich war zum Teil enorm verzweifelt, natürlich hat auch der Schlafmangel hier seinen Beitrag geleistet. Das hat auch unsere ältere Tochter mitbekommen und ich denke, dass es auch sie belastet hat. Darum auch mein Rat, hier auf ältere Geschwister, die schon so einiges mitbekommen, Rücksicht zu nehmen.

Wenn ich meinem Baby den Pyjama anziehe creme ich sie jeden Abend ein. Ich benutze meistens, bevor ich die Haut eincreme, ein Rosenhydrolat oder einen Aloe-Vera-Spray.

Ich habe nicht nur eine spezielle Creme, sondern ich wechsle zwischen 2-3 Produkten (weiße Malve von Weleda und eine Aloe Vera Creme).

Ich habe festgestellt, dass der Haut meiner Tochter nicht immer dasselbe Produkt gut tut (mal ist die Haut nur rau, mal hat sie einen roten gepunkteten Ausschlag … auch mit jeder Jahreszeit verändert sich die Beschaffenheit der Haut).

Wenn es ihr mit der Haut besonders schlecht geht, kann es auch vorkommen, dass ich sie täglich mit Stiefmütterchen Tee bade. Ich denke, dass der Tee die Haut beruhigt. Mir wurde auch empfohlen, Olivenöl oder Mandelöl ins Badewasser zu geben. Das hilft auch einigen Betroffenen. Ich musste allerdings feststellen, dass Öl im Badewasser meiner Tochter nicht hilft. Seit meine Tochter zu Essen begonnen hat, mische ich übrigens Öle den Mahlzeiten bei (z.B. Leinöl, Nachtkerzenöl).

Die richtige Kleidung ist natürlich dann auch wieder besonders wichtig. Es soll ihr in der Nacht nicht zu heiß sein, aber frieren soll sie auch nicht. Zudecken mag sich meine Tochter gar nicht. Sie hasst jede Art von Bettdecke und wird richtig grantig, wenn ich sie zudecke. Aber das ist auch kein Wunder, denn die Wärme provoziert ihre Haut.

Der Pyjama aus Pima-Baumwolle von Chill n Feel ist für meine Tochter somit genau das richtige. Das Material ist so schön weich und gleicht die Temperatur perfekt aus. Wenn ich weiß, dass ihre Kleidung ihr beim Schlafen hilft, geht es mir auch besser. Eine Bettwäsche aus dem Stoff wäre auch ein Traum … Hab ich mir schon ein paar Mal gedacht.

Das Schlafzimmer darf natürlich nicht warm sein, das wäre schrecklich für sie.

Die Kleidung muss weich sein und die Temperatur ausgleichen. Bzgl. der Kleidung muss ich sagen, dass ich sowohl Sommer als auch Winter jegliche Kleidung meiner Tochter in den Trockner gebe und auch noch bügle. Somit ist die Kleidung wirklich weich.

Weiters ist natürlich die Wahl eines für Allergiker geeigneten Waschpulvers unumgänglich. Am besten im Bioladen beraten lassen. Ich verwende Sonett Sensitiv.

Ich decke sie nur mit einer sehr weichen und leichten Bettdecke zu. Allerdings deckt sie sich sehr bald wieder ab, da sie das ja nicht mag. Sie wird daher nachts oft munter, weil es juckt und wahrscheinlich auch weil ihre Füße kalt sind.

Ich habe schon überlegt, ob ich einen Schlafsack aus Baumwolle/Seide probieren soll. So etwas habe ich im Internet mal entdeckt. Aus Pima Baumwolle habe ich leider noch nichts gefunden.

Liebe Anna, ich danke dir sehr für deine Zeit und deine offenen Worte. Weiterhin wünsche ich deiner Tochter von Herzen, dass sich die Neurodermitis langsam verwächst und sie schon bald eine unbeschwerte Kindheit genießen kann. Manchmal ist es ja auch die Liebe einer fürsorglichen Mama, wie du es bist, die es vermag Wunden zu heilen!

Autor: Martina

Schwangerschaft, Baby, Alltag mit Baby. Überall liest man, wie anstrengend das Leben als Mama sein kann. Bei Chill n Feel hingegen geht es um Positive Vibes, um kleine Auszeiten, Chill-Momente, Wohlfühltipps und die dazu passenden Wohlfühlprodukte für die Kleinsten. Und die Autorin? Das bin ich: Martina, Gründerin von Chill n Feel, glückliche Mama von 2 kleinen Jungs und Träumerin von einer schönen Welt, in der jedes Lebewesen mit Respekt behandelt wird.

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